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| 19:20 Uhr

Eishockey
Lausitzer Füchse mit Spektakel-Heimsieg

Am Sonntag gab es im Fuchsbau 13 Tore und ein paar Faustkampf-Einlagen auf dem Eis.
Am Sonntag gab es im Fuchsbau 13 Tore und ein paar Faustkampf-Einlagen auf dem Eis. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Was für ein Eishockey-Spektakel: Die Lausitzer Füchse schicken am Sonntag die Heilbronner Falken mit 8:5 nach Hause. Die Partie war ein Auf und Ab der Gefühle. Von Jan Lehmann

Mit ihrem neuen Verteidiger Joel Keussen haben die Lausitzer Füchse in der DEL2 ein erfolgreiches Sechs-Punkte-Wochenende verbucht. Nach dem 4:1-Auswärtssieg am Freitagabend bei den Tölzer Löwen siegten die Weißwasseraner auch am Sonntag zu Hause gegen die Heilbronner Falken mit 8:5 (4:0, 3:4, 1:1). Neuzugang Keussen gab dabei ein erfolgreiches Heimdebüt, die Zuschauer erlebten ein echtes Spektakel.

Mit einem überfallartigen Tor zum 1:0 durch Steven Bär nach nur 53 Sekunden gaben die Füchse gleich die Richtung für dieses Spiel vor. Der Doppelschlag von Mychal Monteith (6.)und Jordan George (7.) innerhalb von 16 Sekunden zum 3:0 tat Heilbronn dann richtig weh, Jeff Hayes setzte noch im ersten Drittel den vierten Treffer (17.) obendrauf.

In doppelter Unterzahl kassierten die Füchse dann nach nur 19 Sekunden im zweiten Drittel das 4:1 durch Justin Kirsch (21.), danach war Heilbronn im Spiel. Derek Damon sorgte mit zwei schnellen weiteren Treffern (22./26.) für das zwischenzeitliche 4:3 und viel Unsicherheit im Fuchsbau. Das 5:3 durch Monteith (28.) ließ Weißwasser dann etwas aufatmen. Das Spiel wurde zum Spektakel, auf beiden Seiten gab es Chancen im Minutentakt. Als Clark Breitkreuz dann auf 6:3 (30.) erhöhte, war Weißwasser wieder in der Erfolgsspur. Kyle Helms verkürzte zwar für Heilbronn auf 6:4 (34.), doch Jordan George (40.) stellte kurz vor der zweiten Drittelpause mit dem 7:4 (40.) für Weißwasser den Drei-Tore-Sicherheitsabstand wieder her.

Dennoch ging das Auf und Ab der Gefühle auch im Schlussdrittel weiter: Tim Bernhard traf für Heilbronn (49.). Doch dann sicherte Weißwasser mit Keussens Hilfe den Heimsieg ab – Breitkreuz traf zum 8:5 (60.) ins leere Gäste-Tor. Die Füchse durften so über den dritten Sieg in Folge jubeln.

In Bad Tölz hatte Neuzugang Joel Keussen einen starken Einstand in Füchse-Trikot gegeben. Der Verteidiger, der zuletzt für die Krefeld Pinguine in der Vorsaison 42 DEL-Spiele absolviert hatte, ist als Ersatz für den verletzten Roberto Geiseler verpflichtet worden. Der fällt mit einem Kreuzbandriss für diese DEL2-Saison aus.

Bereits am Dienstag geht es für Weißwasser weiter. Dann treten die Füchse zum nächsten Sachsenderby bei den Dresdner Eislöwen (19.30 Uhr) an.

Stimmen:

Alexander Mellitzer (Heilbronn): „Auswärts fünf Tore geschossen, mit null Punkten geht es nach Hause. Der Start war alles andere als traumhaft für uns. Wir haben in den ersten zehn Minuten gefühlt nicht einmal den Puck berührt. So kann man auswärts nicht auftreten. Fakt ist: Wir waren nach einer langen Busfahrt nicht bereit zu spielen.“

Corey Neilson (Weißwasser): „Acht Tore zu schießen ist natürlich gut. Wir habenviele Chancen erarbeitet und sie auch genutzt. Aber Heilbronn hat das im zweiten Drittel gut gemacht, als sie in unserer doppelten Unterzahl auch noch den Torhüter rausgenommen haben. Das war ein cleverer Schachzug, dann hatte Heilbronn das Momentum. Defensiv war es zeitweise nicht so gut. Nichtsdestotrotz: Wir haben nun einen guten Lauf.“

Statistik:

Am Freitag: Tölzer Löwen – Lausitzer Füchse 1:4 (0:1, 0:2, 1:1)

Tore: 0:1 Kuchejda (18.), 0:2 Hayes (25.), 0:3 Hayes (32.), 1:3 Wehrs (35.), 1:4 Dietz (57.); Zuschauer: 2011; Schiedsrichter: Falten / Salewski; Strafminuten: 8 / 12

Am Sonntag: Lausitzer Füchse – Heilbronner Falken 8:5 (4:0, 3:4, 1:1)

Tore: 1:0 Bär (1.), 2:0 Monteith (6.), 3:0 George (7.), 4:0 Hayes (17.), 4:1 Kirsch (21.), 4:2 Damon (22.), 4:3 Damon (26.), 5:3 Monteith (28.), 6:3 Breitkreuz (30.), 6:4 Helms (34.), 7:4 George (40.), 7:5 Bernhadt (49.), 8:5 Breitkreuz;    Zuschauer: 2012, Schiedsrichter: Lenhart / Noeller; Strafminuten: 16 / 10

Nächstes Spiel: Dresdner Eislöwen – Lausitzer Füchse (Dienstag, 19.30 Uhr)