ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:35 Uhr

Eishockey
Füchse sind Favorit im Duell um Klassenerhalt

Die Füchse um Jeff Hayes (M.) brauchen vier Siege für den Klassenerhalt.
Die Füchse um Jeff Hayes (M.) brauchen vier Siege für den Klassenerhalt. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Playdown-Gegner Bayreuth ist zwar Tabellenletzter nach der Hauptrunde. Aber es gibt gute Gründe, die Tigers ernst zu nehmen. Von Frank Noack

Die Favoritenrolle trägt Blau und Gelb. Fast alle Zahlen sprechen für die Lausitzer Füchse in der Playdown-Serie gegen die ­Bayreuth Tigers. Das erste Spiel findet an diesem Dienstag um 19.30 Uhr in Weißwasser statt. Die Füchse haben die Hauptrunde als Tabellen-11. beendet, Bayreuth war Schlusslicht im Klassement der DEL2 und holte 25 Punkte weniger als Weißwasser. Außerdem gingen drei der vier ­Duelle in dieser Saison an die Füchse.

Selbst die Bayreuth Tigers machen keinen Hehl aus ihrer Außenseiterrolle. Auf der Internetseite des Clubs aus Oberfranken ist zu lesen: „Gegner der Tigers in der ersten Runde werden zunächst die Lausitzer Füchse sein.“ Zunächst – das bedeutet wohl: In Bayreuth geht man davon aus, dass die Tigers ins Duell der beiden Verlierer müssen, wo dann der Klassenerhalt gesichert werden soll.

Gerade angesichts dieser Ausgangsposition wird Füchse-Trainer Robert Hoffmann nicht müde zu betonen, dass sein Team zwar Favorit sei, aber die vier Siege in diesem Duell „best of seven“ trotzdem „kein Selbstläufer“ werden. Denn es gibt gute Gründe, auch das Schlusslicht der Liga ernst zu nehmen. Zum Beispiel, weil die Tigers mit Sergej Waßmiller (47) einen Trainer haben, der ganz genau weiß, wie wichtig der Klassenerhalt für Bayreuth ist. Seit 2011 ist der gebürtige Russe in der Wagner-Stadt. Waßmiller trug am Ende seiner aktiven Karriere noch ein Jahr das Tigers-Trikot, danach wechselte er in den Trainerjob und führte das Team in die Oberliga, 2015/16 folgte der nächste Aufstieg – in die DEL2. Im ersten Jahr in der zweithöchsten Spielklasse stürmten die Tigers beinahe sensationell auf Platz 8 nach der Hauptrunde.

Im zweiten Jahr tut sich Bayreuth deutlich schwerer. Jetzt heißt das Ziel Klassenerhalt. „Ab Dienstag zählt es für uns. Wichtig ist, dass die Jungs weiter konzentriert arbeiten und fest an die Chance glauben, die Liga zu halten“, erklärt Waßmiller und kündigt an: „Wir wollen gleich im ersten Spiel einen Riesenkampf abliefern.“

Selbst als die sportliche Krise beim Schlusslicht im Januar ihren Höhepunkt erreichte, stand der Coach nicht zur Disposition. Verletzungssorgen warfen die Tigers zurück. Ende Februar fehlte mit Ivan Kolozvary, Michael Bartosch und Andreas Geigenmüller die komplette zweite Sturmreihe. Mit Martin Heider fiel auch ein wichtiger Verteidiger lange aus.

Die Stützen sind der tschechische Torhüter Tomas Vosvrda sowie die  Kanadier Anthony Luciani und Eric Chouinard. Gemeinsam mit Sergej Stas haben sie 52 der 134 Tore erzielt.

Mit den Verteidigern Jonas Gerstung sowie Felix Linden kehren in den Playdowns  zwei Ex-Weißwasseraner in den Fuchsbau zurück – und zwar ganz sicher hochmotiviert. Beide tragen jetzt aber Schwarz-Gelb. Das ist die ­Farbe des Außenseiters in diesem Duell um den Klassenerhalt.

Mr. Bayreuth: Trainer Sergej Waßmiller
Mr. Bayreuth: Trainer Sergej Waßmiller FOTO: Thomas Heide