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Eishockey
Füchse fahren mit Sorgen nach Bietigheim

Kapitän André Mücke (l.) kann nicht mit nach Bietigheim reisen.
Kapitän André Mücke (l.) kann nicht mit nach Bietigheim reisen. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Lausitzer Füchse kämpfen auch am Dienstag bei Tabellenführer Bietigheim um die Pre-Playoff-Chance. Trainer Hoffmann hat sein Team immer wieder umgestellt - zuletzt mit Erfolg. Doch diesmal gibt es große Personalsorgen. Von Jan Lehmann und Frank Noack

Schon in den vergangenen Wochen hatte der Coach die Reihen immer wieder verändert, weil er die Durchschlagskraft seiner Mannschaft erhöhen wollte. Hoffmann verdeutlichte: „Wir wollen mehr Geschwindigkeit aufs Eis bringen.“ Deswegen lässt der Coach mittlerweile auch immer vier Angriffsreihen rotieren. Er erklärt: „Das müssen wir machen, weil wir in den nächsten Wochen so viele Spiele haben.“

„Es ist momentan ,Wurscht’, wer mit wem aufs Eis geht.“

Das Risiko, dass unter dieser Rotation das Zusammenspiel der einzelnen Reihen leiden könnte, nimmt Hoffmann in Kauf. Der gebürtige Weißwasseraner formulierte am Sonntag im schönsten Lausitz-Deutsch: „Es ist momentan ,Wurscht’, wer mit wem aufs Eis geht. Jeder muss das System begreifen, jeder muss begreifen, worum es geht. Dann klappt das auch.“

Am Sonntag hat es nahezu perfekt geklappt. Erstmals seit dem Saisonauftakt am 21. September (2:0 beim EHC Freiburg) gewannen die Füchse wieder ein Spiel zu Null. Und mit diesem Sieg erhielten sich die Füchse weiter die kleine Chance auf den Einzug in die Pre-Playoffs. Sechs Zähler beträgt der Rückstand aktuell auf die Heilbronner Falken auf dem zehnten Tabellenplatz. Bei noch sieben ausstehenden Spielen ist die Konkurrenz also in Schlagdistanz.

An diesem Dienstag (19.30 Uhr) könnten die Weißwasseraner den Abstand noch weiter verkürzen – doch dazu bedarf es einer echten DEL2-Überraschung. Beim Spitzenreiter Bietigheim Steelers sind die Füchse klarer Außenseiter. Die Baden-Württemberger, die in den vergangenen vier Jahren immer im DEL2-Finale standen, haben in dieser Saison zu Hause erst dreimal verloren – bei bisher schon 22 Heimspielen. Und die Füchse gingen in dieser Saison in den bisherigen drei Partien gegen die Steelers komplett leer aus. Im November verloren sie in Bietigheim deutlich mit 1:6, die beiden Heimspiele waren etwas knapper (2:3, 2:4).

Und es gibt große Personalsorgen vor dem Duell beim Tabellenführer. Topscorer Anders Eriksson fällt wegen einer Schulterverletzung ohnehin aus. Zudem müssen auch Kapitän André Mücke und Artur Tegkaev zu Hause bleiben. Beide hat eine Grippe erwischt.

Die Favoritenrolle ist also klar verteilt, Hoffmann betonte deshalb vorab: „Wir haben eine verdammt junge Mannschaft, die in jedem Spiel viel lernen muss. Aber am Dienstag gehen wir wieder los und ziehen in den Kampf.“ Es wird in Bietigheim nur über den Kampf funktionieren,  das darauf folgende Auswärtsspiel am Freitag beim Tabellenzweiten SC Riessersee hält für Weißwasser ebenfalls eine extrem schwierige Aufgabe bereit.

Füchse-Trainer Robert Hoffmann wechselte zuletzt oft die Aufstellung.
Füchse-Trainer Robert Hoffmann wechselte zuletzt oft die Aufstellung. FOTO: Thomas Heide