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Junges Füchse-Team ist noch jünger geworden

Handschlag für eine erfolgreiche Saison: Geschäftsführer Dirk Rohrbach (r.) mit Trainer Hannu Järvenpää.
Handschlag für eine erfolgreiche Saison: Geschäftsführer Dirk Rohrbach (r.) mit Trainer Hannu Järvenpää. FOTO: Christian Köhler
Weißwasser. Die Füchse halten an ihrer Philosophie fest und machen das junge Team noch jünger. Der Trainer sieht mehr Potenzial als im vergangenen Jahr. Frank Noack

Es ist ja nicht so, dass immer nur wir Journalisten die wichtigen Fragen stellen. Die womöglich wichtigste Frage bei der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz der Lausitzer Füchse am Dienstagnachmittag im wohltuend kühlen VIP-Raum der Eisarena stellte Katrin Bartsch als Geschäftsführerin der Stadtwerke Weißwasser. Sie wollte von Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach wissen, wohin die Reise in der neuen Saison gehen soll.

"Welchen Platz", so fragte sie interessiert, wolle das Team diesmal anpeilen. Immerhin hatten es die Füchse in der vergangenen Saison mit ihren starken Leistungen in die Playoffs der DEL2 geschafft.

Dirk Rohrbach blieb die Antwort zunächst schuldig. Genauer gesagt umkurvte der ehemalige Stürmer die Frage so gekonnt wie früher die Gegenspieler auf dem Eis. Immerhin gab es ja auch so eine Menge zu berichten. Zum Beispiel, dass Katrin Bartsch und die Stadtwerke sowie Veolia auch in der kommenden Spielzeit auf den Trikots werben werden. Trainer Hannu Järvenpää gab seine Einschätzung zum Umbruch innerhalb des Teams ab. Mehr als ein Dutzend Spieler hat Weißwasser verlassen. Die Neuen müssen bis zum Saisonstart Mitte September integriert werden. Der Coach erklärt lächelnd: "Das ist wie mit einer neuen Freundin. Wir müssen uns schnell aneinander gewöhnen. Die neue Mannschaft hat auf jeden Fall das Potenzial, noch besser zu sein als das letztjährige Team. Dafür werden wir in der Vorbereitung hart arbeiten."

Vor allem ist das ohnehin schon junge Team noch jünger geworden. Im vergangenen Jahr hatten die Füchse mit einem Durchschnittsalter von gut 23 Jahren den jüngsten Kader der zweithöchsten Spielklasse. Routiniers wie André Mücke, Thomas Götz oder der schwedische Neuzugang Anders Eriksson sollen die vielen Youngster führen.

Nach dem Erfolg in der vergangenen Saison will man im Fuchsbau diese Philosophie konsequent weiterverfolgen. "Natürlich brauchen wir jeden Spieler im Kader. Aber den Jungen gehört die Zukunft", erklärt Järvenpää und fügt mit dem ihm eigenen Humor hinzu: "Ein junger hungriger Spieler ist mir lieber als ein alter durstiger."

Am Ende kam Rohrbach übrigens doch nicht um die Benennung eines Saisonziels herum, weil natürlich auch wir Journalisten bei solch wichtigen Fragen noch mal nachhaken. Also? "Die Pre-Playoffs sind das Ziel. Wenn es noch höher gehen sollte, was nicht selbst verständlich ist, sind wir alle zufrieden. Mit dem Abstieg wollen wir nichts zu tun haben", blickt der Füchse-Geschäftsführer voraus.

Zum Thema:
Kader: Den 14 Abgängen stehen 13 Neuzugänge gegenüber. Von den Eisbären Berlin werden erneut fünf Förderlizenz-Spieler für die Füchse auflaufen.Sponsoren: Etwa 180 Firmen gehören zum Sponsorenpool. Damit konnte das Niveau des Vorjahres gehalten werden.Dauerkarten: Bislang wurden 695 Tickets verkauft. Das ist eine neue Rekordmarke. Vor allem Sitzplätze sind sehr begehrt.