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| 17:11 Uhr

Eishockey
Lausitzer Füchse atmen durch: Endlich Pause

Roberto Geiseler (l.) und seine Füchse-Kollegen 
liefen am Sonntag gegen Bayreuth oft nur hinterher.
Roberto Geiseler (l.) und seine Füchse-Kollegen liefen am Sonntag gegen Bayreuth oft nur hinterher. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Dem Eishockey-Zweitligisten aus Weißwasser waren nach dem furiosen Saisonstart zuletzt Spieler und Kraft ausgegangen. Trainer Neilson gibt nun lange frei. Von Jan Lehmann

Es könnte wohl kaum einen besseren Zeitpunkt geben: Die Länderspiel-Pause im Eishockey kommt den Lausitzer Füchsen gerade recht. Das nächste Spiel steht erst am 16. November an. Bis zu diesem Derby bei den Dresdner Eislöwen müssen die Füchse nun auftanken. Denn den Weißwasseranern waren zuletzt die Spieler und auch die Kraft ausgegangen. Das wurde an den Ergebnissen deutlich.

Nach dem sensationellen Saisonstart mit acht Siegen in Folge und dem Sprung auf Tabellenplatz eins hatte die Mannschaft von Trainer Corey Neilson in der DEL 2 zuletzt in neun Spielen nur noch zweimal gewonnen. Am Sonntagabend hatten die Füchse sogar eine bittere Heimniederlage gegen Tabellenschlusslicht Bayreuth Tigers (1:2 nach Penaltyschießen) erlitten. Nach einem Drittel der Hauptrunde steht Weißwasser dennoch auf einem bemerkenswerten vierten Rang.

Der kanadische Verteidiger Chris Owens erklärte gegenüber „Eishocky-News“: „Ich denke, dass die Pause für uns alle gerade zur richtigen Zeit kommt. Schließlich ist unser Spiel auf ein ständig sehr hohes Tempo ausgelegt. Das kostet aber auch viel Kraft.“

Entsprechend kraftlos trat Weißwasser auch am Sonntagabend auf. Dazu wurde der Aderlass deutlich. Mit Maximilian Adam, Vincent Hessler und Charlie Jahnke (alle 20 Jahre) fehlen seit Wochen die besten Förderlizenzspieler, weil sie beim Kooperationspartner Eisbären Berlin in der DEL benötigt werden. Mit Jordan George, der nach einer Grippe noch nicht fit war, und dem verletzten David Kuchejda waren am Sonntag zwei weitere wichtige Akteure nicht einsatzfähig. Zudem schied Topscorer Anders Eriksson während des Spiels verletzt aus.

Trainer Neilson wollte später zu diesem Ausfall nichts sagen, unter ihm werden Verletzungen von Spielern grundsätzlich nicht kommentiert, so der Kanadier.

Neilson gibt seiner Mannschaft nun eine komplette Woche frei. Erst am kommenden Dienstag steht das nächste Pflichttraining an. Neilson erklärte: „Die Spieler sollen sich richtig gut erholen.“ Verteidiger Owens, der zuletzt extrem viel Eiszeit bekam, atmete durch: „Die freie Zeit jetzt wird uns garantiert helfen, körperlich und im Kopf die nötige Frische zurückzubekommen.“

Er begründet die derzeitige Füchse-Flaute mit einer simplen Erkenntnis: „Weil wir den Puck zuletzt viel zu selten im gegnerischen Tor unterbringen konnten. Aber solche Phasen gibt es halt.“ Trainer Neilson indes vermisst vor allem die jungen Spieler: „Das Team, das wir gegen Bayreuth auf dem Eis hatten, war nicht das Team, das uns auf den ersten Platz gebracht hat. Da waren wir schneller, auch geschickter.“