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Füchse verlieren hitziges Heimspiel

Der Weißwasseraner Marius Schmidt (l.) beim Zweikampf. So friedlich lief es am Sonntagabend nicht immer ab.
Der Weißwasseraner Marius Schmidt (l.) beim Zweikampf. So friedlich lief es am Sonntagabend nicht immer ab. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Mit 4:5 nach Penaltyschießen haben die Lausitzer Füchse am Sonntagabend ihr Heimspiel gegen Bad Nauheim verloren. Es war eine hitzige Partie – mit Rangeleien auf dem Eis und auf den Rängen sowie extrem vielen Strafminuten. M. Danke

Abkühlen - so könnte die Devise für die Lausitzer Füchse nach diesem Wochenende lauten. Hinter den Weißwasseranern liegen zwei kampfbetonte, teils extrem hitzige Spiele ohne Maximal-Ausbeute.

Gab es am Freitag in Bayreuth beim 5:4-Sieg nach Verlängerung schon Rangeleien zwischen Fans der Gastgeber und Lausitzer Anhängern, flogen am Sonntag beim Heimspiel gegen Bad Nauheim erneut die Fetzen. Füchse-Trainer Hannu Järvenpää machte nach der 4:5-Niederlage nach Penaltyschießen deutlich, was er vom Verhalten einiger Füchse-Fans hielt. "Ich akzeptiere das nicht", so der Finne. Er betonte: "Wir brauchen die Fans, aber nicht solche Schläger."

Hoch her ging es auch auf dem Eis. Umstrittene Penaltys gegen sich erzürnten die Füchse, dazu gab es heiße Diskussionen an der Füchsebande und Meinungsverschiedenheiten zwischen den Kontrahenten, die nicht nur verbal ausgetragen wurden.

In Summe satte 41 Strafminuten gab es am Sonntag gegen die Füchse, darunter eine umstrittene Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Jakub Svoboda, der am Freitag als Doppeltorschütze noch der Matchwinner war. Bad Nauheim kassierte 38 Minuten.

Einsatz und Aggressivität konnte man den Füchsen nach dem enttäuschenden Null-Punkte-Wochende zuletzt keineswegs absprechen. Allerdings gab die Mannschaft sowohl am Freitag als auch am Sonntag fahrlässig eine souveräne Führung aus den Händen. Mit 3:0 lagen die Weißwasse raner gegen Tabellennachbar Bad Nauheim in Front. Dennis Swinnen glänzte als Doppeltorschütze (12. und 17. Minute), jeweils prächtig bedient vom trickreichen Topscorer Roope Ranta, der seine große Spiellaune zudem mit einem eigenen Treffer krönte (14.).

Im zweiten Abschnitt verloren die Füchse jedoch ihre Linie. Der Anschlusstreffer fiel aus dem Nichts, anschließend folgte die hitzigste Phase des Spiels, in der Bad Nauheim schließlich zum Ausgleich kam.

Zwar gelang Weißwasser durch Dominik Bohac (45.) die erneute Führung. Den möglichen 4:3-Sieg vereitelte jedoch ausgerechnet Ex-Fuchs Jonas Gerstung fünf Minuten vor dem Ende - Verlängerung. Beim anschließenden Penaltyschießen behielten die Gäste die Oberhand, während der wiedergenesene Jeff Hayes und Swinnen erfolglos blieben.

Füchse-Trainer Järvenpää war am Ende des hitzigen Abends angesichts des Spielverlaufs zufrieden mit dem Punkt.