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Lausitzer Füchse starten mit Blitz und Donner

Gut beschirmt macht Marius Stöber noch ein Schwätzchen mit seinen Eltern.
Gut beschirmt macht Marius Stöber noch ein Schwätzchen mit seinen Eltern. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Teampräsentation des Eishockey-Zweitligisten wird zur Wasserschlacht - also fast so anstrebend wie die Saisonvorbereitung. Frank Noack / noc

Was soll die Lausitzer Füchse und ihre Fans nach dieser Wasserschlacht bei der Teampräsentation mit Blitz und Donner eigentlich in der kommenden Saison noch schocken? So gesehen war die feucht-fröhliche Vorstellung des neuen Kaders mit Trainer Hannu Järvenpää an der Spitze am Freitagnachmittag in Weißwasser wahrscheinlich eine ideale Einstimmung auf die Spielzeit 2017/18 in der DEL2. Kein Wunder, dass sich der Coach aus Finnland am liebsten bei jedem Anhänger persönlich für das Durchhaltevermögen im Dauerregen bedankt hätte. "Klasse, dass trotzdem so viele Fans gekommen sind", erklärte Järvenpää.

Ein echter Fuchs war, wer sich einen Schirm mitgebracht hatte oder einen Platz im Zelt direkt vor der Bühne ergattern konnte. Auch die Spieler hatten sich unter das schützende Dach verkrochen. Zu sehen gab es für die Fans viele neue Gesichter, denn nach dem Playoff-Einzug in der vergangenen Saison haben viele Leistungsträger den Fuchsbau verlassen. Zu den mehr als ein Dutzend Neuzugängen gehört auch Christian Neuert, der von den Starbulls Rosenheim in die Lausitz gewechselt ist und nach der bisherigen Vorbereitung ein vorläufiges Fazit zog, das ganz optimistisch klingt: "Hier wächst eine coole Truppe zusammen."

Seit knapp zwei Wochen sind die Füchse in Weißwasser auf dem Eis. Dass die Saisonvorbereitung nicht immer nur cool ist, berichtete der neue Schwede Anders Eriksson. "Die Vorbereitungszeit ist schon sehr hart. Da muss man einen festen Willen haben", betonte der Stürmer. Einen detaillierten Einblick in das Pensum gab derweil Feodor Boiarchinov, der zuletzt für die Kassel Huskies spielte. Teil weise hat sich das Team schon um 7 Uhr zum Frühstück getroffen. "Da klingelt um sechs der Wecker. Zwischen den Trainingseinheiten hat man höchstens noch kurz Zeit für ein Nickerchen zu Hause", erzählte Boiarchinov. Am Nachmittag folgt dann wieder Training. "Abends reicht es dann gerade noch für den Fernseher", so der Angreifer, während hinter der Bühne die Feuerwehr bereits zu den ersten Wasser-Einsätzen brauste und am Himmel die Blitze zuckten. Auf der Bühne gab Sprecher Andreas Friebel am Mikro lieber vorsorglich den Hinweis, "sich nicht am Metall festzuhalten". Längst nicht jeder blieb bei dieser launigen Teampräsen tation trocken, aber immerhin alle gesund. Die neue Saison kann also kommen. Dann hoffentlich mit Blitz und Donner nur auf dem Eis.

Zum Thema:
Nach dem Testspiel-Auftakt gegen die Eisbären Berlin am Freitagabend bestreiten die Lausitzer Füchse nur noch eine Vorbereitungspartie in Weißwasser. Voraussichtlich am 26. August geht es gegen das polnische Team von Naprzód Janów.
Am kommenden Wochenende reisen die Füchse aber erst einmal zu zwei Spielen nach Tschechien. Am 18. August tritt Weißwasser beim HC Klatovy (18.30 Uhr) an. Am 20. August wird in Prag gegen HC Letci Letnany (13.30 Uhr) getestet.
Die neue Saison in der DEL2 beginnt für die Lausitzer Füchse am 17. September mit dem Heimspiel gegen die Wölfe Freiburg. (noc)