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| 17:11 Uhr

Eishockey
Füchse verlieren Spiel und Kapitän

Füchse-Kapitän Anders Eriksson (r.) schied verletzt aus.
Füchse-Kapitän Anders Eriksson (r.) schied verletzt aus. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Lausitzer Füchse haben das Sechs-Punkte-Wochenende gegen die Kellerkinder der Liga verpasst. Nach dem Sieg in Deggendorf gab es am Sonntag eine Heimniederlage gegen Bayreuth und auch noch den Verlust des Kapitäns. Von Frank Noack

Das bittere Ende für die Lausitzer Füchse verfolgte Anders Eriksson nur noch als Zuschauer hinter der Bande. Der verletzte Kapitän sah am Sonntagabend eine Weißwasseraner 1:2-Niederlage nach Penaltyschießen gegen das DEL2-Schlusslicht Bayreuth Tigers. Die Füchse verpassten damit in der letzten Partie vor der Länderspielpause ein Sechs-Punkte-Wochenende gegen die beiden Kellerkinder. Am Freitag gab es einen 4:2-Erfolg beim Deggendorfer SC.

Vor 2843 Zuschauern starteten die Füchse gegen Bayreuth mit viel Schwung, aber zunächst wenig Genauigkeit im Abschluss. Es dauerte bis zur 14. Minute, ehe Jeff Hayes zur verdienten Führung traf. Ebenfalls im 1. Drittel hätte erneut Hayes bei zwei Großchancen (18./19.) das Ergebnis ausbauen können.

Danach wurde Bayreuth stärker und profitierte von den zunehmenden Nachlässigkeiten der Gastgeber. In der 26. Minute rettete Torhüter Olafr Schmidt in Unterzahl noch gegen Juuso Rajala. Beim Schuss von Jozef Potac (30.) war Schmidt jedoch ohne Chance. Kurz vor dem Ende des 2. Drittel ging dann der Schläger von Verteidiger Chris Owens zu Bruch – ein Bild mit Symbolcharakter für die Weißwasseraner Leistung.

Neben dem Faden in diesem Spiel hatten die Füchse auch noch ihren Kapitän verloren. Anders Eriksson verletzte sich nach einem Check von Felix Linden und musste in der Kabine bleiben. Das Spiel der Gastgeber wurde ohne den Kapitän und derzeitigen Topscorer im 3. Drittel nicht besser. Bei einem Überzahlspiel kurz vor Schluss schnupperten sie zwar noch einmal am Sechs-Punkte-Wochenende – es blieb jedoch beim 1:1 nach der regulären Spielzeit.

In der Verlängerung verpasste Chris Owens den Siegtreffer (65.). Im Penaltschießen traf nur Ville Järveläinen für Bayreuth und sicherte den Gäste den Zusatzpunkt in der insgesamt schwachen Partie.

Die Chance auf das vierte Sechs-Punkte-Wochenende der laufenden Saison erarbeiteten sich die Füchse mit dem glücklichen 4:2-Sieg am Freitagabend beim Deggendorfer SC. Nach dem 2:0-Treffer im 2. Drittel durch Steve Saviano (29.) schienen die Gäste schon auf der Siegerstraße in Niederbayern zu sein. Doch danach wurde Weißwasser leichtsinnig und kassierte den 2:2-Ausgleich. Im 3. Drittel sorgten dann Anders Eriksson (58.) und Steve Saviano (60.) für den Auswäetserfolg beim Aufsteiger.

Ein wichtiger Rückhalt war Förderlizenz-Torhüter Maximilian Franzreb. Am Sonntag saß Franzreb wieder bei den Eisbären Berlin auf der Bank und sah einen 5:3-Heimsieg gegen die Wild Wings Schwenningen.

Sowohl Weißwasser als auch Berlin gehen jetzt in die Länderspielpause. Die Füchse können diese Pause gut gebrauchen. Denn nach dem starken Saisonstart zeigte die Leistungskurve zuletzt nach unten. Die Füchse-Spieler bekommen eine komplette Woche trainingsfrei, kündigte Trainer Corey Neilson am Sonntagabend nach der Niederlage gegen Bayreuth an. Das gab es schon lange nicht mehr im Fuchsbau.

Petri Kujala (Trainer Bayreuth): „Das 1. Drittel war für ein Auswärtsspiel noch okay. Im 2. Drittel mussten wir uns dann beim lieben Gott und unserem Torhüter bedanken. Das letzte Drittel war eines der besten in dieser Saison. Wir sind erleichtert, dass wir Auswärtspunkte mitnehmen können.

Corey Neilson (Füchse-Coach): „Wir haben zwar hart gearbeitet, sind aber fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen. Die Chemie in den Reihen war nicht so, wie sie sein sollte. Uns haben wichtige Spieler gefehlt. Gut, dass wir trotzdem einen Punkt gewonnen haben.“

Lausitzer Füchse – Bayreuth Tigers 1:2 n.P. (1:0, 0:1, 0:0/0:1)

Tore: 1:0 Hayes (14.), 1:1 Potac (30.), 1:2 Järveläinen (65.); Schiedsrichter: Hurtik/Lenhart; Zuschauer: 2843; Straf­minuten: 10/8.

Das nächste Spiel: Eislöwen Dresden – Lausitzer Füchse am 16. November um 19.30 Uhr.

Komplette Statistik

Lausitzer Füchse - Bayreuth FOTO: