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| 18:16 Uhr

Eishockey
Füchse verpassen erneute Überraschung

Füchse-Stürmer Roope Ranta (M.) im Duell mit Max Prommersberger und Marcus Sommerfeld.
Füchse-Stürmer Roope Ranta (M.) im Duell mit Max Prommersberger und Marcus Sommerfeld. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Trotz guter Leistung haben die Lausitzer Füchse eine erneute Überraschung verpasst. Zwei Tage nach dem Sieg bei Meister Frankfurt unterlag Weißwasser am Samstag gegen Tabellenführer Bietigheim. Von Frank Noack

Einen Tag vor Silvester boten die Lausitzer Füchse ihren Fans zwar über weite Strecken ein spielerisches Feuerwerk - am Ende der gutklassigen Partie gingen sie jedoch leer aus. Weißwasser verlor zu Hause gegen DEL2-Tabellenführer Bietigheim Steelers mit 2:4. Trotzdem gab es am Ende viel Beifall von den Fans für die Mannschaft von Trainer Robert Hoffmann.

Am Donnerstag hatten sich die Füchse in einem torreichen Spiel mit 5:4 nach Verlängerung beim amtierenden Zweitliga-Meister Löwen Frankfurt durchgesetzt. In der Tabelle liegt Weißwasser weiter auf Platz zwölf und damit auf einem Playdown-Rang.

Die 2911 Zuschauer erlebten am Samstag von der ersten Minute an eine engagierte Leistung der Füchse gegen den Favoriten aus Bietigheim. In der 19. Minute hatte der schnelle Roope Ranta nach einem tollen Solo gleich zwei Mal die Chance zur Führung - sie wäre nicht unverdient gewesen. Aber auch den Nachschuss konnte Steelers-Keeper Sinisa Martinovic im Fallen noch irgendwie mit dem Arm abwehren.

Bei den Füchse fehlte kurzfristig Roberto Geiseler. Der Verteidiger hatte sich am Donnerstag beim Sieg in Frankfurt verletzt.

Mit Beginn des zweiten Drittels waren dann auch die Gäste endgültig in Weißwasser angekommen. Denn Bietigheim erhöhte jetzt den Druck und zeigte einige feine Kombinationen. Beim 1:0 durch Rob Brown in der 30. Minute profitierte der Tabellenführer allerdings von einem Patzer durch Füchse-Torhüter Maximilian Franzreb, der den Puck zwar hielt, ihn dann aber wieder direkt zu Brown spielte.

In der 36. Minute fielen dann gleich zwei Treffer. Ryan Warttig erzielte zunächst den Ausgleich für Weißwasser, ehe Benjamin Zientek die Gäste wieder mit 2:1 in Führung schoss.

Im letzten Drittel sorgte Füchse-Topscorer Anders Eriksson für den umjubelten 2:2-Ausgleich (52.). Aber die Füchse und ihre Fans konnten sich darüber nicht lange freuen. Denn in der 54. Minute wurde Frederik Cabana am langen Pfosten freigespielt und erzielte das 3:2. In der Schlussphase nahmen die Gastgeber Torhüter Franzreb vom Eis. Matt McKnight traf in der 60. Minute ins leere Tor zum 2:4-Endstand.

Vor dem Spiel wurde der langjährige Füchse-Sprecher Andreas Friebel verabschiedet, der den Verein zum Jahresende verlässt. Bei seinem letzten Auftritt am Mikrofon versagten dem 41-Jährigen kurzzeitig die Stimme, als er von den Emotionen übermannt wurde. „Wenn einer geht, ist er nicht wirklich weg. Denn wir bleiben immer Teil dieser großartigen Füchse-Familie“, sagte Friebel, ehe er das Mikro an seinen Nachfolger Ronald Byron übergab.

Kevin Gaudet (Bietigheim): „Weißwasser war im ersten Drittel die bessere Mannschaft. Wir hatten zum Glück mit Sinisa Martinovic einen sehr guten Torhüter. Ab dem zweiten Drittel sind wir besser ins Spiel gekommen. Aber es war ein Kampf von Anfang bis Ende.“

Robert Hoffmann (Weißwasser): „Wir haben uns gut vorbereitet auf Bietigheim. Im ersten Drittel hätten wir vielleicht zwei Tore machen können. Aber da fehlt uns noch die Kaltschnäuzigkeit. Ich weiß, das klingt langweilig – es ist aber so. Insgesamt haben wir einem Topteam einen großen Kampf geliefert.“


Lausitzer Füchse - Bietigheim Steelers 2:4 (0:0, 1:2, 1:2)
Tore: 0:1 Brown (30.) 1:1 Warttig (36.), 1:2 Zientek (36.), 2:2 Eriksson (52.), 2:3 Cabana (54.), 2:4 McKnight (60.); Schiedsrichter: Erdle/Haupt; Zuschauer: 2911; Strafminuten: 2/4

Komplette Statistik

Die nächsten Ansetzungen: Mittwoch: Lausitzer Füchse – EC Bad Nauheim (19.30 Uhr); Freitag: Lausitzer Füchse – Heilbronner Falken (19.30 Uhr); Sonntag: Ravensburg Towerstars – Lausitzer Füchse (18.30 Uhr).