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| 17:54 Uhr

Eishockey
Füchse selbstbewusst zum Weihnachtsspiel nach Kassel

 Das Team um Kapitän Anders Eriksson (M.) hat bereits 19 Siege eingefahren.
Das Team um Kapitän Anders Eriksson (M.) hat bereits 19 Siege eingefahren. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Lausitzer Füchse haben als Tabellenzweiter viel Selbstbewusstsein getankt. Am zweiten Weihnachtsfeiertag müssen sie in Kassel ran. Viel hängt davon ab, ob alle Spieler nach dem schmerzhaften Heimsieg gegen Deggendorf fit sind. Von Frank Noack

Die Freude über Tabellenplatz zwei war bei den Lausitzer Füchsen nur von kurzer Dauer. An diesem Mittwoch geht die Punktejagd in der DEL2 weiter. Weißwasser spielt am 2. Weihnachtsfeiertag bei den Kassel Huskies (19.30 Uhr). Zwei Tage später steht bereits die nächste Auswärtspartie gegen den EC Bad Nauheim auf dem Programm. Einen Tag vor Silvester wartet dann am Sonntag vor heimischer Kulisse noch das Sachsenderby gegen die Eislöwen Dresden.

Die Ausgangsposition für Trainer Corey Neilson und sein Team ist prächtig. Die Füchse liegen als Tabellenzweiter nicht nur weiterhin auf Playoff-Kurs, sondern sind auch auf gutem Weg, sich das Heimrecht für die Playoffs zu sichern. Dazu müssten sie am Ende der Hauptrunde mindestens Rang vier belegen. Der Vorsprung auf Platz sieben – also dem ersten Pre-Playoff-Rang – beträgt sogar bereits 16 Punkte.

„Die Spieler haben uns ein schönes Weihnachtspräsent gemacht“, freute sich Neilson über den souveränen Erfolg vor 2979 Zuschauern in der ausverkauften Eisarena. Die Mannschaft feierte anschließend eine teaminterne Christmas-Party, ehe danach zumindest ein paar Stunden über Weihnachten für die Familie blieben. Am Mittwochvormittag geht es nun schon wieder auf die Autobahn in Richtung Kassel.

Der vorweihnachtliche Heimsieg gegen Deggendorf sah statt frohes Fest über weite Strecken jedoch eher wie rohes Fest aus. Die nur mit einem kleinen Kader von 15 Feldspielern angereisten Gäste aus Niederbayern versuchten den Spielfluss der Füchse mit vielen robusten Attacken zu stoppen.

Und in der Halle wurde die Frage diskutiert: War das noch im Rahmen des Erlaubten oder schon darüber hinaus? Es gab jedenfalls Blessuren auf beiden Seiten. Füchse-Stürmer Jordan George musste im 2. Drittel wegen einer Knieverletzung vom Eis. Anschließend konnte er zumindest teilweise Entwarnung geben. „Nein, das war kein schmutziges Hockey von den Deggendorfern. Sie spielen halt sehr körperbetont. Das gehört für einen Aufsteiger dazu. Bei mir ist nichts kaputt, aber ich habe Schmerzen“, erklärte George. Ob er in Kassel wieder dabei sein kann, ist offen.

Cedric Schiemenz bekam einen schmerzhaften Stockstich, konnte nach kurzer Behandlungspause aber weiterspielen. Gäste-Kapitän Curtis Leinweber kassierte eine Platzwunde und musste mit insgesamt acht Stichen genäht werden. Auch er konnte weiterspielen, nachdem er sein blutverschmiertes Trikot gewechselt hatte.

Lausitzer Füchse - Deggendorf FOTO: Thomas Heide

„Aus meiner Sicht war das kein dreckiges Eishockey. Ob es schönes Eishockey war, müssen andere beurteilen“, verteidigte der Deggendorfer Trainer John Sicinski das Auftreten seiner Mannschaft sowie die diversen Strafminuten. „Für uns war das heute mehr oder weniger ein Unterzahl-Training. Das hat viel Kraft gekostet.“ Es sei „nicht der beste Tag der Unparteiischen“ gewesen, meinte Füchse-Coach Corey Neilson. „Das betraf aber beide Seiten.“

Die Füchse lösten die Herausforderung weitgehend souverän. Sie trafen jeweils im 1. und 2. Drittel ins Tor. Zu Beginn des Schlussdrittels sorgten sie dann mit einem Doppelschlag für die Entscheidung und nahmen gleichzeitig auch ein wenig die Härte aus der Partie, weil Deggendorf jetzt natürlich geschlagen war. „Wir haben das Spiel kontrolliert und viele Chancen herausgespielt“, analysierte Trainer Corey Neilson nach dem mittlerweile 19. Sieg im 30. Saisonspiel für Weißwasser.

Das ist in der Tat eine feierliche Bilanz – auch wenn das Fest jetzt schon wieder fast vorbei ist. Ob es rundherum erfolgreiche Weihnachten für Eishockey-Weißwasser werden, muss sich an diesem Mittwochabend nun in Kassel zeigen.