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Lausitzer Füchse stürmen selbstbewusst ins neue Jahr

Die Füchse um Dennis Swinnen (rechts vorn) und Marius Schmidt sind auf Playoff-Kurs.
Die Füchse um Dennis Swinnen (rechts vorn) und Marius Schmidt sind auf Playoff-Kurs. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Lausitzer Füchse sind so erfolgreich wie lange nicht mehr. Weißwasser ist als Dritter auf Playoff-Kurs und blickt jetzt selbstbewusst dem Duell gegen Tabellenführer Bietigheim am Dienstag entgegen. Frank Noack

Wie unterschiedlich die sportliche Gefühlslage über den Jahreswechsel sein kann, zeigte sich am Freitagabend nach dem 6:3-Heimsieg der Lausitzer Füchse gegen die Starbulls aus Rosenheim. Während der seit Wochen von Verletzungssorgen in seinem Team geplagte Rosenheimer Trainer Franz Steer froh war, dass "dieses 2016 vorbei ist, denn es kann nur besser werden", ist in Weißwasser kein Ende der Eishockey-Euphorie in Sicht. "Aktuell läuft es wirklich perfekt. Ich bin stolz auf die Mannschaft, das gesamte Team der Lausitzer Füchse sowie die Sponsoren und die Fans, die uns unterstützen, damit wir hier Woche für Woche ein Eishockey-Fest erleben", sagt Geschäftsführer Dirk Rohrbach.

Die Fakten beim Jahreswechsel sind beeindruckend: Die Füchse gehen nach dem Sieg gegen Rosenheim als Tabellendritter der DEL2 in das neue Jahr und liegen konsequent auf Playoff-Kurs. Der vorzeitige Klassen erhalt ist in greifbarer Nähe, denn der Abstand zu den Playdown-Rängen beträgt mittlerweile schon recht komfortable 16 Punkte.

Die RUNDSCHAU nennt drei wichtige Gründe für Platz drei und den Aufschwung der Füchse.

Erfolgreicher Umbau: Mit dem neuen Trainer Hannu Järvenpää aus Finnland kam auch eine neue Spielphilosophie in den Fuchsbau. Järvenpää setzt auf hohes Tempo und hat dementsprechend auch die Mannschaft umgebaut. Er setzt vor allem auf schnelle Spieler wie den kleinen Jeff Hayes und Dennis Swinnen, der in dieser Saison einen großen Leistungssprung gemacht hat. "Wir sind ein junges, schnelles Team, das in taktischer Hinsicht sehr diszipliniert auftritt", betont Füchse-Kapitän André Mücke.

Starke Topreihe: Mit Hayes, Swinnen sowie dem aktuellen Topscorer Jakub Svoboda hat Järvenpää eine Angriffsreihe geformt, die dank ihrer enormen Schnelligkeit von den Gegnern nur schwer zu stellen ist. Dass dieses Trio beim Sieg gegen Rosenheim nur an einem der insgesamt sechs Füchse-Tore beteiligt war, ist für Järvenpää aber kein Widerspruch, denn: "Das stört mich nicht. Ich freue mich darüber, dass die anderen Jungs erfolgreich waren." So ist sein Team noch schwerer auszurechnen.

Sinnvolle Kooperation: Die seit gut einem halben Jahr laufende Zusammenarbeit mit den Eis bären Berlin trägt schon jetzt Früchte. Einerseits profitieren die Füchse im Management bereich vom Potenzial und den Erfahrungen des Rekordmeisters. Anderseits sind vor allem die Berliner Förderlizenz-Keeper Maximilian Franzreb und Marvin Cüpper eine große Hilfe, weil für diese wichtige Position kein Profi aus dem Ausland geholt werden muss. Die Füchse können also sehr selbstbewusst dem Topspiel gegen Tabellenführer Bietigheim Steelers an diesem Dienstag (19.30 Uhr) entgegenblicken.