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| 11:42 Uhr

Eishockey
Füchse stürmen als Spitzenreiter ins Derby

Die Füchse konnten bereits fünf Siege bejubeln.
Die Füchse konnten bereits fünf Siege bejubeln. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Das ist ein echter Knallstart! Die Lausitzer Füchse haben bislang alle fünf Spiele gewonnen und gehen als Tabellenführer in das Derby gegen Dresden. Ist Weißwasser jetzt sogar Favorit? Trainer Neilson erklärt seinen Matchplan. Von Frank Noack

Eishockey-Deutschland staunt über die Lausitzer Füchse. Nach fünf Siegen in den ersten fünf Partien der neuen DEL2-Saison geht Weißwasser sogar als Tabellenführer in das Sachsenderby gegen die Eislöwen Dresden an diesem Sonntag (Beginn um 17 Uhr).

Die Füchse gewannen am Freitagabend auch beim EC Bad Nauheim 3:2-Sieg nach Verlängerung und stürmten an die Tabellenspitze. Trainer Corey Neilson mahnt trotzdem zur Besonnenheit. Der Kanadier sagte am Samstag auf RUNDSCHAU-Nachfrage: „Wir versuchen, uns nicht selbst zu überholen. Es ist noch früh in der Saison. Es ist schön, früh Erfolg zu haben und Selbstvertrauen zu bekommen. Aber wir müssen weiter jeden Tag hart arbeiten, um besser zu werden.“

Das gab es in den vergangenen Jahren nicht oft: Weißwasser liegt derzeit in der Tabelle weit vor den Eislöwen Dresden, die am Freitagabend mit dem 6:5 gegen die Bietigheim Steelers ihren ersten Saisonsieg holten. Sind die Lausitzer Füchse als Tabellenführer nun sogar Favorit im Derby? Geschäftsführer Dirk Rohrbach hatte im RUNDSCHAU-Interview mit Blick auf den schlechten Saisonstart der Eislöwen erklärt: „Dresden hatte sehr gute Gegner zum Auftakt. An sich besitzen die Eislöwen eine offensivstarke Mannschaft. Aber nach vier Niederlagen ist natürlich jetzt auch schon ein gewisser Druck da. Wir wollen jedenfalls unseren Lauf fortsetzen und auch das Derby gewinnen.“

Am Freitagabend beim 3:2-Sieg nach Verlängerung in Bad Nauheim gerieten die Füchse vor 1689 Zuschauern zwar wieder einmal in Rückstand, zeigten dann aber erneut Comeback-Qualitäten. Mit einem Doppelschlag in der 38. Minute meldeten sie sich zurück. Chris Owens und Fabian Dietz waren innerhalb von nur 18 Sekunden erfolgreich. In der Verlängerung erzielte dann Kapitän Anders Eriksson den Siegtreffer für Weißwasser.

Die Eislöwen Dresden – eigentlich als Mitfavorit auf die Meisterschaft in die Saison gestartet - kamen am Freitagabend beim 6:5 gegen die Bietigheim Steelers zu ihrem ersten Sieg. Der aus Crimmitschau nach Dresden gewechselte Jordan Knackstedt war Mann des Spiels. Er erzielte vier der sechs Eislöwen-Treffer und nahm damit auch etwas Druck von Trainer Jochen Molling. „Für uns war es enorm wichtig zu sehen, dass wir nach dem schlechten Start gewinnen können. Wir haben gerade am Ende der Partie alles in die Waagschale geworfen, haben die Zweikämpfe angenommen und die Schüsse geblockt. Jetzt richten wir den Blick auf das Spiel in Weißwasser“, erklärte Molling.

Mit Georgijs Pujacs haben die Eislöwen Dresden in dieser Woche noch einmal ihre schwächelnde Defensive verstärkt. Der 37-jährige Verteidiger aus Lettland nahm an drei Olympischen Spielen sowie insgesamt neun Weltmeisterschaften teil. Er kam 434 Mal in der russichen Profi-Liga KHL zum Einsatz. Dresden hat bereits 29 Gegentreffer in fünf Partien kassiert - so viele wie kein anderes Team der Liga.

Übrigens: Die Lausitzer Füchse sind erstmals seit zwei Jahren wieder Tabellenführer in der zweithöchsten Spielklasse.

Es wird also ein ganz besonderes Derby am Sonntag im Fuchsbau. Auch Coach Corey Neilson freut sich auf sein erstes Spiel gegen Dresden. „Ich habe schon einiges an Rivalität und Derby erlebt. Es ist wichtig für die Spieler, so reinzugehen wie in jedes andere Spiel auch. Wir müssen unser Spiel spielen, also gut organisiert und schnell“, fordert Neilson. „Wir hatten bisher Erfolg, weil wir zusammenarbeiten und an unseren Stärken arbeiten. Das darf sich auch im Derby nicht ändern.“

EC Bad Nauheim – Lausitzer Füchse 2:3 n.V. (0:0, 2:2, 0:0/0:1)
Tore: 1:0 Krestan (28.), 1:1 Owens (38.), 1:2 Dietz (38.), 2:2 Cody Sylvester (40.), 2:3 Eriksson (64.); Schiedsrichter: Feistl/Sicorschi; Zuschauer: 1689; Strafminuten: 12/12.

Komplette Statistik

Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse - Eislöwen Dresden am Sonntag um 17 Uhr.