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| 10:49 Uhr

Eishockey
Neilson legt sich auf Füchse-Torhüter fest

Trainer Corey Neilson feiert eine gelungene Premiere im Fuchsbau.
Trainer Corey Neilson feiert eine gelungene Premiere im Fuchsbau. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Trainer Neilson hat sich für das Derby am Sonntag in Crimmitschau auf der Torhüter-Position bereits festgelegt. Die Füchse reisen mit Selbstvertrauen zum Derby - als einziges Team aus Sachsen gelang ihnen einen Sieg. Von Frank Noack

Nach dem ersten Saisonsieg pustete der neue Trainer der Lausitzer Füchse erstmal tief durch – und legte sich mit Blick auf das Sonntagspiel bei den Eispiraten Crimmitschau in einer wichtigen Personalie bereits fest. „Olafr Schmidt wird im Tor stehen“, kündigte Corey Neilson nach dem dramatischen 5:4-Auftaktsieg gegen die Wölfe Freiburg an. Weißwasser reist an diesem Sonntag um 17 Uhr mit Selbstvertrauen in den Crimmitschauer Sahnpark.

Schmidt gehörte am Freitagabend beim Sieg gegen Freiburg zu den Matchwinnern, obwohl auch der 23-jährige Neuzugang nicht fehlerfrei agierte. Schmidt kam bereits nach 16 Minuten für den sichtbar nervösen Konstantin Kessler in die Partie vor 2404 Zuschauern im Fuchsbau.

Zu diesem Zeitpunkt lagen die Gäste aus dem Breisgau mit 3:0 in Führung. Der Torwart-Tausch war einer der wichtigen Wechsel, mit denen die Füchse die Wende in dieser Partie erzwangen und erspielten. „Wir haben einiges probiert“, betont Trainer Corey Neilson.

Denn der Kanadier hatte bei seiner Pflichtspiel-Premiere als Füchse-Coach die Reihen komplett neu zusammengebaut. Und Neilson baute dann während der Partie weiter um – mit Erfolg. Vor allem die Hereinnahme von Feodor Boiarchinov in die zweite Sturmreihe neben den letztjährigen Topscorer Jeff Hayes und Neuzugang Jordan George machte sich bezahlt.

Boiarchinov ersetzte den 19-jährigen Cedric Schiemenz, der diesmal noch überfordert wirkte, aber sicher weitere Einsatzchancen bekommen wird. „Ich bin eigentlich ein Fan von Schimenz und seiner Art, wie er Eishockey spielt. Aber er hat diesmal nicht das abgerufen, was er wirklich kann. Deshalb waren wir gezwungen, die Reihen umzustellen“, kommentiert Neilson.

Nach dem frühen 0:3-Rückstand sah es schon nach einem Debakel für die Füchse aus. Freiburg begann zwar eiskalt, machte dann aber den Sack nicht zu. „Wir haben sehr gut begonnen. Ab dem 2. Drittel haben wir nicht mehr das gespielt, was wir spielen wollten. Mit einer 3:0-Führung muss man schlauer spielen“, kritisiert Gäste-Trainer Leos Sulak.

Die Füchse erspielten sich nach den anfänglichen Fehlern dann viele Torchancen und glichen im zweiten Drittel durch die Treffer von Charly Jahnke (26.), Vincent Hessler (27./Penalty) und David Kuchejda (37.) aus. Nach dem erneuten Rückstand schoss Maximilian Adam die Gastgeber erst mit dem 4:4 (59.) in die Verlängerung und später dann zum 5:4-Sieg (64.).

Die Bilanz von Neilson nach seiner Zweitliga-Premiere im Fuchsbau: „Im 1. Drittel haben wir viele große Fehler gemacht, die Freiburg genutzt hat. Ab dem 2. Drittel haben wir uns dann besser bewegt, der Puck ist schnell gelaufen. Im 3. Drittel war es ein offener Kampf.“

Sonntag-Gegner Crimmitschau verlor zum Auftakt am Freitag bei den Heilbronner Falken mit 2:3. Dresden kam in Ravensburg sogar 1:8 unter die Räder.

Lausitzer Füchse - Freiburg FOTO: Thomas Heide