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| 02:41 Uhr

Muss sein: Füchse drücken Dresden die Daumen

Die Lausitzer Füchse um Kapitän Greg Classen (großes Bild/rechts) und Trainer Paul Gardner haben die Pre-Playoffs weiter im Blick.
Die Lausitzer Füchse um Kapitän Greg Classen (großes Bild/rechts) und Trainer Paul Gardner haben die Pre-Playoffs weiter im Blick. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Blau-Gelb und Blau-Weiß sind sich überhaupt nicht grün. Und trotzdem können die Lausitzer Füchse die Hilfe der Eislöwen Dresden im Kampf um die Pre-Playoffs gebrauchen. Frank Noack

Die Fans der Lausitzer Füchse werden an diesem Dienstagabend ziemlich stark sein müssen. Was ihnen bevorsteht, ist nicht einfach. Überhaupt nicht einfach! Sie müssen nämlich ausgerechnet dem Erz rivalen Eis löwen Dresden die Daumen drücken.

Ja, liebe Füchse-Anhänger - richtig gelesen. Den Eislöwen! Mit einem Heimsieg im Nachholspiel gegen den ESV Kaufbeuren (Beginn um 19.30 Uhr) kann Dresden den Füchsen wertvolle Unterstützung im Kampf um die Pre-Playoffs geben. Denn Kaufbeuren gehört zu den härtesten Rivalen der Füchse um den begehrten Platz zehn in der Tabelle der DEL2. "Wir hoffen natürlich, dass Dresden am Dienstag gegen Kaufbeuren gewinnt", drückt Füchse-Coach Paul Gardner den Eislöwen die Daumen.

Und die Weißwasseraner Fans sollten es auch machen. Selbst wenn die Rivalität zwischen den beiden sächsischen Clubs allgegenwärtig ist. Das zeigte sich wieder einmal beim Aufeinandertreffen am Sonntagabend in Weißwasser, als sich die Eislöwen mit 5:2 durchsetzten. Weder die Profis unten auf dem Eis noch die Fans oben auf den Rängen bei ihren Schmähgesängen schenkten sich nur einen Zentimeter. Wie gespannt die Stimmung unter den Anhängern ist, zeigte ein recht arrogantes Spruchband der Eislöwen-Fans. "Winter Derby - für uns von vielen Spielen eins. Für euch das Highlight eures Seins", teilten sie an die Adresse der Füchse-Anhänger mit.

Und trotzdem: Selten konnte Weißwasser die Hilfe aus Dresden so dringend gebrauchen wie an diesem Dienstag. Denn der Kampf um Platz zehn geht jetzt im Februar in seine heiße Phase. Die Lausitzer Füchse sind nach überstandener Schwächephase und den beiden Trainerwechseln nun wieder mittendrin im Dreikampf um die Pre-Playoffs.

Die Eispiraten Crimmitschau (48 Punkte) führen als Tabellenzehnter derzeit diesen Dreikampf an. Es folgen Kaufbeuren und Weißwasser (beide 44). Die Wölfe Freiburg mit Ex-Fuchs Jonathan Boutin im Tor dürften dagegen nur noch Außenseiter-Chancen besitzen. Im Fuchsbau ist die Zuversicht dagegen wieder gewachsen. Erfolge wie der 5:1-Auswärtssieg am Freitagabend beim Tabellendritten Kassel Huskies sorgen für zusätzliches Selbstvertrauen. "Es ist noch alles drin. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und punkten", erklärt Füchse-Profi Jens Heyer ungeachtet der Heimniederlage gegen Dresden.

Auch Trainer Paul Gardner bekräftigte am Sonntagabend noch einmal das große Ziel: den Einzug in die Pre-Playoffs. "Die Jungs glauben an die Chance und ich glaube auch daran", sagt der erfahrene Coach. Zumal Crimmitschau bereits ein Spiel mehr auf dem Konto hat als Weißwasser und sogar zwei Spiele mehr als Kaufbeuren.

Viel wird davon abhängen, wie die Lausitzer Füchse in den entscheidenden Partien der Hauptrunde ihr Handicap des kleinen Kaders kompensieren können. Gegen Dresden musste Gardner erneut mit der Minimalbesetzung von sechs Verteidigern und neun Angreifern auskommen. Verteidiger Lukas Pozivil fällt aufgrund einer Entzündung im Ellenbogen laut Gardner noch "mindestens drei bis vier Wochen aus". Auch der reaktivierte Sturm-Oldie Stefan Mann ist wegen einer Schulter-Blessur vorläufig nicht einsatzfähig. Deshalb bleibt Gardner und den Füchsen nur die Hoffnung, dass eventuell Ken Magowan im nächsten Spiel am Freitag bei den Starbulls Rosenheim wieder fit ist. Gegen Dresden fehlte der Angreifer mit Adduktorenbeschwerden - und er wurde schmerzlich vermisst.