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Eishockey
Füchse-Trainer Järvenpää kritisiert Offensive

Anders Eriksson (r.) ist Topscorer der Füchse.
Anders Eriksson (r.) ist Topscorer der Füchse. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Bilanz der Lausitzer Füchse bleibt enttäuschend - Weißwasser liegt auf Platz zwölf und schießt einfach zu wenig Tore. Jetzt übt Trainer Järvenpää erstmals öffentliche Kritik an der Offensive. Von Frank Noack

Die Lausitzer Füchse kommen einfach nicht raus aus dem Keller. Nach nur einem Punkt am Wochenende ist Weißwasser auf Rang zwölf der 14 Teams in der DEL2 abgerutscht. Das würde den Gang in die Abstiegsrunde bedeuten. Das Haupt­problem der Füchse ist die Torausbeute. In den Partien gegen Dresden (2:3 nach Penaltyschießen) und in Bayreuth (0:1) zeigte sich zwar die Defensive mit nur vier Gegentreffen recht ­stabil. Nach vorn ging aber zu wenig beim Team von Trainer Hannu ­Järvenpää. „Wir haben zwar ziemlich gut gespielt, aber mit ‚ziemlich gut‘ gewinnt man in ­dieser Liga keine Punkte. Wenn du deine Überzahlspiele nicht nutzt, dann bekommst du, was du verdienst“, erklärte Järvenpää. Sprich, die Saisonniederlagen acht und neun. „Wir Trainer können an der Bande nur Tipps geben, wir können jedoch nicht die Tore schießen.“ In elf Spielen haben die Füchse erst 27 Mal getroffen. Nur Kaufbeuren (26) hat noch weniger Tore – allerdings bei einem Spiel weniger.

Mehr und mehr in die ­Kritik geraten die Kontingentspieler, von denen keiner durchgängig überzeugen konnte. Selbst Top­scorer Anders Eriksson (fünf Tore, fünf Vorlagen) tauchte in den vergangenen Partie eher unter, als dass er die Mannschaft geführt hätte. Nach der 0:1-Niederlage in Bayreuth kritisierte Järvenpää erstmals öffentlich die erfahrenen Spieler im Team: „Von ihnen bin ich enttäuscht.“

Man kann in seine Worte jedoch auch eine gewisse Selbstkritik hi­neininterpretieren: Der Umbau des Kaders nach den zahlreichen Abgängen im Sommer geht bislang nicht wie erhofft auf. Noch nicht?

Füchse-Trainer Hannu Järvenpää.
Füchse-Trainer Hannu Järvenpää. FOTO: Thomas Heide