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| 14:55 Uhr

Interview Robert Hoffmann
„Ich traue den Füchsen die Meisterschaft zu“

 Robert Hoffmann arbeitete seit 2014 im Fuchsbau.
Robert Hoffmann arbeitete seit 2014 im Fuchsbau. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Robert Hoffmann hatte die Lausitzer Füchse in der vergangenen Saison zum Klassenerhalt in der DEL2 geführt. Wegen Meinungsverschiedenheiten wurde der 41-Jährige im Juli kurz vor dem Start der Saisonvorbereitung  beurlaubt. Inzwischen haben sich beide Seiten vor dem Arbeitsgericht geeinigt. Im RUNDSCHAU-Interview spricht Hoffmann über den Höhenflug der Füchse und seine eigene Zukunft. Von Frank Noack

Robert Hoffmann, die Füchse sind auf Playoff-Kurs. Können Sie sich über die Erfolge Ihres ehemaligen Teams freuen?

Hoffmann Ja, sehr sogar. Für die Dinge, die damals rund um meine Person passiert sind, können ja die Spieler nichts. Gefühlt sind es nach wie vor meine Jungs.

Wie groß würden Sie Ihren Anteil am aktuellen Erfolg beziffern?

Hoffmann Wir können bei der Zusammenstellung der Mannschaft nicht so falsch gelegen haben. Dazu kommt natürlich, dass der neue Trainer richtig gute Arbeit macht, soweit ich das als Außenstehender beurteilen kann. Da muss man dem Kollegen absoluten Respekt zollen.

Sie haben sich nach Meinungsverschiedenheiten gegen eine Zusammenarbeit mit Co-Trainer Chris Straube ausgesprochen und mussten gehen. Bereuen Sie mit etwas Abstand diese Entscheidung?

Hoffmann Nein, absolut nicht. Ich würde diese Entscheidung wieder so treffen. Sonst hätte ich nicht mehr in den Spiegel schauen können. Es hat einfach nicht gepasst zwischen uns.

Es gibt trotzdem Beobachter im Fuchsbau, die sagen, Sie hätten kompromissbereiter sein müssen.

Hoffmann Dann hätte ich mich verbiegen müssen. Das wäre nicht gut für die Arbeit mit der Mannschaft geworden. Und das wollte ich einfach nicht riskieren. Also musste ich in den sauren Apfel beißen.

Wie waren die letzten Monate ohne Eishockey?

Hoffmann Die erste Zeit war nicht einfach. Aber meine Frau und die Familie waren immer an meiner Seite. Derzeit helfe ich bei den Eislöwen Dresden im Nachwuchsbereich aus. Ich trainiere jene Jungs, die früher bei mir das Schlittschuhlaufen gelernt haben. Es ist gewissermaßen eine Rückkehr zu den Wurzeln.

Und was kommt 2019?

Hoffmann Die Aufgabe im Nachwuchs macht mir Spaß. Aber ich will wieder im Profibereich arbeiten. Dorthin hatte ich mich vorgekämpft, dorthin möchte ich zurück. Es laufen derzeit Verhandlungen. Vielleicht gibt es eine schnelle Einigung, vielleicht klappt es aber auch erst zur neuen Saison.

Letzte Frage: Was trauen Sie den Füchsen in dieser Saison noch zu?

Hoffmann Alles. Und damit meine ich auch wirklich alles. Als wir im Sommer die Verträge der Leistungsträger wie Jeff Hayes, Chris Owens und Feodor Boiarchinov verlängert haben, war es schon unser Traumziel, dass wir um den ­Meistertitel mitspielen ­wollen.