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| 18:30 Uhr

Eishockey
Füchse setzen auf Berliner NHL-Hilfe

Die Los Angeles Kings (hier Drew Doughty) spielen in der NHL. Dank der Eisbären Berlin profitieren auch die Füchse von der besten Liga der Welt.
Die Los Angeles Kings (hier Drew Doughty) spielen in der NHL. Dank der Eisbären Berlin profitieren auch die Füchse von der besten Liga der Welt. FOTO: picture alliance / Eric Canha/Ca / Eric Canha
Weißwasser. Eishockey-Zweitligist aus Weißwasser sucht noch einen ausländischen Stürmer. Wichtige Fakten kommen aus Los Angeles. Von Frank Noack

Die Zusammenarbeit der Lausitzer Füchse mit den Eisbären Berlin aus der DEL war in den vergangenen zwei Jahren alles andere als eine eiskalte Angelegenheit. Doch jetzt soll diese Kooperation noch intensiver, also heißer, werden. Die Fortsetzung der Zusammenarbeit ist beschlossene Sache – ihre Bekanntgabe eine Formsache. Der passende Ort dafür ist auch schon gefunden: Die Verlängerung der Kooperation soll am kommenden Dienstag im Freizeit­ressort Tropical Islands in Krausnick im Rahmen einer Pressekonferenz verkündet werden.

Diese Zusammenarbeit hilft den Lausitzer Füchsen nicht nur im Organisations- und Marketingbereich, sondern auch bei der Zusammenstellung der Mannschaft für die kommende Saison in der DEL2. Speziell bei der Besetzung der noch freien Kontingentstelle soll es Hilfe von den Eisbären geben. Diese Hilfe reicht sogar bis in die NHL, also die beste Liga der Welt. Denn Berlin gehört wie die Los Angeles Kings zur Anschütz-Gruppe. Über diese Verbindung können die Füchse auf den sogenannten Scouting-Report der LA Kings zugreifen. Dabei handelt es sich um eine Datenbank für Spieler. Sie enthält sämtliche Fakten von möglichen Neuzugängen: Stärken, Schwächen, aber auch Charakter­eigenschaften. „Diese Hilfe ist für uns natürlich sehr wertvoll bei der Suche nach neuen Spielern“, sagt Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach.

Drei der vier Kontingentstellen sind in Weißwasser mittlerweile besetzt. Mit Verteidiger Chris Owens sowie den beiden Stürmern Anders Eriksson und Jeff Hayes haben wichtige Leistungsträger der vergangenen Spielzeit, als Weißwasser in den Playdowns gegen Bayreuth den Klassenerhalt sicherte, ihren Vertrag verlängert. Nur Roope ­Ranta schlug das Angebot der Füchse aus und wechselte zum Liga-Konkurrenten Heilbronn.

Das Anforderungsprofil für den gesuchten Stürmer ist klar formuliert. „Wir suchen einen torgefährlichen Spieler mit Führungsqualitäten, der unsere jungen Spieler führen kann“, erklärt Rohrbach. Das muss aber nicht zwangsläufig ein Routinier sein. Dank der Zusammenarbeit mit den Eisbären Berlin könnte es auch ein Spieler sein, der die DEL als Ziel hat und Weißwasser als Sprungbrett nutzen will.

Wie gut diese Zusammenarbeit funktioniert, hat sich in den vergangenen beiden Jahren auf der Torhüter-Position gezeigt. Hier wurde Eisbär Maximilian Franzreb (21) zu einem wichtigen Rückhalt. Der junge Keeper spielte mit einer Förderlizenz in Weißwasser. Die Details für kommende Saison sind allerdings noch offen, weil der langjährige Berliner Torhüter Petri Vehanen seine Karriere beendet hat. Die Eisbären haben sich bisher noch nicht entschieden, ob sie mit dem jungen Duo Marvin Cüpper (24) und Franzreb in die Saison gehen oder erneut eine erfahrene Nummer eins holen.

Klar ist allerdings, dass die Lausitzer Füchse auch weiterhin auf Konstantin Kessler setzen werden. Der 21-Jährige war zuletzt die Nummer zwei hinter Franzreb.

Dirk Rohrbach ist Geschäftsführer der ­Füchse.
Dirk Rohrbach ist Geschäftsführer der ­Füchse. FOTO: Thomas Heide