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Kleiner Spitzenreiter zu groß für die Lausitzer Füchse

Füchse-Stürmer Florian Lüsch (l.) wird vom Bietigheimer Verteidiger Max Prommersberger attackiert.
Füchse-Stürmer Florian Lüsch (l.) wird vom Bietigheimer Verteidiger Max Prommersberger attackiert. FOTO: Thomas Heide/thd9
Weißwasser. Trotz des kleinen Kaders war Spitzenreiter Bietigheim zu groß für die Füchse. Sie verloren das Topspiel klar mit 1:4. Positiv: Verteidiger Nick Bruneteau feierte sein Comeback nach fast dreimonatiger Pause. Frank Noack

Fangen wir mit den beiden positiven Aspekten an. Die Lausitzer Füchse bleiben trotz der deutlichen 1:4-Heimniederlage im Topspiel der DEL2 gegen Tabellenführer Bietigheim Steelers im Playoff-Feld der sechs besten Teams. Das tröstete die 2279 Zuschauer am Dienstagabend zumindest etwas über den frühzeitigen K.o. der Gastgeber hinweg, die nach zwei Dritteln bereits mit 1:4 zurücklagen.

Zudem gab es das Comeback von Nick Bruneteau nach fast dreimonatiger Leidenszeit. Der 24 Jahre alte US-Amerikaner hatte sich Mitte Oktober am Knie verletzt und musste seitdem pausieren. Am Dienstagabend schnappte sich gleich bei seinem ersten Wechsel hinter dem Tor die Scheibe und baute wie gewohnt das Spiel auf. Die unmissverständliche Botschaft: Der Abwehrchef ist zurück!

Wie groß die Vorfreude von Bruneteau auf das Comeback war, hatte er zuvor in sozialen Netz werken mitgeteilt. "Frohes Neues aus Deutschland! 2017 - große Dinge stehen bevor @ItsHammerTime", schrieb Bruneteau am Neujahrstag bei Twitter geradezu euphorisch. Und am Montag gab er dann bei Instagram endgültig grünes Licht für seine Rückkehr auf das Eis. "Alles klar. Wir sind zurück."

Das Spiel begann allerdings alles andere als hammermäßig für die Gastgeber. Sie mussten auf ihren Topscorer Jakub Svoboda verzichten, der sich eine Adduktorenverletzung zugezogen hat. Kapitän André Mücke musste zwischenzeitlich mit einer blutenden Wunde im Gesicht vom Eis, konnte nach einer Behandlungspause aber wieder zurückkehren.

Zudem haderten die Füchse mit dem Schiedsrichter. Die ersten beiden Tore für Bietigheim durch den Ex-Weißwasseraner Marcus Sommerfeld (13. und 15. Minute) fielen jeweils in Überzahl - vorausgegangen waren zwei umstrittene Strafen.

Diese beiden Treffer gaben dem Spitzenreiter mit seinem kleinen Kader viel Sicherheit. Dennis Swinnen sorgte mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 (16.) nach tollem Solo zwar für neue Hoffnung. Aber die Füchse machten auch im zweiten Drittel diesmal zu viele Fehler. Die spielstarken Gäste nutzen diese Chancen eiskalt aus. Sebastin Alt (30.) und erneut Sommerfeld (32.) sorgten für die Vorentscheidung.

Füchse-Co-Trainer Robert Hoffmann: "Die ersten beiden Überzahltore waren das entscheidende Momentum für Bietigheim. In der Defensive sind sie trotz kleinen Kaders sehr stark."

Bietigheims Coach Kevin Gaudet: "Wir wollten unbedingt das erste Tor schießen. Unsere beiden Überzahltore waren dann der Schlüssel zum Sieg. Wir haben ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht."