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| 10:39 Uhr

Eishockey
Fünf Gründe für den Klassenerhalt der Füchse

Füchse-Stürmer Charlie Jahnke trug sich beim 6:2-Sieg am Sonntag gegen die Tölzer Löwen in die Torschützenliste ein.
Füchse-Stürmer Charlie Jahnke trug sich beim 6:2-Sieg am Sonntag gegen die Tölzer Löwen in die Torschützenliste ein. FOTO: Thomas Heide
Cottbus. Die Lausitzer Füchse dürfen nach schwachem Saisonstart nun doch auf den vorzeitigen Klassenerhalt hoffen. Allein diese Chance ist ein kleines Wunder. Hier sind fünf Gründe, warum die Fünf-Punkte-Aufholjagd gelingen kann. Von Frank Noack

Jetzt sind es nur noch fünf Punkte Rückstand – aber auch nur noch vier Spiele Zeit, um diesen Rückstand aufzuholen. Und dennoch: Die Chance der Lausitzer Füchse aus Weißwasser auf die Pre-Playoffs und damit den vorzeitigen Klassenerhalt in der DEL2 ist seit Sonntag wieder ein kleines  Stück größer geworden. Die Füchse setzten sich gegen Schlusslicht Bad Tölz mit 6:2 durch und haben jetzt 60 Punkte auf dem Konto. Crimmitschau liegt mit 65 Punkten auf Rang zehn, Heilbronn mit 66 Punkten auf Rang neun. Beide Konkurrenten sind also in den verbleibenden vier Partien, wenn insgesamt zwölf Punkte vergeben werden, für die Mannschaft von Trainer Robert Hoffmann noch zu erreichen.

Vor dem Blick auf die Tabelle steht für den Füchse-Coach aber der Gewinn der eigenen Spiele. „Wir sind abhängig von den anderen Ergebnissen. Deshalb müssen wir erstmal unsere Hausaufgaben machen. Danach können wir dann schauen, was dabei herauskommt“, erklärt Hoffmannn vor dem spannenden Finale um Rang zehn zwischen Heilbronn, Crimmitschau und eben Weißwasser.

Für Stürmer Feodor Boiarchinov ist ab sofort „praktisch jedes Spiel ein Endspiel“. Im Interview mit der Fachzeitschrift Eishockey-News ergänzt Boiarchinov: „Das Ziel ist klar und heißt weiter Pre-Playoffs.“ ­Andernfalls würden die Füchse in der Abstiegsrunde um den Klassen­erhalt zittern müssen.

Dass sie sich diesen Endspurt um die Pre-Playoffs in den zurückliegenden Wochen überhaupt noch erkämpfen konnten, ist ein kleines Eishockey-Wunder angesichts des schwachen Saisonstarts unter dem damaligen Cheftrainer Hannu Järvenpää, der Ende November zurückgetreten war. Von dieser sportlichen Krise haben sich die Füchse inzwischen erholt. Sie sind in der Tabelle zwar mit kleinen Schritten nach oben geklettert. Fünf Gründe, warum die Fünf-Punkte-Aufholjagd klappen kann.

Aufwärtstrend im Fuchsbau
Das sogenannte Momentum spricht für die Füchse. Sie haben seit dem Trainerwechsel von Hannu Järvenpää hin zu Robert Hoffmann Ende November konstant gepunktet. Deutliche Niederlagen wie zuletzt in Riessersee (1:5) waren die Ausnahme.

Neuzugänge bringen Schwung
Die kürzlich verpflichteten Verteidiger Jimi Santala und Marc Kohl sowie Stürmer David Kuchejda haben den Kader in der Breite ergänzt. Vor allem Santala und Kuchejda sind echte Verstärkungen. Zumal Topscorer Anders Eriksson weiter fehlt.

Defensive stabilisiert sich
Aus der Schießbude Weißwasser ist inzwischen eine recht stabile Defensive geworden. Mittlerweile haben drei Teams mehr Gegentore kassiert als die Füchse, die zwischenzeitlich mit am Ende dieser Negativ-Rangliste lagen.

Konkurrenz zeigt Schwächen
Vor allem die Eispiraten Crimmitschau schwächeln und ­haben ihr Punktepolster nach einem tollen Saisonstart inzwischen beinahe aufgebraucht. Vom direkten Playoff-Einzug ist längst keine Rede mehr. Zuletzt gab es sechs Niederlagen in Folge.

Reizvolles Restprogramm

Die Füchse müssen in den verbleibenden vier Partien nicht mehr gegen Topteams antreten. Am Freitag steht das Derby in Dresden an. Neben Bad Nauheim geht es noch gegen Bayreuth und Freiburg, die wohl beide in die Abstiegsrunde müssen.