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| 22:09 Uhr

Eishockey
Lausitzer Füchse holen ersten Derby-Sieg

Anders Eriksson (l.) setzt sich gegen Alexander Höller durch.
Anders Eriksson (l.) setzt sich gegen Alexander Höller durch. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Weißwasser gewinnt gegen die Eislöwen Dresden 4:3, Tabellenplatz zehn bleibt dennoch in weiter Ferne. Gefeiert wird im Fuchsbau aber trotzdem. Von Frank Noack

Das ist ja sogar eine kleine Siegesserie! Nach dem Auswärtserfolg in Bad Tölz haben die Lausitzer Füchse am Freitagabend mit dem 4:3 gegen die Eislöwen Dresden im sechsten Versuch endlich auch den ersten Derby-Erfolg in der laufenden Saison der DEL2 ­geholt. Zuvor waren alle Partien gegen Dresden und Crimmitschau verloren gegangen.

Trotz des verdienten Heimsieges vor 2681 Zuschauern hat Weißwasser weiterhin zwölf Punkte Rückstand auf Rang zehn, der den vorzeitigen Klassen­erhalt bedeuten würde. Denn der EC Bad Nauheim setzte sich in Freiburg mit 4:0 durch.

Die Startphase ging an die Gastgeber. Bereits in der 2. Minute erzielte Topscorer Anders Eriksson die Führung. Er war in Überzahl im Nachschuss erfolgreich, nachdem Eis­löwen-Keeper Marco Eisenhuth den Schuss von Chris Owens prallen ließ. Auch danach machten die Füchse viel Druck. Die beste Chance der Gäste im ersten Drittel hatte Martin Davidek (9.). Er lief nach einem Fehler von Owens an der gegnerischen blauen Linie allein auf Torhüter Maximilian Franzreb zu. Die ­Derby-Stimmung kochte kurz vor der ersten Sirene dann richtig hoch, als sich Maximilian Adam und der Dresdner Christoph Körner ­einen Faustkampf lieferten.

Unmittelbar nach Wiederbeginn kam Dresden zwar zum 1:1-Ausgleich durch Martin Davidek. Aber Artur Tegkaev brachte die Füchse kurz danach wieder in Führung (2:1/23.). Es entwickelte sich jetzt ein umkämpftes, ausgeglichenes Derby. In der 40. Minute sorgte Martin Davidek erneut für den Ausgleich.

Aber die Füchse wollten unbedingt diesen ersten Derby-Sieg – und sie bissen im letzten Drittel erneut zu. André Mücke (3:2/44.) und Chris Owens (4:2/49.) schossen die entscheidenden Tore, ehe Dresden durch Matt Siddall (60.) noch einmal verkürzen konnte und das Derby wieder spannend machte.

Erst die Schlusssirene erlöste die Füchse und ihre Fans - entsprechend ausgelassen wurde der erste Derby-Sieg der Saison gefeiert.

Am Sonntag spielen die Füchse bei Schlusslicht EHC Bayreuth. Die Partie beginnt um 18.30 Uhr.

Franz Steer (Dresden): „Wir sind natürlich mit der Niederlage nicht glücklich. Wir hatten genügend Chancen, um das Spiel zu drehen.“

Robert Hoffmann (Weißwasser): „Es war ein ausgeglichenes Spiel. Am Ende hatten wir zwar auch die nötige Portion Glück, aber wir haben auch hart für diesen Sieg gearbeitet. Ich bin froh, dass Spieler und Fans wieder lachen können.“

Lausitzer Füchse – Eislöwen Dresden 4:3 (1:0, 1:2, 2:1)

Tore: 1:0 Eriksson (2.), 1:1 Davidek (21.), 2:1 Tegkaev (23.), 2:2 Davidek (40.), 3:2 Mücke (44.), 4:2 Owens (49.), 4:3 Siddall (60.); Schiedsrichter: Fischer/Sicorschi; Zuschauer: 2681; Strafminuten: 18/14.