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Füchse: Prügelnder Fan bekommt bundesweites Stadion-Verbot bis 2019

Beim Füchse-Heimspiel am Sonntag gegen Bad Nauheim wurden Gäste-Fans verletzt.
Beim Füchse-Heimspiel am Sonntag gegen Bad Nauheim wurden Gäste-Fans verletzt. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser/Frankfurt/Main. Es gibt erste Konsequenzen nach den Prügel-Attacken von Fans bei den Spielen der Lausitzer Füchse am zurückliegenden Wochenende. Sie fallen wie angekündigt drastisch aus. Die Ermittlungen sind aber noch lange nicht abgeschlossen. Frank Noack

Jener Anhänger, der am Freitag beim Spiel in Bayreuth in den Fanblock der Gastgeber gestürmt war und dort mehrere Leute attackiert hatte, wurde sowohl von den Füchsen als auch vom EHC Bayreuth mit einem Stadion-Verbot belegt. Durch die Liga-Gesellschaft wurde die Sanktion auf ein bundesweites Stadion-Verbot ausgeweitet. Es gilt bis zum Ende der Saison 2018/19. "Solche Vorfälle wollen wir in unseren Eisstadien nicht sehen und wir werden sie deshalb auch nicht dulden. Wir werden knallhart durchgreifen", hatte DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch schon am Dienstag auf RUNDSCHAU-Nach frage betont.

Derzeit laufen weitere Ermittlungen zu den Vorfällen in Bayreuth, an dem noch weitere Personen beteiligt gewesen sein sollen. "Gegen derartige Störer, die nach ersten Erkenntnissen nicht unmittelbar einer festen Fangruppierung beider Clubs zugewiesen werden können, werden die Beteiligten entschlossen vorgehen", heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung der Lausitzer Füchse.

Zudem wurden Untersuchungen bezüglich der Vorkommnisse am Sonntag beim Heimspiel in Weißwasser aufgenommen. Hier wurde ein Fan-Familie aus Bad Nauheim angegriffen und verletzt. Auch in diesem Fall droht dem Verursacher ein bundesweites Stadionverbot.

Reaktionen vom vergangenen Sonntag:

Füchse-Trainer Hannu Järvenpää: "Die Mannschaft braucht die Fans. Es ist gut zu wissen, dass sie hinter uns stehen. Wir versuchen, auf dem Eis immer unser Bestes zu geben. Manchmal reicht es, manchmal nicht. Aber solche Vorfälle machen mich traurig. Ein solches Verhalten können wir nicht akzeptieren. Das muss aufhören!"

Pressesprecher Andreas Friebel: "Wir werden hart durchgreifen. Es wird jetzt schmerzvoll für einige, die sich sogenannte Fans nennen. Es ist fürchterlich! Einige werden dieses Stadion bei Spielen der Lausitzer Füchse für eine sehr, sehr lange Zeit nicht mehr sehen."