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Eishockey
Niederlage tut Füchsen doppelt weh: „Dumm“

Füchse-Trainer Hannu Järvenpää ärgerte sich über die Niederlage.
Füchse-Trainer Hannu Järvenpää ärgerte sich über die Niederlage. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Lausitzer Füchse sind in der DEL2-Tabelle auf den vorletzten Platz abgerutscht. Die 2:5-Niederlage in Heilbronn tut gleich doppelt weh. Lob? Gibt es! Aber nur für einen Youngster. Von Frank Noack

Diese Niederlage tut den Lausitzer Füchsen doppelt weh. Erstens, weil Weißwasser durch das 2:5 am Freitagabend im Kellerduell bei den Heilbronner Falken die Gastgeber in der Tabelle vorbeiziehen lassen musste und auf den vorletzten Platz abgerutscht ist. Zweitens, weil der erhoffte Motivationsschub durch die Rückkehr von Stürmer Jeff Hayes bestenfalls in der Anfangsphase dieser Partie zu spüren war.

Im zweiten Drittel brach die Mannschaft von Trainer Hannu Järvenpää komplett ein. „Es war schwer für uns. Keine Frage - die Heimmannschaft hat sehr gut gespielt. Das zweite Drittel war entscheidend. Im dritten Drittel war es dann schwer zurückzukommen“, erklärte Järvenpää.

Dabei ging es gut los für die Gäste vor 1312 Zuschauern in der Kolbenschmidt-Arena. Feodor Boiarchinov traf bereits in der 3. Minute zur 1:0-Führung. Die Füchse waren in dieser Phase das spritzigere und wachere Team. Järvenpää hatte die beiden Rückkehrer Jeff Hayes und Roppe Ranta wie angekündigt in eine gemeinsame Sturmreihe beordert. Allerdings fiel ebenfalls noch im ersten Drittel der Ausgleich. Im zweiten Drittel ging es dann Schlag auf Schlag. Weißwasser spielte einige schlimme Fehlpässe in der Abwehr – Heilbronn schlug eiskalt zu und zog auf 4:1 davon. Zwei Treffer erzielten dabei die Ex-Füchse Kevin Lavallée und Dennis Palka.

Warum aber brach Weißwasser nach gutem Start dermaßen ein? „Wenn ich die Antwort wüsste, wäre ich Coach in der NHL. Wir haben dumme Fehler in unserem Drittel gemacht“, ärgerte sich Järvenpää.

Sein Heilbronner Trainer-Kollege Gerhard Unterluggauer meinte: „In den ersten 15 Minuten sind wir nur über das Eis gefahren und haben die Zweikämpfe nicht angenommen. Da waren die Füchse einfach spritziger. Danach haben wir einfaches, erfolgreiches Eishockey gespielt.“

Die Rückkehrer Hayes und Ranta gingen dagegen leer aus. Ein Pfostenschuss blieb die bescheidene Ausbeute. Anders Eriksson erzielte kurz vor Schluss zwar noch den zweiten Weißwasseraner Treffer (2:4/56.). Zu diesem Zeitpunkt war das Kellerduell allerdings längst entschieden, weil die Füchse die geplante Aufholjagd zu Beginn des dritten Drittels mit mehreren Strafzeiten selbst wieder abgeblasen hatten.

Bezeichnend: Lob gab es lediglich für einen Youngster in den Reihen der Blau-Gelben. Der in dieser Woche gemeinsam mit Stürmer Philip Kuschel (19) für die DEL2 lizenzierte Verteidiger Lars Schiller (20) feierte seine Premiere bei den Profis. „Er hat das erste Spiel in dieser Liga gemacht und zwar sehr ordentlich“, lobte Järvenpää den Youngster.

Schiller stammt ursprünglich aus dem Nachwuchs der Eisbären Berlin. Nachdem der Nachwuchs-Verteidiger in der vergangenen Saison in Kanada gespielt hatte, kehrte er im Sommer nach Deutschland zurück.

An diesem Sonntag spielen die Füchse gegen die Ravensburg Towerstars, die am Freitag einen 10:1-Kantersieg gegen den EHC Bayreuth feierten. Ex-Fuchs Jakub Svoboda hatte den Torreigen eröffnet. Nach 17 Minuten lag Ravensburg bereits mit 4:0 in Führung. Towerstars-Trainer Jiri Ehrenberger: „Die 4:0-Führung hat uns gutgetan. Wichtig war aber auch, dass danach kein Schlendrian ins Spiel gekommen ist.“

Die Partie der Füchse gegen den Tabellenachten Ravensburg beginnt um 17 Uhr.

Heilbronner Falken – Lausitzer Füchse 5:2 (1:1, 3:0, 1:1)Tore: 0:1 Boiarchinov (3.), 1:1 Heatley (11), 2:1 Kirsch (23.), 3:1 Lavallée (32.), 4:1 Palka (36.), 4:2 Eriksson (56.), 5:2 Ross (59.); Schiedsrichter: Daniels/Naust; Zuschauer: 1312; Strafminuten: 2/10.