ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 21:46 Uhr

Eishockey
Füchse feiern verrückten Sieg

Füchse-Stürmer David Kuchejda (l.) setzt sich gegen Jan Pavlu durch.
Füchse-Stürmer David Kuchejda (l.) setzt sich gegen Jan Pavlu durch. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Weißwasser hat mit dem 4:3-Sieg gegen Bayreuth den ersten Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Es war ein verrückter Playdown-Start mit Fäusten und vielen Toren. Von Frank Noack

Der erste Schritt in Richtung Klassenerhalt ist gemacht – aber er war schwer und hart umkämpft. Die Lausitzer Füchse feierten am Dienstagabend einen 4:3-Heimsieg in der Playdown-Serie gegen die Bayreuth Tigers. Die 1931 Zuschauer sahen ein teilweise spekatakuläres Spiel mit vielen Toren und fliegenden Fäusten.

Für den Klassenerhalt sind vier Erfolge nötig. Das zweite Spiel findet am Freitagabend in Bayreuth statt (Beginn um 20 Uhr).

Eigentlich waren die Rollen vor Spiel 1 dieser Serie klar verteilt. Favorit Weißwasser gegen das Schlusslicht nach der Hauptrunde – die Richtung schien vorgegeben. Zumal bei den Gästen mit dem Kanadier Eric Chouinard kurzfristig der Topscorer ausfiel. Trotzdem ging es zunächst in die entgegengesetzte Richtung. Nicht die Füchse, sondern Bayreuth kam besser in diese Partie. In der 14. Minute rettete Torhüter Maximilian Franzreb gegen den heranstürmenden Jan Pavlu.

Weißwasser kam erst gegen Ende des 1. Drittels in Überzahl zu einigen Torchancen. Mit dabei waren auch Maximilian Adam und Charly Jahnke. Die beiden Eisbären-Jungprofis sind am Mittwoch schon wieder mit dem Berliner DNL-Team im Finale der Nachwuchs-Liga gegen die Jungadler Mannheim im Einsatz.

Lausitzer Füchse vs. Bayreuth Tigers FOTO:

Mit Beginn des 2. Drittels ging es dann erst einmal in die richtige Richtung aus Sicht der Füchse. In Überzahl erzielte Marius Schmidt (24. Minute) das erste Tor in dieser Playdown-Serie, die jetzt mit harten Bandagen und einigen Raufereien ausgetragen wurde. Auch danach blieben die Gastgeber am Drücker, scheiterten aber mehrmals am starken Gäste-Keeper Tomas Vosvrda.

Die gute Stimmung in der Weißwasseraner Eisarena bekam dann in der 36. Minute einen empfindlichen Dämpfer. Denn Außenseiter Bayreuth schaffte in Überzahl den Ausgleich durch Jan Pavlu. Es war der Auftakt für die völlig verrückte Schlussphase des 2. Drittels. Denn Weißwasser benötigte nur wenige Sekunden für die erneute Führung durch Artur Tegkaev (2:1/37.). Valentin Busch stellte kurz danach schon wieder den 2:2-Ausgleich (38.) her, ehe Jeff Hayes den dritten Füchse-Treffer (3:2/40.) erzielte. Vier Tore innerhalb von knapp vier Minuten - was für ein Spektakel!

Und es blieb spektakulär. Denn mit dem 4:2 durch Jeff Hayes in der 51. Minute schien Weißwasser auf der Siegerstraße. Doch auch diesmal kam die Antwort innerhallb weniger Sekunden. Andreas Geigenmüller nutzte einen Fehler der Füchse und verkürzte auf 3:4 (52.).

Die letzten Minuten wurden zur Abwehrschlacht für die Füchse. Torhüter Maximilian Franzreb flog immer wieder durch die Luft und wehrte reihenweise die Pucks ab. Kurz vor Schluss verpasste Jeff Hayes vor dem leeren Tor die Entscheidung, sodass erst die Sirene die favorisierten Gastgeber erlöste.

Sergej Waßmiller (Bayreuth): „Es war ein schweres Spiel, das viel Kraft gekostet hat. Wir haben zu viele Chancen liegengelassen. Aber meine Jungs haben alles gegeben. Jeder hat sich reingeworfen. Jetzt geht es weiter – wir sehen uns am Freitag in Bayreuth wieder.“

Robert Hoffmann (Füchse): „Das war ein typisches Spiel 1. Unsere Jungs waren am Anfang etwas nervös und haben gezögert. Insgesamt haben wir zu viel zugelassen. Daran müssen wir arbeiten. Aber wir sind glücklich, dass wir Spiel 1 gewinnen konnten. Das war ganz wichtig.“

Lausitzer Füchse – Bayreuth Tigers 4:3 (0:0, 3:2, 1:1)
Tore: 1:0 Schmidt (24.)1:1 Pavlu (36.), 2:1 Tegkaev (37.), 2:2 V. Busch (38.), 3:2 Hayes (40.), 4:2 Hayes (51.), 4:3 Geigenmüller (52.); Schiedsrichter: Steinecke/Westhaus; Zuschauer: 1931; Strafminuten: 8/12.

Playdown-Stand („best of seven“): 1:0

Das nächste Spiel: Bayreuth Tigers – Lausitzer Füchse am Freitag um 20 Uhr.

Die komplette Statistik

Marius Schmidt (r.) duelliert sich  mit dem Bayreuther Sebastian Busch.
Marius Schmidt (r.) duelliert sich mit dem Bayreuther Sebastian Busch. FOTO: Thomas Heide