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| 10:33 Uhr

Eishockey
Füchse: Platz vier ohne Nummer eins

 Olafr Schmidt hat 27 Spiele im Füchse-Tor absolviert.
Olafr Schmidt hat 27 Spiele im Füchse-Tor absolviert. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Torhüter-Konstellation in Weißwasser ist kompliziert. Sie birgt Chancen, aber auch Risiken. Auch an diesem Wochenende stehen die Keeper wieder im Mittelpunkt. Von Frank Noack

Ein guter Torhüter ist die Basis für den Erfolg einer Mannschaft im Eishockey. So gesehen haben die Lausitzer Füchse in dieser Saison richtig gute Keeper zwischen den Pfosten. Nach gut der Hälfte der Hauptrunde in der DEL2 liegt Weißwasser als Tabellenvierter weiterhin auf Playoff-Kurs.

An diesem Wochenende können die Füchse ihre Position festigen. Denn es geht gegen die Kellerkinder der zweithöchsten Spielkasse. Am Freitag tritt Weißwasser bei den Bayreuth Tigers an (20 Uhr). Am Sonntag kommt dann mit dem ­Deggendorfer SC das Schlusslicht in den Fuchsbau (17).

Ganz so einfach wie auf den ersten Blick ist es aber derzeit nicht. Denn anders als in den Vorjahren gibt es keine klare Nummer eins. Olafr Schmidt hat bislang 27 Spiele absolviert, Konstantin Kessler kam 17 Mal zum Einsatz. Sie müssen ­allerdings immer dann Platz machen, wenn Maximilian Franzreb vom Kooperationspartner Eisbären Berlin nach Weißwasser beordert wird, um Wettkampfpraxis zu sammeln. Franzreb kommt auf neun Einsätze. Er war in der vergangenen Saison ein wich­tiger Rückhalt in Weißwasser. Inzwischen ist er nur noch sporadisch im Füchse-Trikot im Einsatz, sodass die Konstanz fehlt.

Aufgrund der Förderlizenz-­Konstellation mit Berlin entscheidet sich oft erst kurzfristig, wer hält. Ist es ein Problem, dass es keine Nummer eins gibt? Nein, sagt Füchse-Trainer Corey Neilson: „Der Konkurrenzkampf tut allen Torhütern gut. Sie haben die Chance, sich immer wieder zu beweisen. Wir haben eine sehr gute Kommunikation mit Torwart-Trainer Sebastian ­Elwing und entscheiden das von Woche zu ­Woche gemeinsam.“

Elwing ist sowohl für die Füchse als auch die Eisbären als Coach im Einsatz. Jeweils im Wechsel trainiert er eine Woche in Berlin und eine Woche in Weißwasser. Zudem erhalten die Torhüter nach den Spielen eine Auswertung der wichtigsten Szenen per ­Video von Elwing. Wie wichtig ein guter Torhüter ist, bekamen die Füchse am vergangenen Wochenende zu spüren. Am Freitag bei der Niederlage in ­Crimmitschau erwischte Franzreb keinen guten Tag. Zwei Tage später beim Heimsieg gegen Freiburg kassierte Schmidt zwar erst einen unnötigen Gegentreffer, hielt dann aber mit diversen Pa­raden die ­Führung fest. Auch jetzt gegen die Kellerkinder wird es also wieder auf die Torhüter ankommen.

Freitag, 20 Uhr: EHC Bayreuth (A)

Der EHC Bayreuth kämpfte sich als Tabellenvorletzter mit zwei Siegen gegen Bietigheim und Bad Tölz jetzt wieder an Rang zehn heran. Speziell in der eigenen Zone macht das Team von ­Trainer Petri Kujala nicht mehr so viele Fehler wie am Saisonanfang. Allerdings hat der Anfang November verpflichtete Top-Verteidiger Jake Newton aus den USA in dieser Woche seine Ausstiegsklausel genutzt, um ein höherklassiges Angebot wahrzunehmen. Dafür wurde der Schwede Simon Karlsson geholt.

Sonntag, 17 Uhr: Deggendorf (H)

DEL2-Schlusslicht Deggendorfer SC ließ am Sonntag mit einem 5:4-Erfolg nach Verlängerung bei Meister Bietigheim aufhorchen. Zuletzt zeigte die Leistungskurve nach oben. Ein Grund dafür ist, dass sich die Mannschaft von Trainer John Sicinski sowohl im Unterzahl- als auch im Überzahlspiel verbessert hat. Am Wochenende könnten die ­beiden zuletzt fehlenden Brüder ­Andreas und Christoph ins Team zurückkehren. Torhüter Jason Bacashihua ist seit November ein wichtiger Rückhalt.