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| 16:51 Uhr

Konkurrenzkampf im Tor der Lausitzer Füchse
Keine Garantie für Franzreb: „Andere Lösung gewünscht“

 Maximilian Franzreb spielt mit einer Förderlizenz für die Lausitzer Füchse.
Maximilian Franzreb spielt mit einer Förderlizenz für die Lausitzer Füchse. FOTO: Thomas Heide
Cottbus. Maximilian Franzreb oder Neuzugang Mac Carruth? Bei den Lausitzer Füchsen steht ein spannender Konkurrenzkampf um die Torwart-Position bevor. Franzreb ist nicht besonders glücklich über die neue Konstellation. Von Frank Noack

Der spannende Konkurrenzkampf im Tor der Lausitzer Füchse in der bevorstehenden DEL2-Saison wirft schon jetzt seine Schatten voraus. Ab dem Trainingsstart Anfang August werden sich Maximilian Franzreb und Neuzugang Mac Carruth um die Nummer eins im Weißwasseraner Kasten duellieren.

Franzreb hat mit bemerkenswert deutlichen Aussagen auf die Verpflichtung seines neuen Konkurrenten reagiert. „Ich will nicht verhehlen, dass ich mir eine andere Lösung gewünscht hätte. Aber ich verstehe natürlich die Füchse, die sich für den Fall, dass ich in Berlin benötigt werde, absichern müssen. Am Ende ist es so, dass er neu ist und ich nicht. Wir müssen uns beide beweisen. Punkt!“, sagt Franzreb in einem Interview mit der Fachzeitung „Eishockey-News“.

Hintergrund: Der 22-jährige Keeper steht bei den Eisbären Berlin unter Vertrag und soll mit einer sogenannten Förderlizenz in der kommenden Saison so viel wie möglich Wettkampfpraxis im Fuchsbau sammeln. Statt einer klaren Nummer eins namens Franzreb läuft es nun auf einen spannenden Konkurrenzkampf in der DEL-Spielzeit 2019/20 hinaus.

Bei den Eisbären Berlin ist Maximilian Franzreb die Nummer drei hinter Neuverpflichtung Sebastian Dahm aus Dänemark und Marvin Cüpper. Und in Weißwasser muss er sich im Duell mit dem 27-jährigen Mac Carruth beweisen. Franzreb betont: „Durch die Konstellation jetzt habe ich weder bei den Füchsen noch in Berlin die Sicherheit, regelmäßig zu spielen. Damit muss man immer zu 120 Prozent bereit sein, wenn man eingesetzt wird. Aber ich werde meinen Weg gehen und mich der Herausforderung stellen.“

In der vergangenen Saison pendelte der gebürtige Bad Tölzer zwischen Berlin und Weißwasser hin und her. Er konnte dabei nicht an seine konstanten Leistungen in den beiden Jahren zuvor im Trikot der Füchse anknüpfen. 2019/20 ist er nun zwar wieder fest in Weißwasser eingeplant – aber offenbar nicht als feste Nummer eins.

Dabei hatten die Lausitzer Füchse ursprünglich mit Maximilian Franzreb und Jason Kasdorf aus Kanada geplant. Nachdem es jedoch keine Einigung mit Kasdorf gab, mussten die Füchse-Verantwortlichen umplanen. „Wir wollen auf der Torhüter-Positionen auf keinen Fall ein Risiko eingehen. Mit Mac Carruth und Maximilian Franzreb haben wir nun zwei sichere Bänke“, hatte Geschäftsführer Dirk Rohrbach kürzlich in der RUNDSCHAU erklärt. Komplettiert wird das Weißwasseraner Torwart-Gespann durch Niklas Zoschke (22).

Mac Carruth kommt vom ungarischen Club Fehérvar AV 19 in die Lausitz. Füchse-Coach Corey Neilson hatte sich nach der Absage von Kasdorf für diese Lösung ausgesprochen. Im Idealfall soll dieser Konkurrenzkampf zwischen den Pfosten nun auch Maximilian Franzreb beflügeln, der in seine letzte Saison als U23-Spieler geht. Danach kann er also nicht mehr mit einer Förderlizenz ausgestattet werden.

Aus seinem großen Ziel macht Franzreb keinen Hehl: Er will die Nummer eins der Eisbären werden. Am Beginn der vergangenen Saison war schon ganz dicht dran, als der Hauptstadt-Club zunächst mutig auf das junge Duo Cüpper/Franzreb setzte. Nach der schweren Sprunggelenk-Verletzung von Cüpper noch in der Vorbereitung wurde dann mit Kevin Poulin aber doch ein erfahrener Torhüter verpflichtet.

„Vielleicht hätte es geklappt, wenn man mir in Berlin mehr Vertrauensvorschuss gegeben hätte. Es muss halt auch alles passen – im Team muss es stimmen, Erfolge müssen her. Ich habe schon 130 Spiele bei den Profis bestritten. Mein Ziel bleibt die DEL. Ich will ins Eisbären-Tor“, betont Franzreb.

FOTO: LR / Lehmann/lr