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Eishockey
Füchse-Coach Hoffmann sucht absolutes Vertrauen

Die Füchse haben sich unter Robert Hoffmann stabilsiert. Trotzdem droht der Abstiegskampf.
Die Füchse haben sich unter Robert Hoffmann stabilsiert. Trotzdem droht der Abstiegskampf. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Wie geht es bei den Lausitzer Füchsen auf den Trainerpositionen weiter? Fakt ist: Es wird sich etwas ändern. Die RUNDSCHAU prüft das neueste Gerücht. Von Frank Noack

Die Entscheidung über die endgültige Besetzung der Trainerpositionen bei den Lausitzer Füchsen für den Kampf um den Klassenerhalt in der DEL2 rückt näher. Und sie muss auch näher rücken! Denn Torwart-Trainer Sebastian Elwing, der Robert Hoffmann seit dem überraschenden Abgang von Hannu Järvenpää Ende November unterstützt, steht vorerst nur noch für das kommende Wochenende zur Verfügung. Danach reist Elwing für mehrere Wochen zu einem Trainingscamp nach Los Angeles und fehlt also an der Bande in Weißwasser.

Deshalb soll Robert Hoffmann so schnell wie möglich eine Hilfestellung bekommen. „Mit nur einem Trainer an der Bande – das funktioniert heutzutage nicht mehr. Wir müssen schauen, was für alle Seiten die beste Lösung ist“, betont Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach. „Ich habe den Job selbst fünf Jahre lang ohne Co-Trainer gemacht. Ich weiß, wie schwierig das ist.“

Zumal Weißwasser vermutlich in den Playdowns ein knallharter Kampf um den Klassenerhalt erwartet. Trotz des jüngsten 3:1-Sieges bei den Tölzer Löwen sind es immer noch zwölf Punkte Rückstand auf Platz zehn und damit den vorzeitigen Klassenerhalt. Unter der Regie von Robert Hoffmann haben sich zwar die Leistungen deutlich stabilisiert, in der Tabelle sind die Füchse dennoch nicht aus dem Keller gekommen. An diesem Freitag trifft Weißwasser auf die Eislöwen Dresden (Beginn um 19.30 Uhr). Am Sonntag geht es dann zu Schlusslicht EHC Bayreuth (18.30 Uhr).

Bei der Beförderung von Robert Hoffmann zum Cheftrainer Anfang Dezember hatten die Füchse angekündigt, dass man einen neuen Co-Trainer sucht. Er sollte einerseits Hoffmann unterstützen und andererseits auch im Nachwuchsbereich arbeiten. Torwart-Trainer Sebastian Elwing erklärte sich bereit, solange an der Bande mitzuhelfen. Allerdings ist er auch bei den Eisbären Berlin eingebunden – zum Beispiel durch die bevorstehende Reise zum NHL-Kooperationspartner Los Angeles Kings.

Den idealen Co-Trainer, der den eingeschlagenen Weg bedingungslos unterstützt, haben die Füchse also offenbar noch nicht gefunden. „Wir werden keinen Schnellschuss machen. Mir ist ganz wichtig, dass ich dem neuen Mann zu einhundert Prozent vertrauen kann. Und solange freue ich mich, dass ich ‚Elle‘ an meiner Seite habe“, erklärt Robert Hoffmann. „Ich wusste von Anfang an, dass die Aufgabe schwer wird. Aber dieser Aufgabe stelle ich mich.“

Hoffmann setzt in den nächsten Wochen ohne Elwing mehr denn je auf das Vertrauen der Mannschaft - im Spiel, aber auch im Training. „Zwei Trainer sehen natürlich mehr als einer. Deshalb ist die Selbstdisziplin der Mannschaft jetzt ohne ‚Elle‘ wichtiger denn je.“

Zumal es längst kein Geheimnis mehr ist, dass der aktuelle Chef auch die Ära seines Vorgängers Hannu Järvenpää aufarbeiten muss. Die Zusammenstellung des Kaders im Sommer erweist sich als nicht zweitliga-tauglich. Auch in Sachen Spiel-Philosophie und Taktik gibt es dem Vernehmen nach erheblichen Nachbesserungsbedarf.

Kein Thema ist übrigens eine Verpflichtung des Kanadiers Ken Latta als neuen Cheftrainer. Der 55-jährige Kanadier hat in dieser Woche seinen Vertrag beim Oberligisten Rostock Piranhas aufgelöst und wird seitdem gerüchteweise im Fuchsbau gehandelt. Die RUNDSCHAU hat Geschäftsführer Dirk Rohrbach mit dem Gerücht einer möglichen Verpflichtung von Latta am Mittwoch konfrontiert. Seine Antwort: „Das schließe ich aus.“