| 02:39 Uhr

Jung, jünger, Füchse-Torhüter

Maximilian Franzreb war ein sicherer Rückhalt zwischen den Pfosten. Auch bei den Fans ist er beliebt.
Maximilian Franzreb war ein sicherer Rückhalt zwischen den Pfosten. Auch bei den Fans ist er beliebt. FOTO: Heide
Weißwasser. Auch in der kommenden Saison setzt der Eishockey-Zweitligist aus Weißwasser wieder auf seine Youngster im Kasten. Die Vertragsverlängerung von Routinier Vehanen bei den Eisbären Berlin ist ein wichtiger Baustein im Personalpuzzle. Frank Noack

Die Vertrags verlängerung der Eisbären Berlin mit Stammgoalie Petri Vehanen (39) am zurückliegenden Wochenende hat nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser für viele zufriedene Gesichter gesorgt. Denn diese wichtige Personalie beim DEL Kooperationspartner bringt den Füchsen die erhoffte Planungs sicherheit auf der Torwart-Position für die kommende Saison in der DEL2.

Das heißt ganz konkret: Routinier Vehanen, der zwischenzeitlich über ein Karriere-Ende nachgedacht hatte, führt auch weiterhin das Berliner Torwart-Trio mit Marvin Cüpper (23) sowie Maximilian Franzreb (20) an. Und das bedeutet auch, dass Cüpper und Franzreb wohl wieder mit einer Förderlizenz ausgestattet werden - also erneut im Fuchsbau zwischen den Pfosten stehen können. Vervollständigt wird das extrem junge Torwart-Gespann durch Konstantin Kessler (20), dessen Vertrag im Fuchsbau verlängert worden ist. "Wir haben mit den jungen Torhütern in der ver gangenen Saison gute Erfahrungen gemacht. Deshalb gibt es keinen Grund, an dieser Strategie etwas zu ändern. Wir sind diesbezüglich sehr gut aufgestellt", sagt Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach.

Dabei wurde die Weißwasseraner Personalpolitik auf der Torhüter-Position von so manchem Experten im vergangenen Sommer zunächst mit einer gewissen Skepsis betrachtet. Weil den Youngstern natürlich weitgehend die Erfahrung im Profibereich fehlte. Und das auf einer so wichtigen Position!

Doch der Plan mit drei jungen Keepern ging absolut auf. Die Füchse schafften bekanntermaßen den Sprung in die Playoff-Runde - die Torhüter-Position war dabei zu keinen Zeitpunkt der Saison ein heikles Thema. "Alle drei Keeper haben stabile Leistungen gezeigt. Und sie haben inzwischen wichtige Erfahrungen gesammelt. Das wird sie noch stärker machen", ist Rohrbach überzeugt.

Die Berliner Eisbären-Leihgabe Maximilian Franzreb kam dabei auf die meisten Einsätze. Er absolvierte 34 Spiele für die Füchse und fünf Partien für die Eisbären Berlin in der DEL. Bei den Fans gehörte er zu den beliebtesten Spielern im Team von Trainer Hannu Järvenpää.

Marvin Cüpper dagegen war in Berlin meistens Ersatzmann hinter Petri Vehanen, saß also oft auf der Bank. Seine Bilanz: neun Spiele für die Eisbären und fünf für die Füchse. Konstantin Kessler stand 20 Mal in Weißwasser zwischen den Pfosten. Außerdem machte er noch eine Partie für den Füchse-Partner EHV Schönheide in der Oberliga.

Die einzige Veränderung bei der Besetzung der Torwart-Position: Mit dem 20-jährigen Niklas Zoschke wurde ein zusätzlicher Backup verpflichtet. Zoschke kehrt aus dem Nachwuchs der Augsburger Panther in die Lausitz zurück. In der Saison 2012/13 absolvierte er bereits 19 Partien für die Füchse in der Schüler-Bundesliga.

Die Lausitzer Füchse wollen sich mit dieser Verpflichtung für den Fall absichern, dass weder Cüpper noch Franzreb zur Verfügung stehen sollten. In der vergangenen Saison war dies der Fall, als Berlins Nummer eins, Petri Vehanen, verletzungsbedingt pausieren musste.