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| 22:33 Uhr

Eishockey
Lausitzer Füchse Roopen sich aus der Krise

Roope Ranta (l.) jubelt mit Anders Eriksson sowie Artur Tegkaev.
Roope Ranta (l.) jubelt mit Anders Eriksson sowie Artur Tegkaev. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Was für ein Comeback: Weißwasser gewinnt beim Debüt von Ranta gegen Zweitliga-Meister Frankfurt mit 6:1. Trainer Järvenpää lobt aber nicht nur den Rückkehrer. Von Frank Noack

Rückkehrer Roope Ranta hat die Lausitzer Füchse gleich in seinem ersten Spiel zum Sieg geführt. Mit einem 6:1 gegen Zweitliga-Meister Löwen Frankfurt feierte Weißwasser am Freitagabend ein furioses Comeback nach der ­Krise vor der Länderspielpause.

Der Einstand des nur 1,70 Meter großen Finnen war ein Traum in Blau und Gelb. Das Kurzprotokoll des starken Auftakts: Ranta spielt in der zweiten Reihe gemeinsam mit Anders ­Eriksson und Artur Tegkaev. Das Trio benötigt nur Sekunden, als es zum ersten Mal klingelt. Ranta auf Eriksson – 1:0 (1.). Kurz danach holt der schnelle Ranta eine Strafe raus – in der Überzahl fällt das 2:0 durch Chris Owens (4.). Als die Sirene zur ersten Pause ruft, gibt es stehende Ovationen der Fans im Fuchsbau. Es ist der Lohn für eines der besten Drittel in dieser Saison.

Dabei mussten die Gastgeber auch am Freitagabend wieder mit einem kleinen Kader auskommen. Marius Stöber hat sich eine Fuß­verletzung zugezogen und fällt möglicher­weise bis zum Jahres­ende aus. Yannik Mund wurde vom Training freigestellt. Es ist fraglich, ob der Verteidiger eine Zukunft in Weißwasser hat. Die drei Förderlizenzspieler Maximilian Adam, Charlie Jahnke und Vincent Hessler kommen an diesem Wochenende bei den Eisbären Berlin zum Einsatz.

Der amtierende Meister kam erst im zweiten Drittel in Weißwasser an – zumindest auf dem Eis. Selbst vom kongenialen Löwen-Sturmduo C.J. Stretch und Wade MacLeod war bis dahin nicht viel zu sehen. Beide haben in dieser Saison schon 21 der 70 Löwen-Tore erzielt. Tyler Gron verkürzte in der 22. Minute auf 1:2. Die Fans sahen jetzt ein rassiges Zweitliga-Spiel, in dem die Gast­geber weiter vom Ranta-Effekt beflügelt über das Eis stürmten. In der 35. Minute landete erst der Schuss von Marius Schmidt im Frankfurter Tor und dann ein Ranta-Volltreffer im Gesicht von C.J. Stretch. Die verdiente Strafe gegen den Finnen wegen des Faustschlages ging im Torjubel unter. Kurz vor der zweiten Drittelpause fiel sogar noch das 4:1 (40.), als Tegkaev von der Bank in Richtung-Gästekasten lief und traf.

Die Demütigung des Meisters machten die weiter wie entfesselt spielenden Füchse im letzten Drittel dann komplett: Ranta auf Eriksson – 5:1 (49.), 6:1 Kyle Just (52.). Diesmal war Rückkehrer Ranta ausnahmsweise mal nicht beteiligt.

Roope Ranta (M.) war auch vom Meister nicht zu stoppen.
Roope Ranta (M.) war auch vom Meister nicht zu stoppen. FOTO: Thomas Heide

Hannu Järvenpää (Weißwasser): „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Das war eine tolle Mannschaftsleistung. Die frühen Tore haben uns natürlich geholfen. Ich bin froh, dass Roope Ranta zurück ist. Außerdem möchte ich mich für die Unterstützung der Fans bedanken. Das war unsere Nacht!“

Paul Gardner (Frankfurt): „Wir waren bei den frühen Tore nicht konzentriert genug. Wir waren in den gesamten 60 Minuten nicht konzentriert. Die Füchse haben sehr gutes Eishockey gespielt und verdient gewonnen. Ich habe noch viele Freunde und Bekannte in Weißwasser. Sie haben ich heute glücklich gemacht.“

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