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Eishockey
Lausitzer Füchse holen ersten Auswärtssieg

Füchse-Stürmer Marius Schmidt (l.) kämpft mit dem Heilbronner Dennis Palka im Heimspiel am Freitagabend um den Puck.
Füchse-Stürmer Marius Schmidt (l.) kämpft mit dem Heilbronner Dennis Palka im Heimspiel am Freitagabend um den Puck. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser/Ravensburg. Der Eishockey-Zweitligist aus Weißwasser gewinnt am Sonntag bei den Ravensburg Towerstars 5:3. Trotzdem gibt es Kritik. Schuld ist die überaus schwache Startphase im Heimspiel gegen Heilbronn. Von Frank Noack

Dieses Wochenende war ein Wechselbad der Gefühle für die Lausitzer Füchse und ihre Fans. Am Freitagabend bei der 3:4-Heimniederlage nach Verlängerung gegen die Heilbronner Falken gab es trotz des frühen Drei-Tore-Rückstandes immerhin noch einen Punkt. Am Sonntagabend erkämpften sich die Füchse beim 5:3 gegen die Ravensburg Towerstars den ersten Auswärtssieg in dieser DEL2-Saison und rückten zumindest in das Mittelfeld der Tabelle vor. Im siebten Spiel war es allerdings erst der zweite Dreier für die Mannschaft von Cheftrainer Hannu Järvenpää.

Auch in Ravensburg liefen die Füchse vor 2380 Zuschauern zunächst einem Rückstand hinterher. Die Gastgeber aus Oberschwaben um Ex-Fuchs Jakub Svoboda lagen schon mit 2:0 vorn, ehe Kyle Just nach 24 Minuten zum ersten Mal für Weißwasser traf. Später glichen Viktor Lennartsson (3:2/33.) und Artur Tegkaev (43.) zum 3:3 aus.

In dieser Phase konnte Weißwasser auch das Spiel ausgeglichen gestalten. In den letzten Minuten wurde die Partie dann zum offenen Schlagabtausch – mit dem besseren Ende für die Gäste. In der 58. Minute schoss Anders Eriksson erst das 4:3 und als Ravensburg den Torhüter vom Eis nahm auch noch das 5:3-Siegtor (60.). Im Sachsenderby setzten sich die Eispiraten Crimmitschau am Sonntagabend gegen die Eislöwen Dresden mit 3:2 nach Verlängerung durch.

Die Startphase am Freitag gegen Heilbronn war aus Weißwasseraner Sicht unterirdisch. Denn nach 17 Minuten lagen die Gastgeber bereits mit 0:3 zurück. Bei den Füchsen lief zunächst überhaupt nichts zusammen. „Heilbronn war in den ersten beiden Dritteln brutal stark. Da waren unsere Jungs teilweise überfordert. Wie wir in den ersten 40 Minuten aufgetreten sind, das ist aus unserer Sicht als Trainer fragwürdig“, erklärte Füchse-Co-Trainer Robert Hoffmann.

Das Positive: Die Gastgeber kamen trotzdem noch einmal zurück in dieses schon verloren geglaubte Heimspiel. Kyle Just nährte die Hoffnung mit dem 1:3 in der 18. Minute. Dann dauerte es allerdings bis in die Schlussphase, ehe Weißwasser der Ausgleich gelang. Maximilian Adam traf in der 57. Minute zum 2:3, erneut Kyle Just erzielte in der Schlussminute dann den 3:3-Ausgleich (60.). Zumindest ein Punkt war also gesichert. „Im letzten Drittel hat die Mannschaft Charakter gezeigt. Wir sind froh, dass wir noch einen Punkt geholt haben. Alles andere wollen wir schnell vergessen“, erklärte Co-Trainer Hoffmann und forderte mit Blick auf die kommenden Wochen: „Die generelle Einstellung unserer Jungs von der ersten Minute an muss sich ändern.“

Steven Bär fehlte in den Spielen gegen Heilbronn und in Ravensburg. Der Verteidiger ist nach Vereinsangaben „aus privaten Gründen“ kurzfristig nach Mannheim gereist. Er wird in dieser Woche zurück in Weißwasser erwartet. Die Abwehrspieler Adam Penc und Marius Nägele wurden mit Förderlizenzen für Oberligist Selb ausgestattet.

 Weiter geht es für die Füchse am Freitag mit dem Heimspiel gegen den SC Riessersee (Beginn um 19.30 Uhr). Am Sonntag reist Weißwasser nach Bad Tölz (19 Uhr).