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| 19:48 Uhr

Eishockey
Füchse verlieren trotz Doppelpack von Hayes

Jeff Hayes (r.) erzielte zwei Treffer bei seiner Rückkehr.
Jeff Hayes (r.) erzielte zwei Treffer bei seiner Rückkehr. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser unterliegt beim Heim-Debüt von Rückkehrer Jeff Hayes gegen die Ravensburg Towerstars mit 2:4 und bleibt Tabellenvorletzter in der DEL2. Das größte Problem des Teams ist ein Kopfproblem.

Die Lausitzer Füchse sind mit zwei Niederlagen am Wochenende wieder zurück in die sportliche Krise gerutscht. Nach dem 2:5 bei den Heilbronner Falken verlor Weißwasser am Sonntagabend auch das Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars mit 2:4 und bleibt Tabellenvorletzter der DEL2. Beim Heim-Debüt von Rückkehrer Jeff Hayes reichten zwei Tore des kleinen Kanadiers sowie eine zwischenzeitliche Führung nicht für ein Erfolgserlebnis.

Der Stürmer war in der vergangenen Saison zweitbester Scorer und anschließend nach Schweden gewechselt. Dort kam Hayes in der 2. Liga aber nicht zurecht, sodass sein Vertrag aufgelöst wurde. Das fehlende Selbstvertrauen merkte man dem Rückkehrer trotz der beiden Tore auch gegen Ravensburg deutlich an.

Die Gäste aus Oberschwaben begannen vor 2032 Zuschauern die Partie mit der traumwandlerischen Sicherheit des 10:1-Heimsieges am Freitagabend. Nach 17 Minuten lag Ravensburg gegen den EHC Bayreuth schon mit 4:0 vorn. In Weißwasser klingelte es nach 45 Sekunden zum ersten Mal, als Vincenz Mayer für die Towerstars traf. Das Team um Ex-Fuchs Jakub Svoboda, der den Goldhelm des Topscorers trägt, ließ auch danach den Puck bedrohlich durch die Abwehr der Gastgeber flitzen.

Von dieser Leichtigkeit waren die Füchse weit entfernt. Hayes spielte erneut mit Roope Ranta in einer Reihe, aber auch die beiden schnellsten Stürmer im Team taten sich zunächst schwer. Erste Mitte des ersten Drittels wurden die Aktionen der Blau-Gelben zwingender. Anders Eriksson verpasste bei seinem tollen Solo in der 13. Minute den Ausgleichstreffer.

Bemerkenswert: Der erst vor ein paar Tagen lizenzierte Lars Schiller (20 Jahre) spielte in der ersten Verteidigungsreihe an der Seite von Kapitän André Mücke. Schiller stammt aus dem Nachwuchs der Eisbären Berlin und hatte trotz der 2:5-Niederlage am Freitagabend bei den Heilbronner Falken ein Extralob von Trainer Hannu Järvenpää bekommen („Er hat das erste Spiel in dieser Liga gemacht und zwar sehr ordentlich“). In Heilbronn gingen die Füchse zwar in Führung, brachen dann aber im zweiten Drittel komplett ein, als die Gastgeber von 1:1 auf 4:1 davonzogen.

Diesmal lief es in dieser Phase besser für Weißwasser. Denn nach 31 Minuten gelang Hayes erst der 1:1-Ausgleich und später in Überzahl sogar die 2:1-Führung (38.). Die Füchse waren jetzt gut im Spiel, trotzdem kassierten sie kurz nach Wiederbeginn den 2:2-Ausgleich durch Maximilian Kolb (43.). Einen weiteren Abwehrfehler nutzte Daniel Pfaffengut zum 3:2 (53.) für Ravensburg. Er konnte von der blauen Linie aus frei durchlaufen. Thomas Supis erhöhte in der 57. Minute auf 4:2 und sicherte damit endgültig den verdienten Auswärtssieg für Ravensburg.

Für die Füchse geht es bereits am Dienstag mit dem Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn EHC Freiburg weiter. Die Partie im Breisgau beginnt um 19.30 Uhr.

Jiri Ehrenberger (Trainer Ravensburg): „Die schnelle Führung hat uns nicht gutgetan. Wir haben zwei Drittel gebraucht, um richtig ins Spiel richtig zu finden. Nach der zweiten Pause sind wir besser aus Kabine gekommen. Der 2:2-Ausgleichtsteffer war eine Befreiung. Die drei Auswärtspunkte tun uns gut.“

Robert Hoffmann (Co-Trainer Weißwasser): „Im zweiten Drittel waren wir gut dabei. Leider haben wir im letzten Drittel sofort den Ausgleich gekriegt. Die Jungs haben im Moment ein Kopfproblem. Sobald etwas Gegenwind kommt, knicken sie weg. Das ist momentan unsere größte Schwäche. Wir wissen, dass die Jungs Eishockey spielen können. Aber wenn du nicht wirklich an den Sieg glaubst, wird es schwer.“

Lausitzer Füchse – Ravensburg Towerstars 2:4
Tore: 0:1 Meyer (1.), 1:1 Hayes (31.), 2:1 Hayes (38.), 2:2 Kolb (43.), 2:3 Pfaffengut (53.), 2:4 Supis (57.); Schiedsrichter: Hertrich/Lenhart; Zuschauer: 2032; Strafminuten: 10/8 + 10 (Zucker).