ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:14 Uhr

Weißwasser startet Saisonvorbereitung (Mit Kader-Grafik)
Füchse investieren noch mehr Geld ins Team

 Clarke Breitkreuz (l.) gehörte in der vergangenen Saison zu den Leistungsträgern.
Clarke Breitkreuz (l.) gehörte in der vergangenen Saison zu den Leistungsträgern. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Der Eishockey-Zweitligist aus Weißwasser startet am Montag in die Vorbereitung. Das Saisonziel ist erneut die Playoff-Runde – mindestens. Denn die Lausitzer Füchse investieren noch mehr Geld ins Team. Von Frank Noack

Es wird frostiger in der Eishalle in Weißwasser! Das liegt ­allerdings ausschließlich an der neuen Technik, welche in der mittlerweile in Wee-Arena umbenannten Halle eingebaut worden ist. In sportlicher Hinsicht könnte es dagegen nach Rang fünf in der vergangenen DEL2-Saison erneut eine heiße Spielzeit für die Lausitzer Füchse werden.

Geschäftsführer Dirk Rohrbach ist jedenfalls überzeugt davon, dass der neue Kader noch mehr leisten kann als  das Team der Vorsaison. „Wir haben einen starken Kader beisammen und noch mehr investiert als zuletzt. Die neue Mannschaft ist ausgeglichener besetzt. Sie ist eine spannende Mischung aus erfahrenen Spielern und jugendlicher Dynamik“, betont Rohrbach kurz vor dem Start der Saisonvorbereitung.

Ab Montag beziehen die Lausitzer Füchse ein fünftägiges Trainings­lager in Berlin. Am Sonntag folgt dann zu Hause in Weißwasser der traditionelle Testspiel-Auftakt gegen den Kooperationspartner Eisbären Berlin (Beginn um 16 Uhr).

Pünktlich zum Start der Vorbereitung wurde der Kader endgültig komplettiert. Mit dem englischen Nationalspieler Robert Farmer (Nottingham Panthers) und dem Deutsch-Tschechen Tomas Andres stehen zwei weitere Stürmer unter Vertrag. Andres kommt aus der 2. Liga Frankreichs von den Lyon Lions. Mit Farmer wurde auch die vierte und letzte Kontingentspieler besetzt.

Zwischenzeitlich hatten die Füchse zwar gehofft, dass diese Stelle durch einen Probespieler der Eis­bären Berlin ausgefüllt werden kann. Diese Pläne haben sich aber zerschlagen, weil der betreffende Spieler sich gegen die Perspektive DEL und für einen Verbleib in Übersee entschieden hat.

Dass mit Robert Farmer ausgerechnet jener Spieler „nur“ einen Tryout-Vertrag bekommt, den ­Trainer Corey Neilson aus der gemeinsamen Zeit bei den Nottingham Panthers in England in- und auswendig kennt, hat laut Rohrbach einen simplen Grund: „Wir haben für diese Stelle erst einmal nur ein bestimmtes Budget zur Verfügung. Nach den drei Monaten werden wir sehen, wie die Konstellation ist.“ An den sportlichen Qualitäten von Farmer gibt es keine Zweifel. In den vergangenen drei Jahren überzeugte er mit seiner Kontinuität und sammelte 102 Scorerpunkte.

 Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach: „Spannende­ ­Mischung.“
Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach: „Spannende­ ­Mischung.“ FOTO: Thomas Heide

Die Fans der Lausitzer Füchse können sich in jedem Fall auf einen interessanten Neuanfang freuen. Es gab mehr als ein Dutzend Abgänge und auch Zugänge. Beim Sponsorenabend am Donnerstagabend stimmte der Zweitligist seine Geldgeber auf die neue Spielzeit ein. Das Gesamtbudget für die kommende Spielzeit liegt erneut bei rund 2,8 Millionen Euro. Der Spieler­etat wird allerdings von 800 000 auf 900 000 Euro angehoben.

Aus Sicht von Rohrbach leitet sich aus dieser Erhöhung zwingend das Saisonziel ab. Das Thema Abstiegskampf und Playdowns soll in Weißwasser genau wie schon 2018/19 kein Thema sein. „Mit diesem ­Kader muss unser Anspruch mindestens Rang sechs sein“, erklärt Rohrbach. Die Füchse wollen also erneut auf direktem Weg in die Playoff-Runde einziehen.

Alle vier Kontingentstellen wurden neu vergeben – drei dieser vier Lizenzen gingen an Stürmer. Nicht zuletzt von den Neuzugängen wie Darcy Murphy (Belfast Giants) und Mike Hammond (Manchester Storm) erhoffen sich die Füchse noch mehr Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor und eine Verbesserung im Powerplayspiel.

Wie heiß die Fans auf die neue ­Saison sind, zeigen die 866 Dauerkarten, die der Zweit­ligist verkauft hat – das ist Vereinsrekord!  2018/19 waren es 730 Dauerkarten. Der Ansturm trotz einer Preissteigerung von etwa sieben Prozent sorgt übrigens dafür, dass pro Heimspiel jeweils nur noch 250 Sitzplatzkarten für den freien Verkauf zur Verfügung stehen.

Bei dieser Begeisterung der Anhänger dürften sich auch die drei bis vier Grad geringere Hallen­temperatur locker verkraften lassen. Zumal bei künftig 10 Grad Lufttemperatur die Eisqualität für die Spieler noch besser werden soll.

FOTO: LR / Elisabeth Wrobel