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Füchse stehen mit Niederlage auf

Es gab viele Duelle – mit und ohne Puck: Hier stehen sich Marius Schmidt (r.) und der Bietigheimer Max Prommersberger gegenüber.
Es gab viele Duelle – mit und ohne Puck: Hier stehen sich Marius Schmidt (r.) und der Bietigheimer Max Prommersberger gegenüber. FOTO: Heide/thd9
Weißwasser. Kurz nach dem 2:9-Debakel bei Zweitliga-Titelträger Frankfurt bringt Weißwasser den Vize-Meister Bietigheim in Bedrängnis. In der Abwehr gibt es große Sorgen. Frank Noack

Können Füchse eigentlich mausetot sein? Wenn ja, dann haben die Lausitzer Füchse am Sonntagabend trotz der 2:3-Niederlage gegen Vize-Meister Bietigheim Steelers eine Auferstehung inklusive Wieder belebung gefeiert. Denn nur zwei Tage nach dem derben 2:9-Debakel beim amtierenden Titelträger Löwen Frankfurt brachte Weißwasser ungeachtet der personellen Sorgen und eines völlig verpatzten Auftakts die Gäste aus Baden-Württemberg doch noch einmal in Bedrängnis. "Die Niederlage ist zwar ärgerlich, aber die Jungs haben eine klare Reaktion und Charakter gezeigt", bilanziert Co-Trainer Robert Hoffmann.

Zwei Tage nach der Niederlage in Frankfurt begann auch das Heimspiel gegen Bietigheim alles andere als glücklich. Vor 2226 Zuschauern vergaben die Füchse in der Anfangsphase mehrere Großchancen - auf der anderen Seite nutzte Bietigheim erst einen Konter zur 1:0-Führung und auch danach praktisch jede Unaufmerksamkeit eiskalt aus. Nach 13 Minuten lag der Vizemeister mit 3:0 vorn. "Wir sind zwar super aus der Kabine gekommen, haben dann aber Lehrgeld gezahlt", räumt Hoffmann ein: "Wir sind in blöde Konter gelaufen. Bietigheim ist eine der cleversten Mannschaften der Liga." Chef-Trainer Hannu Järvenpää reagierte mit einer Auszeit auf das drohende Heim-Debakel. Kurz danach schoss Viktor Lennart sson das 1:3 (14.). Im zweiten Drittel verkürzte Marius Schmidt auf 2:3 (25.).

Vor allem für die Defensive war dieses Spiel ein Kraftakt. Jakub Kania kehrte zwar gegen Bietigheim trotz einer Gesichtsver letzung überraschend ins Team zurück. Mit Chris Owens muss der als Topverteidiger eingeplante Neuzugang aber weiter zuschauen. Zu allem Überfluss bekam Steven Bär in Frankfurt einen Puck unglücklich auf die Hand. "Die genaue Diagnose gibt es am Montag", teilten die Füchse am Wochenende mit. Bemerkenswert: Trotz der Personalsorgen blieb Yannick Mund gegen Bietigheim nach dem ersten Drittel in der Kabine. Und Marius Nägele durfte erst gar nicht aufs Eis. "Beide sind nicht angeschlagen. Wir sind aber mit einigen Dingen nicht einverstanden", betont Co-Trainer Hoffmann auf Nachfrage der RUNDSCHAU.

Trotz dieser Sorgen drängten die Gast geber gegen den Vize-Meister auf den Ausgleich. In der 32. Minute ging die Tor-Sirene dann auch los - allerdings zu früh. Denn der Schuss von Lennartsson landete am Außennetz. Das Remis war also in Sichtweite, doch letztlich brachte der Favorit den Vorsprung mit Glück und all seiner Routine über die Zeit. Das Fazit von Gäste-Coach Kevin Gaudet: "Wir haben effizient gespielt. Aber Weißwasser hat sich toll zurückgekämpft und hätte einen Punkt verdient."

Am Freitag bei der 2:9-Klatsche gegen die Löwen Frankfurt waren die Füchse dagegen ab dem zweiten Drittel chancenlos. Järvenpää gibt zu: "Der Meister hat seine ganze Stärke gezeigt." Neun Gegentore gab es noch nie seit dem Amtsantritt des Finnen im Sommer 2016.

Die höchste Niederlage in der vergangenen Saison war ein 0:7 beim ESV Kaufbeuren. Von dieser Klatsche erholten sich die Füchse übrigens richtig gut: Sie beendeten die Hauptrunde als Sechster und zogen in die Playoffs ein.