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Füchse leisten sich stürmenden Luxus

Trainer Hannu Järvenpää
Trainer Hannu Järvenpää FOTO: Heide, Eishockey.info, EHC Timmendorf
Weißwasser. Weißwasser holt mit dem Kanadier Kyle Just einen fünften Kontingentspieler. Mitwirken dürfen pro Partie aber nur vier Ausländer. Frank Noack

Die Lausitzer Füchse aus Weißwasser haben kurz vor dem Transferschluss in der DEL2 ihren Kader noch einmal verstärkt. Neu im Fuchsbau sind der kanadische Stürmer Kyle Just (26 Jahre) und Leon Hungerecker. Der erst 18-jährige Torhüter wurde mit einer Förderlizenz ausgestattet. Die Füchse können damit reagieren, falls sich die Lage zwischen den Pfosten aufgrund der Verletzungsprobleme beim Kooperationspartner Eisbären Berlin weiter zuspitzen sollte.

Mit der Verpflichtung von Kyle Just für den Sturm leisten sich die Füchse ein kleines Stück Luxus. Denn der Kanadier, der zuletzt in Ungarn in der zweiten Mannschaft von Alba Volán Székesfehérvár zum Einsatz kam, ist der fünfte Kontingentspieler der Füchse. Laut Reglement dürfen aber pro Partie nur vier Ausländer eingesetzt werden. "Kyle kann ein Spiel gut lesen und ist ein guter Schlittschuhläufer. Er freut sich über die Chance, in Deutschland Eishockey zu spielen. Kyle weiß aber auch um die Ausgangslage", sagt Füchse-Trainer Hannu Järvenpää mit Blick auf die vier Kontingentstellen.

Sie sind derzeit mit den beiden Verteidigern Nick Bruneteau und Patrik Parkkonen sowie den Angreifern Jakub Svoboda und Jeff Hayes besetzt. Dieses Quartett zählt zu den absoluten Leistungsträgern und ist aus dem Team des Tabellenfünften der DEL2 nicht wegzudenken. Das bedeutet, dass der Platz von Neuzugang Kyle Just erst einmal auf der Tribüne sein dürfte. "Dadurch, dass wir ein paar angeschlagene Jungs haben, wollten wir uns mit seiner Verpflichtung etwas absichern", erklärt Trainer Järvenpää.

Diesen kleinen Luxus im Sturm können sich die Füchse laut Geschäftsführer Dirk Rohrbach derzeit aber leisten - genau wie bei der Punktausbeute liegt man auch bei den Zuschauerzahlen über dem Plan. "Aufgrund der positiven Entwicklung der Zuschauerzahlen hatten wir etwas finanziellen Spielraum, um diesen Transfer möglich zu machen", betont Rohrbach. Die Füchse liegen derzeit bei einem Schnitt von 2276 Besuchern pro Spiel und damit so hoch wie noch nie seit der Eröffnung der neuen Halle im August 2013. Vor der Saison hatten die Füchse mit einem Schnitt von 1900 Fans pro Spiel kalkuliert.

In der Torwart-Frage gilt das Augenmerk weiterhin der Lage bei den Eisbären Berlin. Dort ist Stammkeeper Petri Vehanen verletzt. Der Finne laboriert an einer Schleimbeutel- und Sehnen Entzündung im Fuß. Laut "Tagesspiegel" scheint Vehanen aber zumindest um die befürchtete Operation herumzukommen.

Derzeit stehen die Youngster Maximilian Franzreb und Marvin Cüpper im Tor. Allerdings war zumindest einer von beiden in den vergangenen Wochen auch immer im Fuchsbau im Einsatz.

Deshalb haben sich die Füchse mit der Förderlizenz für Leon Hungerecker vom Oberligisten EHC Timmendorf abgesichert.

Zum Thema:
Kyle Just (26) ist Stürmer. Er war zuletzt für die zweite Mannschaft von Alba Volán Székesfehérvár im Einsatz. Mit Tilburg wurde der Kanadier Oberliga-Meister. Torhüter Leon Hungerecker (18) spielt beim Oberligisten EHC Timmendorf und bekommt eine Förderlizenz. Er wurde bei den Hamburg Freezers ausgebildet.