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| 21:45 Uhr

Weißwasser
Füchse steigern sich zum Sieg

Füchse-Stürmer Vincent Hessler (r./hier gegen Philipp Riessle) war mit einem Penalty erfolgreich,
Füchse-Stürmer Vincent Hessler (r./hier gegen Philipp Riessle) war mit einem Penalty erfolgreich, FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Lausitzer Füchse gewinnen das erste Saisonspiel gegen Freiburg. Bei der Premiere des neuen Trainers gibt es gleich einen Krimi mit Verlängerung. Von Frank Noack

Das war gleich ein Eishockey-Krimi zum Auftakt: Im ersten Saisonspiel mit dem neuen Trainer Corey Neilson gelang den Lausitzer Füchsen ein 5:4-Sieg nach Verlängerung gegen die Wölfe Freiburg. Den gelungenen Saisonstart machte Maximilian Adam mit seinem Treffer in der 64. Minute perfekt.

Zunächst sah es allerdings nach einem Debakel aus. Trotz eines ordentlichen Starts mit viel Tempo lagen die Füchse vor 2404 Zuschauern nach 16 Minuten bereits 0:3 zurück. Erst kam Stephan Seeger kam völlig frei zum Abschluss und erzielte die Freiburger Führung (11.). Kurz danach erhöhte Alex Miner-Barron in Überzahl auf 2:0 (11.), Marvin Neher traf ebenfalls noch im ersten Drittel zum 3:0 (16.).

Es war ein chaotischer Saison-Auftakt im Fuchsbau. Denn bis kurz vor dem ersten Bully war unklar, ob Neuzugang Steve Saviano überhaupt mitwirken darf – für den Kanadier fehlte die Spielgenehmigung durch den Verband. Saviano ist seit einer Woche in Weißwasser.

Lausitzer Füchse - Freiburg FOTO: Thomas Heide

Nach dem dritten Freiburger Treffer in der 16. Minute nahm Neilson dann bereits Torhüter Konstantin Kessler vom Eis. Für ihn rückte Olafr Schmidt in den Kasten, der damit zu seinem Profi-Debüt kam. Die Fans auf den Rängen hatten mit einem Spruchband noch einmal an das Weißwasseraner Sommertheater mit der Trennung von Trainer Robert Hoffmann sowie dem Abschied von Eigengewächs Marius Stöber in Richtung Halle erinnert. „Weißwasser – Identität bewahren statt Einheimische verjagen“, lautete die Botschaft.

Trotz des 0:3-Rückstandes standen die Anhänger, die sich vor dem Spiel mit einem blau-gelben Fanmarsch zum Eisstadion auf die neue Saison eingestimmt hatten, hinter dem Team. Im zweiten Drittel gab es dann Grund zum Jubeln. Durch einen Doppelschlag von Charly Jahnke (26.) sowie Vincent Hessler per Penalty (27.) verkürzte Weißwasser auf 2:3. Und kam dann durch David Kuchejda zum 3:3-Ausgleich (37.).

Doch es folgte die nächste kalte Dusche. Torhüter Schmidt griff beim Schuss von Marc Wittfoth daneben (4:3/47.). Kurz vor Schluss spielten die Gastgeber dann vier Minuten lang in Überzahl und machten mächtig Druck. Der Lohn war das 4:4 durch einen Schlagschuss von Maximilian Adam (59.) und die Verlängerung.

Leos Sulak (Trainer Freiburg): „Wir haben sehr gut begonnen. Ab dem 2. Drittel haben wir nicht mehr das gespielt, was wir spielen wollten. Mit einer 3:0-Führung muss man schlauer spielen. In der Verlängerung ist uns das Foul zum Verhängnis geworden. Das darf nicht passieren.“

Corey Neilson (Trainer Weißwasser): „Im 1. Drittel haben wir viele große Fehler gemacht, die Freiburg genutzt hat. Ab dem 2. Drittel haben wir uns dann besser bewegt, der Puck ist schnell gelaufen. Im 3. Drittel war es ein offener Kampf.“

Lausitzer Füchse – Wölfe Freiburg 5:4 n.V. (0:3, 3:0, 1:1/1:0)

Tore: 0:1 Seeger (11.), 0:2 Miner-Barron (11.), 0:3 Neher (16.), 1:3 Jahnke (26.), 2:3 Hessler (27.), 3:3 Kuchejda (37.), 3:4 Wittfoth (47.), 4:4 Adam (59.), 5:4 Adam (64.); Schiedsrichter: Noeller/Salewski; Zuschauer: 2404; Strafminuten: 10/12.

Das nächste Spiel: Eispiraten Crimmitschau – Lausitzer Füchse am Sonntag um 17 Uhr.

Komplette Statistik


Für Corey Neilson war es das erste Pflichtspiel als Füchse-Coach
Für Corey Neilson war es das erste Pflichtspiel als Füchse-Coach FOTO: Thomas Heide