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Füchse warten auf richtigen Saisonstart

Jakub Kania wurde im Gesicht verletzt und fällt aus.
Jakub Kania wurde im Gesicht verletzt und fällt aus. FOTO: Heide
Weißwasser. Die Schlussfolgerung von Trainer Hannu Järvenpää nach den beiden Niederlagen der Lau sitzer Füchse am vergangenen Wochenende klingt ziemlich einleuchtend. "Wir müssen fleißig trainieren, um besser zu werden", kündigt Järvenpää an und ergänzt: "Am Freitag werden wir bereit sein für das Spiel in Frankfurt. Frank Noack

"

Sich zu verbessern, dürfte auch dringend notwendig sein! Denn an diesem Wochenende geht es gegen die beiden Topteams der DEL2. Am Freitag spielen die Lausitzer Füchse beim amtierenden Zweit liga-Titelträger Löwen Frankfurt (19.30 Uhr), am Sonntag geht es dann gegen Vize-Meister Bietigheim Steelers (17 Uhr).

Für die neu formierte Mannschaft von Trainer Järvenpää werden diese beiden Spiele ein absoluter Härtetest. Sie dürften womöglich ein erster Fingerzeig sein, wohin die Reise in den nächsten Monaten gehen könnte. Denn die neue Saison hat zwar begonnen, aber so richtig angekommen sind die Füchse noch nicht; das wahre Leistungsvermögen des Teams lässt sich nach dem Abgang vieler Leistungsträger im Sommer noch nicht abschätzen.

Die bisherigen Leistungen sind eine Berg- und Talfahrt. Beispiel Defensive: Sie musste in der Saisonvorbereitung einige Kritik einstecken. Beim 2:0-Auftaktsieg gegen die Wölfe Freiburg war sie dann jedoch eine solide Basis für den ersten Dreier. Am vergangenen Wochenende musste Weißwasser dagegen wieder fünf Tore in jedem Spiel hinnehmen.

Beispiel Offensive: Auch sie muss sich erst finden. Gegen Crimmitschau gingen zwar alle vier Treffer auf das Konto der Stürmer. Zum Sieg reichte es trotz der drei Tore in Folge aber nicht, weil nämlich auch viele Chancen ungenutzt blieben.

Es ist offenkundig, dass die neu formierte Mannschaft ihren Weg erst noch finden muss. Und dazu gehört auch die schmerzliche Erkenntnis, dass die Füchse am Sonntag vom Überraschungs Tabellenführer Crimmitschau quasi mit ihren eigenen Waffen aus der Vorsaison geschlagen wurden: Die Westsachsen spielten jenes einfache, schnelle Eishockey, mit dem die Füchse in vielen Spielen geglänzt und den Sprung in die Playoff-Runde geschafft hatten.

"Wir sind natürlich nicht glücklich", kommentiert Järvenpää den Start in die neue Spielzeit. Aber er ist auch bemüht, das Positive aus den beiden Niederlagen nach Pe naltyschießen zu ziehen, bei denen die Füchse jeweils immerhin noch einen Punkt holten: "Wir sind zwei Mal am Ende des Spiels zurück gekommen. Das zeigt, dass diese Mannschaft viel Charakter hat."

Auch in personeller Hinsicht läuft noch die Findungsphase. Der Vertrag mit Probespieler Martin Rygl wurde in dieser Woche schon wieder aufgelöst, weil der Ver teidiger als fünfter und damit überzähliger Ausländer nur geringe Aussichten auf seinen ersten Pflichtspiel-Einsatz hatte. Jakub Kania, der gegen Crimmitschau im Gesicht verletzten worden ist, muss am Wochenende pausieren.