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Weißwasser
Lausitzer Füchse feiern unter Druck

André Mücke schaut nach vorn: „Ein Fortschritt ist zu sehen.“
André Mücke schaut nach vorn: „Ein Fortschritt ist zu sehen.“ FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Eishockey-Weißwasser begeht an diesem Wochenende den 85. Vereinsgeburtstag und kann sich einen Pre-Playoff-Platz schenken. Kapitän André Mücke sieht das Team auf dem richtigen Weg - allerdings erst nach dem Trainerwechsel. Von Frank Noack

Gefeiert wird an diesem Wochenende bei den Lausitzer Füchsen in jedem Fall. Passend zum 85. Vereinsgeburtstag des Eishockeys in Weißwasser hat der Zweit­ligist erstmals seit Wochen wieder die Pre-Playoff-Plätze und damit den vorzeitigen Klassen­erhalt in Sichtweite. Mit den Partien am Freitag beim ESV Kaufbeuren (19.30 Uhr) und am Sonntag zu Hause gegen die Wölfe Freiburg (17 Uhr) geht es gegen zwei Kon­trahenten, die ebenfalls in dieser Tabellen­region angesiedelt sind.

„Wir wollen natürlich in Kauf­beuren Punkte holen. Und Freiburg ist ein Gegner, der geschlagen ­werden muss. Diesen Druck müssen wir uns auch selbst geben“, erklärt Kapitän André Mücke im Interview mit „Füchse-TV“. „Wir wollen da ­unten raus, wir wollen in die Pre-Playoffs. Da müssen wir na­türlich gegen solche Mannschaften punkten.“

Unter dem neuen Chefcoach ­Robert Hoffmann gab es bislang drei Siege in vier Spielen. Für Mücke, der am Freitag in Kaufbeuren sein 700. Zweitliga-Spiel bestreiten wird, ist die Mannschaft nach dem ­Trainerwechsel jetzt auf dem ­richtigen Weg: „Wir spüren de­finitiv ein besseres Gefühl in der Kabine. Es ist auf jeden Fall ein Fortschritt zu sehen. Kampf und Willen kann man der Mannschaft nicht ab­sprechen.“

In dem Interview mit „Füchse-TV“ nimmt der Kapitän noch einmal sehr offen Stellung zum über­raschenden Abschied von Chef­trainer Hannu Järvenpää. Auch für ihn sei es ein Schock gewesen, räumt der 34-jährige Abwehrspieler ein. „Als mich der Trainer am Mittwochabend angerufen hat, war ich schockiert. Er hat es dann mir über­lassen, ob ich sofort die Mannschaft informiere. Ich habe ihm gesagt: Ne, Trainer, das kannst du der Mannschaft selbst mitteilen. Das hat er dann am Donnerstag gemacht. Man hat in den Gesichtern gesehen, dass alle schockiert waren.“

Der Abschied von Järvenpää habe einen „faden Beigeschmack“, findet Mücke: „Weil er gleich einen anderen Job hatte. Aber er muss ­allein wissen, was er macht.“ Pikanterweise sind Kaufbeuren und Freiburg jene Gegner, die das Aus beschleunigt ­haben. Mit der 1:7-Niederlage im Allgäu erlebten die Füchse einen der Tiefpunkte in der laufenden Spielzeit. Und beim 1:4 in Freiburg stand der Finne zum letzten Mal für Weißwasser hinter der Bande.

Zu feiern gibt es für die Füchse bis jetzt also nur das Jubiläum. Los geht es am Freitag mit einer Festveranstaltung in der Eisarena. Am Samstag um 18.30 Uhr steigt das Spiel ehemaliger Dynamos aus Weißwasser und Berlin. Neben Mirko Lüdemann haben für das Team Weißwasser unter anderem Michael Bresagk, Sebastian Klenner und Torsten Hanusch zugesagt. Berlin wird von Sven Felski angeführt. Um 20 Uhr startet der Lampionumzug von der Arena zu den Telux-Sälen. Dort ­wurde am 15. Dezember 1932 der erste Eis­hockeyverein in Weißwasser gegründet. Ein Sieg am Sonntag gegen Freiburg würde das Jubiläum perfekt abrunden.

Robert Hoffmann hat drei Siege in vier Spielen geholt.
Robert Hoffmann hat drei Siege in vier Spielen geholt. FOTO: Thomas Heide