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Hymne statt Heimsieg – Füchse erhalten "Lehrstunde"

Dennis Swinnen musste ohne seinen Sturmkollegen Jakub Svoboda auskommen.
Dennis Swinnen musste ohne seinen Sturmkollegen Jakub Svoboda auskommen. FOTO: Heide
Weißwasser. Paradox: Weißwassers Co-Trainer Robert Hoffmann sprach nach der 1:4-Niederlage der Lausitzer Füchse am Dienstagabend gegen die Bietigheim Steelers von einer "Lehrstunde", die sein Team vom Spitzenreiter erhalten habe. Doch sein Gegenüber, Steeelers-Chefcoach Kevin Gaudet, hob derweil zu einer Lobeshymne auf die Füchse an. Jan Lehmann

"Ich möchte ein großes Kompliment an das Management der Füchse machen", so Gaudet, der dabei vor allem Geschäftsführer Dirk Rohrbach im Blick hatte. "Dirk macht einen hervorragenden Job. Er ist verantwortlich für diese Mannschaft. Es ist nicht einfach mit einem geringen Etat - und fast jede Verpflichtung ist eine Verstärkung. Und den richtigen Trainer haben sie auch gefunden."

Warme Worte nach einem umkämpften Spiel, aus dem die Füchse gewiss lieber den Heimsieg als Gaudets Hymne mitgenommen hätten. Doch die Bietigheimer waren trotz ihres Mini-Kaders noch eine Nummer zu groß für Weißwasser. Vor allem das kurzfristige Fehlen von Topscorer Jakub Svoboda, der wegen seiner Adduktorenbeschwerden die in dieser Sasion so bärenstarke Topreihe mit Dennis Swinnen und Jeff Hayes sprengte, konnten die Weißwasseraner nicht kompensieren.

Der Tscheche soll nun durchgecheckt werden, Co-Trainer Robert Hoffmann erklärte: "Es war eine Vorsichtsmaßnahme. Adduktoren sind immer eine schwierige Geschichte." Erst in den kommenden Tagen wird es demnach Klarheit über die Schwere der Verletzung geben. Die Heimniederlage nahm der Assistent von Trainer Hannu Järvenpää derweil sportlich und sagte: "Bietigheim ist defensiv einfach so stark - egal, ob da nun 20 Mann oder 14 Mann sind, das scheint völlig egal zu sein."

Die "Lehrstunde" wolle man nun im Training nutzen, um neu anzusetzen. Dort soll auch Nick Bruneteau kräftig mitmischen. Der US-Amerikaner gab nach fast dreimonatiger Verletzungspause sein Comeback. Co-Trainer Robert Hoffmann: "Er hat einen guten Job gemacht. Er braucht die Spiele, um wieder reinzukommen."