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| 11:51 Uhr

Eishockey
Füchse verlieren 107-Minuten-Krimi in Kaufbeuren

 Feodor Boiarchinov (l.) und die Lausitzer Füchse sind mit einer 4:5-Niederlage nach Verlängerung in die Playoffs gestartet.
Feodor Boiarchinov (l.) und die Lausitzer Füchse sind mit einer 4:5-Niederlage nach Verlängerung in die Playoffs gestartet. FOTO: Thomas Heide
Kaufbeuren. Die Lausitzer Füchse verlieren nach 107 Minuten in Kaufbeuren. Spiel Nummer eins liefert mehr als einen Vorgeschmack auf das, was man von dieser Playoff-Serie alles erwarten darf. Ein Spiel für die Geschichtsbücher. Von Steven Wiesner

Die Lausitzer Füchse sind am Freitag mit einer 4:5-Niederlage in die Playoff-Serie der 2. Deutschen Eishockey Liga (DEL2)  gegen den ESV Kaufbeuren gestartet. Das entscheidende Tor fiel in der dritten (!) Overtime – um 23.46 Uhr. Ein Spiel für die Geschichtsbücher.

Weißwasser brach mit einem Blitzstart in die Playoffs auf. Fabian Dietz traf bereits nach vier Minuten zur Füchse-Führung. Die Allgäuer fanden aber noch vor der ersten Sirene die passenden Antworten. Mit einer Vorlage und einem Tor sorgte Sami Blomqvist, der beste Torschütze der DEL2, dafür, dass auch Maximilian Franzreb im Füchse-Gehäuse schnell hinter sich greifen musste. Der Goalie war von den Eisbären Berlin abgestellt worden, die zeitgleich ihr Heimspiel im DEL-Viertelfinale gegen Red Bull München mit 4:0 gewannen.

Corey Neilson musste seine Spieler oft auf der Strafbank sitzen sehen. Wenngleich Charlie Jahnke und Marius Schmidt mit ihren Faustschlägen schon allein je eine Viertelstunde in der Kühlbox Platz nahmen, kassierten die Lausitzer schon lange nicht mehr so viele Minuten wie an diesem Abend (46). Doch obwohl sich die Füchse oft draußen in Einzelhaft befanden, waren sie jederzeit voll drin in der Partie.

Dass sie aber so lange drin bleiben mussten, war sicher nicht geplant. Beim Stand von 4:4 ging es in die Verlängerung. Trotz bester Chancen brachten auch die nächsten 40 Minuten keine Entscheidung. In der dritten Verlängerung sahen die Füchse schon wie der Sieger aus, doch ihr Tor wurde wegen eines Schlittschuh-Kicks wieder aberkannt. Also ging es weiter – bis Franzreb einen Schuss von Markus Lillich aus spitzem Winkel passieren lassen musste. In der 107. Minute. Wahnsinn! So eine spannende Serie gibt es nicht mal auf Netflix. Am Sonntag folgt die Fortsetzung.

Statistik:

ESV Kaufbeuren – Lausitzer Füchse 5:4 n.V. (2:1, 1:1, 1:2 / 1:0)

Tore: 0:1 Dietz (5.), 1:1 Laaksonen (11.); 2:1 Blomqvist (16.), 2:2 George (21.), 3:2 Thiel (25.), 3:3 Eriksson (41.), 3:4 Breitkreuz (44.), 4:4 Gracel (49./PP), 5:4 Lillich (107.); Schiedsrichter: Engelmann/Hertrich; Zuschauer: 3100; Strafminuten: 36 / 46.

Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – ESV Kaufbeuren am Sonntag (17 Uhr).