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Eishockey
Füchse hoffen auf Knalleffekt im Derby

Die Lausitzer Füchse um Kapitän André Mücke (r.) hängen nicht nur an der Bande, sondern auch im Tabellenkeller fest.
Die Lausitzer Füchse um Kapitän André Mücke (r.) hängen nicht nur an der Bande, sondern auch im Tabellenkeller fest. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Weißwasser trifft nach vier Heim-Niederlagen nun ausgerechnet auf Dresden. Das Ziel: raus aus dem Tabellenkeller. Von Frank Noack

Schon vier Heimspiele in Folge haben die Lausitzer Füchse nicht mehr gewonnen und sind auf Tabellenplatz elf abgerutscht. An diesem Freitag gegen den Erzrivalen Eislöwen Dresden (Beginn um 19.30 Uhr) will Weißwasser diese Negativserie beenden. Ausgerechnet gegen Dresden? Genau, gegen Dresden! Geschäftsführer Dirk Rohrbach ist überzeugt, dass dieses Derby zur Initialzündung für die junge Mannschaft von Trainer Hannu Järvenpää werden kann, die zuletzt vor allem im 1. Drittel Probleme hatte. „Die Spiele gegen Dresden sind ganz besonders emotional. Die Fans sind heiß und die Spieler noch konzentrierter. Ich hoffe, dass daraus ein echter Knalleffekt für uns entstehen kann“, betont Rohrbach.

Das heißt aber auch: Die Füchse müssen diesmal besser ins Spiel starten als in den vergangenen Wochen vor heimischem Publikum. Bei den jüngsten Niederlagen gegen den SC Riessersee, die Heilbronner Falken und die Bietigheim Steelers geriet Weißwasser jeweils mit 0:3 ins Hintertreffen. Rohrbach macht dem Team trotzdem Mut für das Spiel gegen Dresden: „Wir dürfen keine Angst haben, denn Angst ist tödlich. Wir müssen uns auf die positiven Dinge konzentrieren. Denn es hat ja in den bisherigen Spielen auch gute Phasen gegeben. Wir haben es aber nicht geschafft, über 60 Minuten konstant auf diesem Niveau zu spielen.“

Statt wie im Vorjahr in Richtung Playoffs zu stürmen, finden sich die Füchse jetzt im Tabellenkeller wieder. Es zeigt sich, dass die vielen Abgänge in der Sommerpause wirklich so schwer wiegen wie es die Realisten befürchtet hatten. Vom schnellen, schnörkellosen Tempo-Eishockey, mit dem Järvenpää und sein Team die Konkurrenz damals förmlich überrannten, war bislang nicht viel zu sehen. Und die Hoffnung einiger Fans auf eine Rückkehr von letztjährigen Leistungsträgern wie Topscorer Dennis Swinnen oder Dominik Bohac, die in ihren DEL-Teams noch nicht so richtig in Schwung kommen, dürfte sich zumindest in absehbarer Zeit nicht erfüllen. Swinnen will sich beim ERC Ingolstadt und Bohac bei den Wild Wings Schwenningen durchbeißen (RUNDSCHAU berichtete).

Also muss es der vorhandene
Kader richten. Zumal der im Sommer als Topverteidiger verpflichtete Chris Owens nach überstandener Handverletzung unmittelbar vor seinem Debüt in Weißwasser steht. Eventuell ist der Kanadier schon
gegen Dresden erstmals auf dem Eis zu sehen.

Trotzdem bleibt die Personalsituation angespannt. Die Förderlizenzspieler Maximilian Adam,
Vincent Hessler und Charlie Jahnke kommen an diesem Wochenende bei den Eisbären Berlin zum Einsatz. Rohrbach wirbt in jedem Fall um Vertrauen für die junge Mannschaft: „Wir haben keine schlechte Truppe. Aber wir müssen mental stärker werden. Ich wünsche mir, dass die schwierige Situation die Mannschaft noch stärker zusammenschweißt.“

Und zwar am besten diesmal schon von der ersten Spielminute an, um – ausgerechnet gegen die Eislöwen Dresden – nicht wieder frühzeitig in Rückstand zu geraten.