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| 02:40 Uhr

Jens Heyer ist der Fuchs für alle Fälle

Jens Heyer (26) geht neben dem Eishockey auch noch einem Beruf nach.
Jens Heyer (26) geht neben dem Eishockey auch noch einem Beruf nach. FOTO: img1
Weißwasser. Er ist in Weißwasser der Fuchs für alle Fälle: flexibel und auf vielen Positionen einsetzbar. Diese Fähigkeit macht Stürmer Jens Heyer so wertvoll. Oder ist er doch eher Verteidiger? Sein Ziel sind die Pre-Playoffs. Frank Noack

Er spielt und spielt und spielt - selbst mit einem gebrochenen Zeh. Eigengewächs Jens Heyer gehört zu den Dauerbrennern der Lausitzer Füchse. Beim Winter-Derby in Dresden stand der 26-jährige Profi trotz der schmerzhaften Blessur auf dem Eis. Danach machte Jens Heyer zwar eine kurze Pause. Am vergangenen Wochenende meldete er sich aber wieder zurück. Angesichts der Personalnot im Fuchsbau ist jeder Spieler herzlich willkommen im Team von Cheftrainer Paul Gardner. "Jeder von uns bekommt derzeit sehr viel Eiszeit", hebt Heyer die positiven Seiten eines sehr schmalen Kaders hervor.

Dem Weißwasseraner Eigengewächs kommt dabei die Rolle des typischen Allrounders zu. Heyer gehört zu den wenigen Spielern, die sowohl in der Abwehr als auch in der Verteidigung eingesetzt werden können. In der laufenden Spielzeit der DEL2 hat er schon in diversen Reihen gespielt. "Ich bin es gewohnt, auf verschiedenen Positionen zu spielen. Ich spiele da, wo mich der Trainer hinstellt und wo ich der Mannschaft am meisten helfen kann. Und das macht mir auch Spaß", betont der stürmende Verteidiger. Oder doch verteidigender Stürmer? "Ich sehe mich in erster Linie schon als arbeitender Stürmer, der für die Mitspieler die Freiräume schafft."

Kurzum: Heyer spielt immer dort, wo gerade Not am Mann ist. Bei der jüngsten 2:5-Niederlage gegen die Eislöwen Dresden zum Beispiel durfte er sogar in der ersten Sturmreihe an der Seite von Topscorer Darren Haydar und Thomas Götz ran, weil Ken Magowan wegen einer Verletzung pausieren musste. Auch an diesem Freitag bei den Starbulls Rosenheim (19.30 Uhr) wird Magowan fehlen. Sollte er am Sonntag gegen den EHC Freiburg (17 Uhr) wieder fit sein, dann muss Heyer erneut auf eine andere Position umziehen. Es ist das typische Schicksal eines Allrounders. "Klar, es wäre schön, sich auch mal in einer Reihe festzuspielen, damit sich das Zusammenspiel mit den Nebenleuten noch besser entwickeln kann. Aber insgesamt bin ich mit meiner Rolle zufrieden." Zumal Jens Heyer neben seinem Job als Eishockey-Profi in der DEL2 auch noch beim Energie-Unternehmen Vattenfall arbeitet.

Zwölf Spiele hat Weißwasser noch Zeit, um von Rang zwölf auf Pre-Playoff-Platz zehn zu klettern. Mit der Partie am Freitag in Rosenheim sowie den Heimspielen am Sonntag gegen Freiburg und am Dienstag gegen Crimmitschau stehen drei wegweisende Partien auf dem Programm. Heyer will seinen Beitrag zur Aufholjagd leisten - egal, auf welcher Position er eingesetzt wird: "Natürlich glauben wir an die Pre-Playoffs. Wir haben es selbst in der Hand." Und für dieses Ziel wird der Allrounder weiter spielen und spielen und spielen.

Das Wochenende:

Freitag: Starbulls Rosenheim - Lausitzer Füchse (19.30 Uhr)

Sonntag: Lausitzer Füchse - EHC Freiburg (17 Uhr)