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Eishockey
Füchse wollen auf Pre-Playoff-Platz klettern

Jeff Hayes (r., hier mit Roope Ranta) erzielte zwei Tore in Kaufbeuren.
Jeff Hayes (r., hier mit Roope Ranta) erzielte zwei Tore in Kaufbeuren. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Lausitzer Füchse können an diesem Sonntag das Jubiläumswochenende mit einem Heimsieg gegen Freiburg und dem Sprung auf einen Pre-Playoff-Platz krönen. Der Auftakt war jedoch alles andere als Party. Von Frank Noack

85 Jahre Eishockey in Weißwasser: Bei den Lausitzer Füchsen wird an diesem Wochenende auf und neben dem Eis gefeiert. Los ging es am Freitagabend mit einem Festakt in der Eisarena – und mit dem 5:3-Auswärtssieg der Füchse in der DEL2 beim ESV Kaufbeuren. Am Samstag setzte sich dann eine Weißwasseraner Legenden-Auswahl gegen Berlin mit 8:4 durch. Dreifacher Torschütze war Jens Schwabe. Die Auswahl von Dynamo Weißwasser wurde von Roland Herzig und Ralf Hantschke trainiert.

An diesem Sonntag um 17 Uhr komplettiert das Heimspiel gegen die Wölfe Freiburg das Festwochenende. Die Mannschaft um Kapitän André Mücke wird dabei in Jubiläumstrikots auflaufen. Freiburg liegt derzeit auf Platz elf, dahinter folgen die punktgleichen Füchse. Die aktuelle Konstellation im Kampf um die Pre-Playoffs: 10. Heilbronn (31 Punkte), 11. Freiburg (30), 12. Weißwasser (30.). Die Füchse benötigen also einen Sieg gegen Freiburg und Schützenhilfe der Eispiraten Crimmitschau, die in Heilbronn spielen.

Der sportliche Start in das Feier-Wochenende am Freitag verlief in jedem Fall überaus gelungen. Denn mit dem Sieg in Kaufbeuren stellten die Füchse den Anschluss zu den Pre-Playoff-Plätzen her. „Ich glaube, dass heute die bessere Mannschaft gewonnen hat. Wir wussten, was in Kaufbeuren auf uns zukommt. Aber wir haben den richtigen Weg gefunden. Ich bin stolz auf meine Jungs“, erklärte Trainer Robert Hoffmann.

Dabei sah es vor 2109 Zuschauern zunächst überhaupt nicht nach einer Füchse-Feier im Allgäu aus. Denn die Gäste starteten schwach und gerieten im ersten Drittel durch den Treffer des Kaufbeurer Topscorers Sami Blomqvist mit 0:1 in Rückstand (15.). Danach legte Weißwasser jedoch deutlich zu. Überragender Spieler der Blau-Gelben war Jeff Hayes, der zwei Treffer erzielte und außerdem noch eine Vorlage beisteuerte.

Trainer Hoffmann machte die lange Anreise nach Kaufbeuren für den schwachen Start seiner Mannschaft verantwortlich: „Im ersten Drittel haben wir uns etwas schwer getan. Aber das ist logisch, wenn du den ganzen Tag im Bus sitzt. Da musst du erst deine Beine finden. Das geht jeder Mannschaft in dieser Liga so. Wir haben es nicht so gut wie die Fußballer, die zwei Tage vorher fahren und sich in Ruhe vorbereiten können. Ab dem zweiten Drittel sind wir besser ins Spiel gekommen.“

Favorit Kaufbeuren hatte zwar viele Chancen, scheiterte aber immer wieder an Konstantin Kessler im Tor der Füchse. „Wir haben gut angefangen, aber es kommt viel zu wenig raus. Im zweiten Drittel haben wir zu viele Strafen genommen. Und dann verlierst du halt solche Spiele“, analysierte ESVK-Coach Andreas Brockmann.

In der Tat war Weißwasser in dieser Partie das diszipliniertere Team. Kaufbeuren kassierte insgesamt 14 Strafminuten, die Füchse dagegen nur vier. Zwei der fünf Treffer erzielten sie in Überzahl. Am Ende durfte sich Trainer Hoffmann nicht nur über den vierten Sieg im fünften Spiel unter seiner Regie freuen, sondern auch über einen gelungenen Start in das Jubiläumswochenende: „Hintenheraus hatten wir sicher auch ein wenig Glück, aber letztlich war es harte Arbeit.“ Selbst eine Party ist manchmal halt mit ganz viel Arbeit verbunden.

ESV Kaufbeuren – Lausitzer Füchse 3:5 (1:0,1:2,1:3)
Tore: 1:0 Blomqvist (15.), 1:1 Hayes (22.), 2:1 Laaksonen (28.), 2:2 Schmidt (35.), 2:3 Götz (44.), 3:3 Sarault (46.), 3:4 Neuert (47.), 3:5 Hayes (60.); Schiedsrichter: Aumüller/Kannengießer; Zuschauer: 2109; Strafminuten: 14/4.