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Eishockey
Füchse-Urgestein Götz: Erst Pre-Playoffs, dann Meister

Thomas Götz (r.) spielt seit 13 Jahren als Profi für die Füchse.
Thomas Götz (r.) spielt seit 13 Jahren als Profi für die Füchse. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Jetzt ist es sicher: Füchse-Urgestein Thomas Götz beendet nach dieser Saison seine Karriere. Zuvor will er mit Weißwasser aber an diesem Wochenende den vorzeitigen Klassenerhalt sichern. Von Frank Noack

Füchse-Stürmer Thomas Götz wird nach dieser Saison seine Profi-Karriere beenden. Das hat das Energie-Unternehmen Leag, wo der 32-jährige Stürmer im ­Nebenjob als Elektriker arbeitet, auf seiner ­Internetseite bekanntgegeben.

Seit 13 Jahren spielt er als Profi für die Lausitzer Füchse und ist damit der dienstälteste Profi in der aktuellen Zweitliga-Mannschaft. Nach 1990 hat bislang nur ein Profi länger das Trikot der Füchse getragen: Jörg Pohling. Er war 14 Jahre (1994 bis 2008) für Weißwasser im Einsatz.

Zum Abschluss seiner langen Karriere will Thomas Götz mit den Füchsen unbedingt noch einmal den Sprung in die Pre-Playoffs der DEL2 schaffen und die Abstiegsrunde auf jeden Fall vermeiden. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und dürfen uns nicht auf den Ausgang der anderen Spiele verlassen“, betont er.

Die Füchse spielen an diesem Freitag zu Hause gegen den EC Bad Nauheim (Beginn um 19.30 Uhr). Am Sonntag reisen sie zu den Wölfen Freiburg (18.30 Uhr) und benötigen insgesamt zwei Siege, um doch noch den Sprung in die Pre-Playoffs zu schaffen. Sie sind gleichbedeutend mit dem vorzeitigen Klassenerhalt.

Weißwasser hat derzeit fünf Punkte Rückstand auf die Eispiraten Crimmitschau und drei Punkte auf die Heilbronner Falken – dazu kommt noch das deutlich schlechtere Torverhältnis im Vergleich zu Heilbronn. Götz: „Es ist schon ein schöneres Gefühl, in der Runde der potentiellen Aufsteiger zu spielen als in der Runde der Letztplatzierten.“

Der Stürmer ist der einzige Stammspieler der Füchse, der auch noch einen Nebenjob hat. „Ich wollte auf der sicheren Seite sein und habe mich für diesen Weg der Berufstätigkeit entschieden“, erklärt Götz. Nach Abschluss der 10. Klasse machte er eine Ausbildung zum Elektriker beim Leag-Vorgängerunternehmen Vattenfall. Sein Tagesablauf sieht so aus: Um 6 Uhr ist Schichtbeginn im Kraftwerk, zwischen 9 und 11 Uhr wird trainiert, dann geht es zurück vom Eis an den Arbeitsplatz. Während der Saison arbeitet Götz 30 Stunden pro Woche. Im Sommer muss er dafür mehr ran.

Feste Pläne für die Zeit nach dem Karriere-Ende hat Thomas Götz nach Leag-Angaben noch nicht. Doch er könnte sich eine berufliche Weiterentwicklung im Unternehmen gut vorstellen. „Vielleicht mache ich eine Weiterbildung zum Meister.“

Einem Verein will er sich dagegen nicht mehr anschließen. „Ich fahre viel Fahrrad und sicher werde ich auch hin und wieder aufs Eis gehen.“ Dann allerdings nur noch als Hobby mit Sohn Benjamin, der inzwischen auch schon auf Schlittschuhen unterwegs ist.