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Eishockey
Järvenpää verspricht den Fans Glücksgefühle

Die Füchse haben fünf der sechs Heim­spiele verloren.
Die Füchse haben fünf der sechs Heim­spiele verloren. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Anhänger der Lausitzer Füchse stehen trotz der erneuten Heim-Niederlage weiter hinter dem Team. Eine Selbstverständlichkeit ist das nicht. Das weiß auch Trainer Hannu Järvenppä.

Drei Dinge waren Trainer Hannu Järvenpää nach der erneuten Niederlage der Lausitzer Füchse gegen die Eislöwen Dresden wichtig. Das Sonderlob für den erst 22-jährigen Torschützen Marius Stöber, die positive Bewertung des Pflichtspiel-Debüts von Neuzugang Chris Owens nach langer Verletzungspause – und der Dank an die Zuschauer. „Es ist schön zu sehen, dass die Menschen hinter uns ­stehen. Das war klasse“, erklärte ­Järvenpää am Freitagabend nach der 2:3-Niederlage im Penaltyschießen gegen den Erzrivalen aus der Landeshauptstadt.

Von der ersten Minute bis zu den entscheidenden Penaltys – Martin Davidek traf als letzter Schütze für Dresden, Kyle Just scheiterte für die Füchse – hatten die 2668 Zuschauer ihre Teams lautstark unterstützt. Aus Weißwasseraner Sicht ist das derzeit keine Selbstverständlichkeit. Denn die Heimbilanz der Füchse in der noch jungen Saison in der DEL2 ist alles andere als zum Schreien. Sechs Spiele, fünf Niederlagen – das dürften sich auch die Fans anders vorgestellt haben. Immerhin hatten sie das Team in der vergangenen Spielzeit bis in die Playoffs gesungen.

Das Derby gegen die Eislöwen Dresden hat vor allem zwei Dinge gezeigt: Erstens – die Füchse-Fans sind leidensfähig und räumen der Mannschaft nach den schwungvollen Darbietungen der Vorsaison nach wie vor einen Bonus ein. Zweitens – die Füchse-Spieler sind durchaus zu ansprechendem Eis­hockey in der Lage und hätten eigentlich den Sieg verdient gehabt.

Im ersten Drittel machten die Gastgeber im Prinzip nur zwei ­Fehler. Diese  wurden jedoch eiskalt ausgenutzt. Ab dem zweiten Drittel war Weißwasser dann mindestens ebenbürtig. Auch Gäste-Coach Franz Steer räumte ein: „Weißwasser hat großartig gekämpft. Wir haben gewonnen, aber sicher nicht unser bestes Spiel gemacht.“

Dass die Füchse trotzdem den zweiten Heimsieg seit dem Saison­start Mitte September gegen die Wölfe Freiburg (2:0) verpassten, lag auch an einer umstrittenen Situation in der Verlängerung. Da landete der Puck nämlich im Gäste-Tor. Kurz vorher ertönte jedoch der Pfiff eines Linienrichters. Warum? Diese Frage konnte auch Füchse-Trainer Hannu Järvenpää nach dem Spiel nicht beantworten. „Ich würde gern wissen, warum sich die Schiris diese Szene nicht noch mal auf dem Video angeschaut haben“, ärgerte er sich.

So blieb am Ende nur ein Punkt für Weißwasser übrig. In den Ärger über das nicht anerkannte Tor mischte sich aber auch Zuversicht. „Die Leistung war deutlich besser als am vergangenen Wochen­ende. Das war ein Schritt nach vorn. Wenn wir so weitermachen, werden wir künftig mehr als nur einen Punkt holen“, betonte Järvenpää und gab den Fans gleich noch ein ganz besonderes Versprechen: „Ich garantiere, dass wir sie in dieser Saison noch glücklich machen werden.“

Füchse-Trainer Hannu Järvenpää
Füchse-Trainer Hannu Järvenpää FOTO: Thomas Heide

Verdient ­haben es sich die sangesfreudigen Anhänger allemal.