| 02:43 Uhr

Lausitzer Füchse verschlafen zweites Playoff-Spiel

Weißwasser. Favorit Bremerhaven war auch im zweiten Spiel für die Lausitzer Füchse nicht zu knacken. Nach der 0:5-Heim niederlage liegt Weißwasser in der Playoffserie jetzt 0:2 hinten. Frank Noack

Man muss wohl davon ausgehen, dass der Schlaf der Lausitzer Füchse in der Nacht von Donnerstag zu Freitag nicht optimal verlaufen ist. Denn hellwach waren sie in der zweiten Playoff-Partie gegen die Fish town Pinguins nicht. Der Favorit kam zu einem leicht und lockeren Sieg. "Man hat gesehen, wer Erster und wer Achter in der Tabelle war. Wir haben dem Gegner die Tore geschenkt. Das ist sehr ärgerlich", bilanzierteFüchse-Trainer Dirk Rohrbach die Partie. Bremerhaven liegt mit dem Auswärtssieg auf Halbfinal-Kurs.

Da bei hatte Rohrbach besagte Nacht als Schlüssel ausgemacht. Sein Team sollte dabei die Schlafdefizite aus der ersten Partie in Bremerhaven aufholen. Weil die Füchse Stau-bedingt verspätet anreisten, war das Spiel (1:5) erst Mitternacht beendet. Einigermaßen wach wirkte das Rohrbach-Team diesmal aber nur in der Startphase, als die 1904 Zuschauer im Fuchsbau einen offenen Schlagabtausch erlebten. Dann verschlief allerdings Sean Fischer den entscheidenden Moment. Bei Weißwasseraner Überzahl verlor er den Puck und lud die Gäste zum Konter ein. Jaroslav Hafenrichter nahm dankend an und schoss Bremerhaven in der 14. Minute mit 1:0 in Führung. Ehe die Füchse aufwachten, stand es schon 2:0. Diesmal überwand Marian Dejdar (15. Minute) aus spitzem Winkel den Füchse-Keeper Dustin Strahlmeier, der erneut den Vorzug vor Jonathan Boutin bekam. Mit dieser Führung im Rücken spielten die routinierten Gäste nun ihre Stärke aus. Der Spitzenreiter nach der Zwischenrunde der DEL2 wirkte körperlich präsenter und machte gegen den kleinen Füchse-Kader mit allen Reihen Druck .

Im zweiten Drittel erhöhten dann Patrik Beck (23.) und Steve Slaton (33.) sogar auf 4:0. Cook (58.) sorgte schließlich für den 5:0-Endstand. Es gab aus Sicht der Füchse zumindest zwei positive Dinge am Freitagabend: Nach dem klaren Rückstand fiel die Mannschaft nicht auseinander, sondern brachte die Partie mit Anstand über die Bühne. Unterstützt wurde sie dabei von den treuen Fans, die auf Häme verzichteten und bis zum Schluss für gute Stimmung sorgten.

Spiel drei in dieser Serie findet am Sonntag in Bremerhaven (17 Uhr) statt. Bis dahin heißt es für die Füchse, noch zwei Mal richtig schlafen - in der Nacht natürlich.