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| 11:00 Uhr

Eishockey
Füchse gehen mit Trotz und Zuversicht in die Abstiegsrunde

Anders Eriksson meldete sich im Spiel gegen Bad Nauheim zurück. Der Schwede könnte ein wichtiger Faktor in den Playdowns werden.
Anders Eriksson meldete sich im Spiel gegen Bad Nauheim zurück. Der Schwede könnte ein wichtiger Faktor in den Playdowns werden. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Weißwasseraner müssen nach dem missglückten Endspurt in der DEL2 nun gegen Bayreuth um den Klassenerhalt kämpfen.

Von Jan Lehmann

Schon vor dem letzten Spiel in der DEL2-Hauptrunde war für die Lausitzer Füchse trotz einiger waghalsiger Rechenexperimente klar: In dieser Saison müssen sie wieder in die Abstiegsrunde. Für den sich stetig stabilisierenden Eishockey-Standort Weißwasser ist dies inzwischen fast schon als eine Art Betriebsunfall zu werten. In den zurückliegenden sieben Spielzeiten ist dies erst das zweite Mal, dass die Füchse den vorzeitigen Klassenerhalt verpasst haben.

Doch dieses Mal hat der Endspurt mit zuletzt vier Siegen in Folge in der Hauptrunde nicht gereicht – das Spiel am Sonntagabend (18.30 Uhr) bei den Wölfen Freiburg hat keine große Bedeutung mehr. Im Fuchsbau schaut man schon in Richtung Playdowns gegen den ehemaligen ­Kooperationspartner EHC Bayreuth. Am Dienstag, 13. März, steigt in Weißwasser die erste Partie in der Serie „best of seven“, in der also vier Siege für den Klassenerhalt nötig sind.

Trainer Robert Hoffmann: „Wir haben uns nichts vorzuwerfen.“
Trainer Robert Hoffmann: „Wir haben uns nichts vorzuwerfen.“ FOTO: Thomas Heide

Füchse-Coach Robert Hoffmann geht mit Zuversicht und auch etwas Trotz in diese Spiele. Er betonte nach dem letztlich wertlosen 3:2-Heimsieg am Freitagabend gegen den EC Bad Nauheim: „Wir haben uns nichts vorzuwerfen, wir haben ehrliche Arbeit abgeliefert. Jetzt können wir kurz enttäuscht sein, und dann geht es weiter. Wir gehen selbstbewusst in die nächsten Spiele.“

Wem man etwas vorwerfen könnte, ließ Hoffmann offen. Meinte er etwa den ehemaligen Füchse-Coach Hannu Järvenpää, der das Team Ende November Hals über Kopf in Richtung Ungarn verlassen hatte? Die Bilanz des Schwedens waren 19 Punkte aus 21 Spielen (Punkteschnitt 0,9). Unter Hoffmann kamen danach 50 Punkte aus 30 Spielen (Punkteschnitt 1,66) dazu.

Oder deutete Hoffmann an, dass die Ergebnisse in den letzten Spielen der Hauptrunde nicht alle unbedingt so zu erwarten gewesen seien? Beispielsweise dieses desolate 1:7 von Spitzenreiter Bietigheim im vieldiskutierten Nachholspiel in Crimmitschau. Der Spitzenreiter war mit einem Mini-Kader und offenbar auch nur Mini-Motivation angereist. Die Eispiraten, mit denen Weißwasser ja noch um einen Pre-Playoff-Platz kämpfte, hatten ein leichtes Spiel.

Doch in Weißwasser fasst man sich gewiss auch an die eigene Nase. Ausschlaggebend war schließlich auch, dass die Füchse in den vermeintlichen Sechs-Punkte-Spielen wie beispielsweise in Bad Nauheim oder Heilbronn zu viel liegen ließen.  Deshalb geht der Blick nun eher voraus – in Richtung Bayreuth. Trainer Hoffmann erklärte knapp und kampfeslustig: „Wir werden kurz Luft holen, uns professionell vorbereiten und hart arbeiten – wie immer.“