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Füchse stürmen Rekord entgegen

Mann mit Goldhelm: Jeff Hayes (r.) ist Topscorer der Lausitzer Füchse. Er hat 20 Tore erzielt und 30 Vorlagen gegeben.
Mann mit Goldhelm: Jeff Hayes (r.) ist Topscorer der Lausitzer Füchse. Er hat 20 Tore erzielt und 30 Vorlagen gegeben. FOTO: THomas Heide
Weißwasser. Den Klassenerhalt in der DEL2 hat Weißwasser schon sicher. Das Team liegt auf Playoff-Kurs. Es könnte die erfolgreichste Saison in der DEL2 seit langer Zeit werden. Frank Noack

Hinter das erste Saisonziel können die Lausitzer Füchse aus Weißwasser einen grünen Haken setzen. Der Klassenerhalt ist bereits sicher! Und auch das nächste Ziel ist für den Tabellenfünften der DEL2 schon in Reichweite: das Erreichen der Playoff-Runde. Bei fünf noch ausstehenden Partien in der Hauptrunde haben die Füchse derzeit ein recht komfortables Polster von acht Punkten auf den Tabellensiebten Ravensburg Towerstars.

Und ganz nebenbei sind sie auch noch auf Rekordjagd. Denn mit dem souveränen 4:0-Auswärtssieg am vergangenen Sonntag beim EHC Freiburg wurde auch die "magische Grenze" von 80 Punkten erreicht. Sie gilt im Eishockey als eine ganz besondere Marke und war in der zweithöchsten Spielklasse meistens gleich bedeutend mit dem Erreichen der Playoffs.

"Unser Ziel ist es jetzt natürlich, den direkten Playoff-Platz zu sichern", erklärte Kapitän André Mücke nach dem Spiel im Breisgau gegenüber EHC-TV. "Der Sieg war ganz wichtig, um Freiburg weiter auf Abstand zu halten."

Deshalb können sich die Lausitzer Füchse an diesem Wochen ende in den Spielen gegen den EHC Bayreuth (Freitag, 19.30 Uhr) sowie beim EC Bad Nauheim (Sonntag, 18.30 Uhr) nun weiter der Rekordjagd widmen.

80 Punkte und mehr pro Saison - das gab es in Weißwasser nicht oft, wie der Blick in die Vergangenheit zeigt, den die Füchse als zusätzliche Motivation in dieser Woche auf ihrer Internetseite präsentieren. Die punktemäßig erfolgreichste Spielzeit gab es 1997/98. Damals holten die Füchse mit dem Schweden Bror Hansson als Trainer hinter der Bande 94 Punkte in den 30 Hauptrunden- sowie den 26 Meister runden-Partien. Der Schnitt betrug also 1,68 Punkte pro Spiel.

Der aktuelle Schnitt liegt bei 1,70 Punkten - die Füchse sind also auf Rekordkurs. Und mit dem Finnen Hannu Järvenpää steht übrigens wieder ein Coach aus Skandinavien hinter der Bande.

1997/98 erreichten die Füchse dank der Tore des Schweden Morgan Samuelsson zum zweiten Mal nach der Wende ein Zweitliga-Halbfinale. Im Viertelfinale wurde Erding besiegt. Im Halbfinale unterlag Weißwasser im dritten Spiel in Neuwied knapp mit 5:6.

In der Spielzeit 2001/02 standen am Ende 81 Punkte zu Buche. Erfolgsgaranten der Mannschaft von Trainer Anton Weissgerber waren Torhüter Iiro Itämies aus Finnland und Vadim Kulabuchov, der insgesamt 59 Punkte sammelte. Dank des besseren Torverhältnisses gegenüber Straubing erreichte Weißwasser die Playoffs. Hier gab es dann drei Niederlagen in drei Spielen gegen den späteren Vize-Meister Ingolstadt.

In der Spielzeit 2004/05 wurde die "magische Grenze" von 80 Punkten für lange Zeit zum vorerst letzten Mal geknackt. Unter Trainer Horymir Sekera holten die Füchse damals 84 Zähler in der Hauptrunde. Ene weitere Parallele zur aktuellen Spielzeit: Mit Topscorer Martin Sekera, Matthias Wikström sowie dem heutigen Geschäftsführer Dirk Rohrbach gab es auch damals eine kongeniale Sturmreihe. 192 Scorerpunkte sammelte dieses Trio. Die derzeitige Topreihe mit Jeff Hayes, Dennis Swinnen und Jakub Svoboda liegt derzeit bei insgesamt 145 Punkten. 2004/05 reichte es zu Platz sieben nach der Hauptrunde. Im Viertelfinale unterlagen die Füchse vier Mal gegen den späteren Meister und Aufsteiger Duisburg.

Ob die Rekordjagd weitergeht, wird sich schon an diesem Wochenende in den Spielen gegen die vermeintlichen Außenseiter Bayreuth und Bad Nauheim zeigen. Die Vorzeichen dafür sind jedenfalls ganz ordentlich, findet Kapitän André Mücke: "Vor allem in der Defensive läuft es richtig gut bei uns. Wir halten das Drittel sauber und spielen die Scheibe mit Übersicht schnell raus. Auch die Stürmer arbeiten mit zurück. Das ist ganz wichtig."