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Eishockey
Lausitzer Füchse mit kleinem „Knalleffekt“

Es war das erwartet enge Derby: Hier kämpfen Füchse-Verteidiger Erik Hoffmann (r.) und Rene Kramer um den Puck.
Es war das erwartet enge Derby: Hier kämpfen Füchse-Verteidiger Erik Hoffmann (r.) und Rene Kramer um den Puck. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Trotz einer Leistungssteigerung verliert Weißwasser das Derby gegen Dresden 2:3 n.P. Von Frank Noack

Die Lausitzer Füchse haben den erhofften „Knalleffekt“ im Derby gegen die ­Eislöwen Dresden verpasst – aber nur ganz knapp. Denn Weißwasser musste sich am Freitagabend dem Erzrivalen erst im Penaltyschießen mit 2:3 geschlagen geben. Vor 2668 Zuschauern belohnten sich die Gastgeber immerhin mit dem einen Punkt für die deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu den Niederlagen in den vergangenen ­Wochen.

Die Vorzeichen: Geschäftsführer Dirk Rohrbach hatte bereits im Vorfeld von der Hoffnung auf einen Knalleffekt gesprochen: „Die Spiele gegen Dresden sind ganz besonders emotional. Die Fans sind heiß und die Spieler noch konzentrierter. Ich hoffe, dass daraus ein echter Knalleffekt für uns entstehen kann.“

Die Personalien: Beide Teams gingen mit großen Personalsorgen in dieses Sachsenderby. Bei den Füchsen fehlten die drei Förderlizenzspieler Maximilian Adam, Vincent Hessler und Charly Jahnke, die an diesem Wochenende bei den Eisbären Berlin zum Einsatz kommen, weil auch dort der Kader dezimiert ist. Zudem musste Weißwasser auf Roberto Geiseler verzichten, der mit den Nachwirkungen eines Checks kämpft. Dresden musste mit Petr Macholda sowie Ex-Fuchs Steve Hanusch ebenfalls auf ganz wichtige Abwehrspieler verzichten.

Das Comeback: Neuzugang Chris Owens konnte endlich sein erstes Pflichtspiel absolvieren. Der Kanadier hatte sich während der Saisonverteidigung verletzt. Das Pflichtspiel-Debüt von Owens im Trikot der Füchse bedeutete aber auch, dass ein ausländischer Spieler diesmal von der Tribüne aus ­zuschauen musste. Pro Partie sind nur fünf Kontingentspieler zugelassen. Diesmal traf es den Schweden Viktor Lennartsson.

Das Spiel: Trotz eines engagierten Starts ­gerieten die Gastgeber aber schon wieder im 1. Drittel in Rückstand – so wie auch in den vergangenen ­Partien. Steven Rupprich in der 13. Minute und Nick Huard (14.) ­trafen für die Eislöwen. Immerhin erzielte Marius Stöber umgehend den 1:2-Anschlusstreffer (15.). Die Lausitzer Füchse kamen nun immer besser ins Spiel. Spätestens nach dem 2:2-Ausgleich durch ­Kapitän André Mücke in der 24. Minute war es ein Derby auf Augenhöhe: schnell, rassig und mit vollem Einsatz. Die Gastgeber setzten ­Dresden immer wieder unter Druck. In der Verlängerung wurde ein Tor der Füchse abgepfiffen. Beim anschließenden Penalty scheiterte Mücke. Im Penaltyschießen erzielte Martin Davidek dann den Siegtreffer für Dresden.

Die Reaktionen: Trotz der Niederlage sorgte das Team von Trainer Hannu Järvenpää mit dem Punktgewinn immerhin für einen kleinen „Knalleffekt“: „Natürlich bin ich enttäuscht, sehr enttäuscht. Aber die Leistung war deutlich besser als am vergangenen Wochenende.“ Lob gab es auch von Gäste-Coach Franz Steer: „Weißwasser hat großartig gekämpft. Das Spiel war sehr offen. Wir haben zwar ­gewonnen, aber sicher nicht unser bestes Spiel gemacht.“

Die Statistik: Lausitzer Füchse gegen Eislöwen Dresden

Der Ausblick: Für die Füchse geht es am Sonntag mit dem Auswärtsspiel beim EHC Bayreuth weiter. Die Partie beginnt um 18.30 Uhr.

Chris Owens machte sein erstes Pflichtspiel.
Chris Owens machte sein erstes Pflichtspiel. FOTO: Thomas Heide