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| 22:00 Uhr

Eishockey
Füchse mit Blitztoren zum Sieg

Feodor Boiarchinov (r.) traf bereits in der 1. Minute.
Feodor Boiarchinov (r.) traf bereits in der 1. Minute. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Drittes Spiel, dritter Sieg für die Lausitzer Füchse. Weißwasser überrascht Aufsteiger Deggendorf mit zwei Blitztoren, trotz gibt es harte Trainer-Kritik. Und es gibt emotionale Abschiede. Von Frank Noack

Die Lausitzer Füchse siegen sich weiter durch die DEL2. Weißwasser gewann am Freitagabend gegen den Aufsteiger Deggendorfer SC mit 4:2. Es war bereits der dritte Erfolg im dritten Spiel für das Team des neuen Trainers Corey Neilson. Vor 2097 gelangen den Füchsen zwei Blitztore. Sie festigten mit diesem Heimsieg ihren Platz im oberen Drittel der Zweitliga-Tabelle.

Die Füchse gingen natürlich mit dem Selbstvertrauen der beiden Auftaktsiege gegen die Wölfe Freiburg (5:4 nach Verlängerung) und bei den Eispiraten Crimmitschau (4:1) in das zweite Heimspiel der Saison. „Das war ein guter Start. Jeder Sieg bringt Selbstvertrauen. Und wenn die Jungs bei den Siegen auf den Geschmack kommen, speziell im Derby, ist das eine gute Sache“, hatte Coach Corey Neilson nach dem nahezu perfekten Auftakt-Wochenende erklärt.

Mit diesem Selbstvertrauen legten die Füchse auch gegen Deggendorf los. Bereits nach 45 Sekunden traf Feodor Boiarchinov zur Weißwasseraner Führung. Die Füchse versuchten immer wieder, mit schnellen Kombinationen zum Erfolg zu kommen. Doch die Gäste aus Niederbayern kamen im Verlauf des ersten Drittels besser ins Spiel und ebenfalls zu Torchancen.

Bei den Füchsen stand erneut Olafr Schmidt im Kasten. Auch Charly Jahnke, der am Sonntag für die Eisbären Berlin in der DEL im Einsatz war, kehrte in den Fuchsbau zurück. Die seit der Saisonvorbereitung verletzten Marius Schmidt und Clarke Breitkreuz müssen dagegen weiter pausieren – beide sind eigentlich als Leistungsträger in der Offensive fest eingeplant.

Auch das zweite Drittel begann mit einem Blitzstart der Gastgeber. Maximilian Adam fälschte einen Schuss ab und traf zum 2:0. Diesmal brauchten die Füchse nur 67 Sekunden für den Treffer. Aber sie ließen danach erneut die letzte Konsequenz vermissen und machten damit den Gegner stark. René Röthke (32.) und Andrew Schembri (40.) schossen Deggendorf zurück in dieses Spiel.

Und im dritten Drittel? Ein weiteres Blitztor gelang den Füchsen zwar nicht, dafür aber das 3:2 durch Maximilian Adam in der 46. Minute. Und auch Feodor Boarchinov traf am Freitagabend doppelt. Sein 4:2 brachte die Gastgeber endgültig auf die Siegerstraße (53.).

Vor dem ersten Bully wurden die Füchse-Urgesteine Thomas Götz und André Mücke nun auch offiziell verabschiedet. Sie hatten nach der zurückliegenden Saison ihre Karriere beendet und kürzlich ihr Abschiedsspiel gemeinsam mit vielen langjährigen Weggefährten absolviert. Beiden wird übrigens eine besondere Ehre zuteil: Mit einem gemeinsamen Bild werden sie auf der Tribüne der Eishalle verewigt, kündigte Geschäftsführer Dirk Rohrbach an. „Wir gehen damit neue Wege. Ihr habt viele Jahre mit Herz und Leidenschaft auf dem Eis gestanden. Tausend Dank für alles, das Bild habt ihr euch absolut verdient“, sagte Rohrbach unter dem Beifall der Fans beim emotionalen Abschied von Götz und Mücke.

An Sonntag reisen die Füchse zum EHC Bayreuth (Beginn um 18.30 Uhr).

John Sicinski (Trainer Deggendorf): „Wir haben nicht schlecht gespielt. Aber wir haben jeweils am Anfang des ersten und zweiten Drittels geschlafen. Da hat Weißwasser zwei Tore geschossen. Der Füchse-Torhüter hatte wirklich einen starken Tag. Im dritten Drittel haben wir wieder kleine Fehler gemacht. Das müssen wir endlich korrigieren.“

Corey Neilson (Füchse-Coach): „Wir haben heute nicht gut gespielt. Wir haben zu wenig Druck gemacht, der Puck lief viel zu langsam. Aber wir haben einen Weg gefunden, um das Spiel zu gewinnen. Ich bin glücklich über den Sieg, aber mit der Leistung überhaupt nicht zufrieden. So werden wir nicht mehr viele Spiele gewinnen.“

Lausitzer Füchse – Deggendorfer SC 4:2 (1:0, 1:2, 2:0)

Tore: 1:0 Boiarchinov (1.), 2:0 Adam (22.), 2:1 Röthke (32.), 2:2 Schembri (40.), 3:2 Adam (46.), 4:2 Boiarchinov (53.); Schiedsrichter: Kapzan/Lenhart; Zuschauer: 2097; Strafminuten: 10/12.

Das nächste Spiel: Bayreuth Tigers – Lausitzer Füchse am Sonntag um 18.30 Uhr.

Komplette Statistik

Lausitzer Füchse - Deggendorf FOTO: Thomas Heide