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| 16:58 Uhr

Hantschke bleibt ein Fuchs und wird Nachwuchs-Leiter

Ralf Hantschke arbeitet seit 2008 für die Füchse.
Ralf Hantschke arbeitet seit 2008 für die Füchse. FOTO: Imago/img1
Weißwasser. Das ist eine gute Nachricht für den Eishockey-Sport in Weißwasser: Ralf Hantschke bleibt den Lausitzer Füchsen nun doch erhalten. Der Ex-Stürmer und bisherige Sportdirektor der Profis arbeitet künftig als Leiter des Nachwuchses im Fuchsbau. Frank Noack

Während bei den Lausitzer Füchsen die Planungen für die kommende Saison in der DEL2 auf Hochtouren laufen, will sich auch die traditions reiche Nachwuchs abteilung ein Jahr vor dem 85-jährigen Jubiläum des Eissports in Weißwasser neu aufstellen. Neuer Kopf des Nachwuchses wird ein alter Bekannter: Ralf Hantschke. Der 50-jährige Ex-Stürmer hat in den vergangenen Jahren als Sportdirektor der Profis das Gesicht des Zweitliga-Teams maßgeblich mitgeprägt. Seit 2008 arbeitet Hantschke für die Füchse. Sein Vertrag als Sport direktor läuft Ende Mai aus und wurde aus Kostengründen nicht verlängert. Lange Zeit sah es nach einem schmerzhaften Abschied von Hantschke aus - nun hat der ehemalige Stürmer doch eine Zukunft bei seinem Heimatverein. "Es ist schön, Teil der Eishockey-Familie hier in Weißwasser zu bleiben. Mein Herz hängt an diesem Verein", erklärt Hantschke. "Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Wir wollen die Basis dafür legen, dass möglichst viele Spieler bei den Profis ankommen."

Hantschke soll künftig als Leiter der Geschäftsstelle des Eissport Weißwasser (ESW) die Fäden bei der Neuausrichtung des Nachwuchses in der Hand halten. Der ESW hat sich das Ziel gesetzt, in allen Altersklassen eine Mannschaft an den Start zu bringen, die auch in den oberen Ligen mitspielt. Zudem beschäftigt der ESW laut Vorstandschef Bernard Stefan ab sofort vier hauptamt liche Nachwuchstrainer. Neben den Weißwasseranern Torsten Schwarz, Daniel Bartell sowie Torsten Hanusch wurde auch der Finne Jari Heiniola verpflichtet. "Wir stellen uns neu auf und haben große Ziele", kündigt ESW-Chef Stefan in der Fach zeitung "Eishockey-News" an.

Er sei froh, dass man Ralf Hantschke als Koordinator für diese Neuausrichtung des Nachwuchses gewinnen konnte, ergänzt Stefan: "Ralf verfügt über ein großes Netzwerk und ist das ideale Bindeglied zu den Profis."

Zumal der langjährige Füchse-Cheftrainer Dirk Rohrbach inzwischen als Geschäftsführer der Profis arbeitet. Rohrbach und Hantschke verbindet ein sehr vertrauensvolles Verhältnis. Auch bei der derzeit laufenden Zusammenstellung der Lizenz-Unterlagen für 2016/17 arbeiten beide eng zusammen.

Dabei hatte sich Hantschke eigentlich schon auf einen Abschied aus Weißwasser eingestellt und den Umzug seiner Familie nach Berlin geplant. In der Hauptstadt betreibt seine Ehefrau ein Friseurgeschäft. Im Oktober hatte die RUNDSCHAU erstmals darüber berichtet, dass der Vertrag mit dem Sportchef nicht verlängert wird. Man müsse weiter Kosten sparen, um sich für die Zukunft zu rüsten, hatte René Reinert als Hauptgesellschafter der Füchse damals die gleichermaßen schmerzhafte wie unter den Fans viel diskutierte Entscheidung begründet. Die Zeit der Ungewissheit ist für Ralf Hantschke nun beendet. Er bleibt im Fuchsbau, wechselt aber die "Kabine": Statt Spieler zu verpflichten, wird er künftig junge Spieler fürs Profiteam ausbilden.