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| 18:14 Uhr

Kommentar
In diesem Spiel gibt es nur Verlierer

Robert Hoffmann sitzt ab sofort nicht mehr auf der Füchse-Bank.
Robert Hoffmann sitzt ab sofort nicht mehr auf der Füchse-Bank. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Lausitzer Füchse haben sich kurz vor dem Start der Saisonvorbereitung überraschend von Trainer Robert Hoffmann getrennt. Es ist eine Trennung, die nur Verlierer hervorbringt, aber keine Gewinner - ein Kommentar. Von Frank Noack

Das Spiel um die Macht in der Trainerkabine der ­Lausitzer Füchse ist beendet. Der Eishockey-Zweitligist aus Weißwasser hat sich von Chefcoach ­Robert Hoffmann getrennt. Co-Trainer Chris Straube, an dessen Verpflichtung sich der Machtkampf entzündet hatte, bleibt an Bord. Da sind zwei Charakterköpfe aufeinander getroffen, die offenbar keinen Weg für ein Miteinander finden konnten. Wer von den beiden Charakterköpfen welche Rolle in diesem Machtkampf gespielt hat, wird jetzt wahrscheinlich ein Arbeitsgericht klären.

Fakt ist: Es gibt in diesem Spiel ­keinen Gewinner. Im Gegenteil: Es gibt nur Verlierer.

In erster Linie natürlich die Mannschaft. Zwei Wochen vor dem Trainingsstart am 1. August steht sie ohne Cheftrainer da. Nicht wenige Spieler hatten ihren Verbleib in Weißwasser mit der Person Robert Hoffmann verknüpft. Der bisherige Chefcoach und das Team sind in der vergangenen Saison eng zusammengerückt. Das war die Basis für den Klassenerhalt.

Neben dem sportlichen Scherbenhaufen ist diese Trennung für den Verein aber auch ein Imageschaden, weil Eishockey-Deutschland fassungslos auf das Sommertheater in Weißwasser schaut. Verloren hat vor allem Robert Hoffmann – nämlich sein Projekt, seine Mannschaft, seine Aufgabe. Er stellte nach den ersten Dissonanzen mit dem neu verpflichteten Chris Straube über die künftige sportliche Ausrichtung die Machtfrage  und kassierte eine schmerzliche Niederlage.

Wie gesagt: Die endgültige Aufarbeitung wird wohl demnächst vor Gericht stattfinden. Die Lausitzer Füchse indes müssen jetzt viel schneller handeln und den Scherbenhaufen zusammenkehren. Die Installierung eines neuen Cheftrainers muss schnell gehen. Sehr schnell! Und sie will gut überlegt sein. Damit nicht auch der Neue nach diesem Sommertheater gleich zum Verlierer wird.

FOTO: LR / Sebastian Schubert